Studien

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Studien zum Thema Kunststoff und Verwertung. Zusätzlich können Sie sich verfügbare Studienergebnisse oder -berichte herunterladen.

 

Ifeu-Institut (April 2010):
"PET Ökobilanz 2010"
Ökobilanzielle Untersuchung verschiedener Verpackungssysteme für kohlensäurehaltige Mineralwassser und Erfrischungsgetränke sowie stille Mineralwässer.

Mit Unterstützung der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung beauftragte die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen das ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH mit dieser Ökobilanz. Damit wollte IK vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über poltische Lenkungsmaßnahmen im Bereich der Getränkeverpackungen die aktuelle ökobilanzielle Position von PET Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen im Kontext des deutschen Getränkemarktes bestimmen lassen. Die Ziele waren, PET-Getränkeverpackungen mit anderen marktrelevanten Getränkeverpackungen ökologisch zu vergleichen und Verbesserungspotenziale für PET-Getränkeverpackungen zu evaluieren. Für eine Vergleichbarkeit gegenüber früheren Ökobilanzen wurden die Methodik und die Wirkungskategorien sowie deren Priorisierung übernommen. Ergänzend wurde der technologische Fortschritt in der gesamten Prozesskette (PET-Erzeugung, PET-Flaschenherstellung, Abfüllung, Distribution und Recycling) berücksichtigt.

Im Ergebnis zeigte sich, dass mittlerweile bei 81,3% des untersuchten Marktes von Mineralwässern und Erfrischungsgetränken bei PET-Einwegverpackungen eine ökologische Gleichwertigkeit zur Benchmark Glas Mehrweg vorliegt. Die anderen in der vorliegenden Studie untersuchten PET-Einwegflaschen zeigen sich gegenüber den jeweiligen Referenzsystemen nicht gleichwertig, sind allerdings mit 19,7% Anteil am betrachteten Gesamtmarkt nur von untergeordneter Bedeutung.

Eine Kurzfassung der Studie ist bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen formlos zu bestellen

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Ifeu/Öko-Institut (Januar 2010):
"Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft"

Eine Studie des Ifeu und Öko-Instituts im Auftrag von Umweltbundesamt (UBA), Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs- Wasser- und Rohstoff­wirtschaft (BDE) kommt u.a. zu den Ergebnissen,

  • dass insbesondere durch den Ausstieg aus der Deponierung unbehandelter Siedlungsabfälle die Emissionen klimaschädlicher Gase durch die Abfallwirtschaft in Deutschland seit 1990 bis 2006 um insgesamt rund 56 Millionen Tonnen gesenkt werden konnte. Dies entspreche in etwa den Emissionen von 7,7 Millionen PKW, fast 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge.
  • dass die in der Studie aufgezeigten Klimaschutz-Leistungen der Abfallwirtschaft nach Ansicht der Forscher noch deutlich gesteigert werden könnten. Weitere 10 Millionen Tonnen CO2 ließen sich bei erhöhter Wertstofferfassung, verbessertem Recycling und einer effizienteren energetischen Nutzung zusätzlich pro Jahr einsparen.Bis zum Jahr 2020 könne die Abfallwirtschaft mit rund 14 Prozent zur Erfüllung der geplanten CO2-Minderung beitragen.
  • dass die Einführung eines Deponieverbots für unbehandelte Abfälle in ganz Europa weitere 114 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen könnte.

»»Ifeu/Öko-Institut-Studie: "Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft"

»»UBA/BMU/BDE-Broschüre: "Recycling stoppt Treibhausgase"

 

Milieu Ltd, AmbienDura and FFact (7.12.2009)
Study on the feasibility of the establishment of a
Waste Implementation AgencyNeue Studie empfiehlt
EU-Agentur für Abfallrecht

Der kürzlich veröffentlichten Machbarkeitsstudie der EU-Kommission zufolge sollte zum Abbau von Defiziten bei der Anwendung und Durchsetzung des EU-Abfall­rechts eine eigene europäische Stelle geschaffen werden. Die Studie ist Teil einer Reihe von Initiativen zur Verbesserung der europäischen Abfallbewirtschaftung. Die empfohlene Ermittlungsstelle könnte laut der Autoren direkt bei der Kommission angesiedelt sein und selbst Kontrollen in den Mitgliedsstaaten durch­führen. Bisher könne sich die Kommission bei der Prüfung von Beschwerden nur auf die Angaben nationaler Behörden u.ä. stützen. Für die Umsetzung des Abfallrechts schlägt die Studie außerdem die Schaffung einer EU-Agentur vor, die u.a. auch Durchsetzungssysteme in den Mitgliedstaaten überprüfen sowie Kontroll- und Inspektionsaktivitäten koordinieren könnte. Auch die Fortbildung von Behördenmitar­beitern in den Mitgliedstaaten könnte ein Aufgabenfeld der Agentur sein.

Die jährlichen Kosten für die Umsetzung ihrer Empfehlungen veranschlagen die Autoren bei etwa 16 Millionen Euro plus Anlaufkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro in den ersten beiden Jahren. Wirtschaftliche Vorteile der Einrichtungen versprechen sie sich aus der Vermeidung von Sanierungskosten für illegale Entsorgungsaktivitäten oder technisch unzurei­chende Deponien. Darüber hinaus könnten Treibhausgasemissionen in Höhe von 200 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten eingespart werden.

»»Bericht zur Studie

 

Ökopol (Dezember 2009)
Handreichung für Kunststoffrecycler zur Umsetzung von REACh
(im Rahmendes Ufoplanvorhabens "REACh und Recycling)

Kunststoffrecycler sind grundsätzlich genauso wie Hersteller, Importeure und Anwender von Chemikalien nach der europäischen Chemikalienverordnung verpflichtet, die Sicherheit der von ihnen in Verkehr gebrachten Stoffe zu bewerten und die Informationsweitergabe in der Lieferkette zu gewährleisten. Doch sind die Pflichten nicht für alle Fälle gleich. Angesichts erheblicher Unklarheiten und Verunsicherungen, wie sich REACh auf das Kunststoffrecycling auswirkt, hatte das Umweltbundesamt gemeinsam mit Verbänden der Kunststoffindustrie und Unternehmen ein Forschungsvorhaben initiiert, das von dem Hamburger Institut Ökopol GmbH durchgeführt wurde. Der im Dezember 2009 vorgelegte Abschlussbericht stellt gleichzeitig eine Handreichung für Kunststoffrecycler dar, die Anforderungen aus der europäischen Chemikalienverordnung sachgerecht umzusetzen. Laut UBA ist sie in enger Abstimmung mit den zuständigen Bundesbehörden, Betreibern von Recyclinganlagen und Unternehmen, die Rezyklate einsetzen, entstanden.  Darin werden Recyclern Wege aufgezeigt, wie sie an Stoffinformationen gelangen, und anhand konkreter Beispiele die Dokumentation der gewonnenen Stoffinformationen und deren Weitergabe an Kunden demonstriert.

»»Abschlussbericht „REACh und Kunststoffrecycling“ (47 Seiten)

 

Witzenhausen-Institut (November 2009)
Aufbereitung und Verwertung kunststoffreicher Abfallströme und erhältlich

"Aufbereitung und Verwertung kunststoffreicher Abfallströme - Dokumentation und Bewertung der Ist-Situation" ist das Thema der Studie des Witzenhausen-Instituts für Abfall, Umwelt und Energie GmbH, Witzenhausen. Die Studie ist bei tecpol zum Preis von 330,- Euro zzgl. MWSt. zu erhalten.

»»Informationen zur Studie

umwelttechnik & ingenieure GmbH (November 2009)
EBS-Nutzung in EBS-Kraftwerken"

Die Studie "Situation der EBS-Nutzung in EBS-Kraftwerken in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Kunststoffanteile und Reflexion auf andere Länder" wurde von umwelttechnik & ingenieure GmbH, Hannover, erstellt. Auch hier war der Auftraggeber die tecpol GmbH. Die Studie ist bei tecpol zum Preis von 330,- Euro zzgl. MWSt. zu erhalten.

 »»Flyer zur Studie

Weitere Studien (z.B. Consultic-Studie) finden Sie hier.

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