Carbon Footprint: kein geeigneter Maßstab für nachhaltige Produkte

Ein Diskussionsbeitrag aus Sicht der deutschen Kunststoffindustrie

Vorbemerkung

Das Thema Carbon Footprint wird international diskutiert. Bietet es doch einen scheinbar einfachen Ansatz, Beiträge zur Reduzierung von Treibhausgasen messbar und vergleichbar zu machen. Dabei stößt dieser Ansatz auf Interesse der Marktteilnehmer, die einfache und griffige Instrumente dankbar aufgreifen und im Marketing einsetzen. Beim Carbon Footprint ist daher sicherlich ein vernünftiger und diskussionswürdiger Ansatz, die Umweltrelevanz von Produkten kenntlich zu machen. Angesichts der Komplexität des Themas ist aber Vorsicht geboten, um Missverständnisse über die Aussagekraft des Ansatzes zu vermeiden. Falsch verstanden kann der Ansatz sogar kontraproduktiv wirken.

Das Thema ist im Fluss ? mit unterschiedlicher Dynamik und verschiedenen Schwerpunkten je nach nationalen Gegebenheiten. Insofern ist der folgende Standpunkt aus Sicht der deutschen Kunststoffindustrie auch weniger als  unverrückbares Resultat, sondern eher als ein Diskussionsbeitrag zu verstehen.

Im ersten Schritt finden Sie fünf thesenartige Sätze, die das Thema umreißen. Zu jedem Satz folgen durch Klick »weiter?Erläuterungen. Weitere Links führen Sie dann zu Studien und anderen Quellen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Ergänzungen, Kritik oder einfach Ihre Meinung mitteilen. Ihre Fragen zum Thema leiten wir gerne an einen kompetenten Ansprechpartner  weiter.

Ihre BKV

 

Fünf Punkte zum Thema:

  1. Carbon Footprint ist ein interessanter Ansatz zur Betrachtung der Umweltauswirkungen von Produkten, bezieht sich jedoch nur auf die Emission von CO2 und anderen Treibhausgasen. »weiter

  2. Carbon Footprint betrachtet die Herstellungsphase von Produkten. Oft sind Auswirkungen auf die Umwelt während der Gebrauchsphase weit größer. Daher sollte zur Betrachtung der Umweltverträglichkeit eines Produktes der gesamte Lebensweg analysiert werden. »weiter

  3. Um den Carbon Footprint eines Produktes zu beschreiben, sollten einheitliche Messmethoden verwandt werden. Diese gibt es derzeit nicht einmal auf nationaler Ebene in Deutschland. »weiter

  4. Wer als Kunde für eine umweltbewusste Kaufentscheidung eine Orientierung sucht,  findet im Carbon Footprint kaum eine solide und fundierte Entscheidungsgrundlage. »weiter

  5. Der Carbon Footprint alleine steht nicht für nachhaltige Produktion und Verbrauch. Neben weiteren Umweltaspekten sind ökonomische und soziale Aspekte zu betrachten. »weiter

 

Weiterführende Informationen