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bvse warnt vor „Kunststoffsteuer“

Den Vorschlag von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger, eine Steuer auf Kunststoff zu erheben, wies bvse-Chef Eric Rehbock als „völlig falschen Ansatz“ zurück.

Medienberichten zufolge schlug Oettinger in Brüssel eine europaweite Kunststoffsteuer vor, so der Verband. bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock kritisierte den Vorstoß Oettingers als „einen umwelt- und industriepolitischen Rohrkrepierer“, der allenfalls dazu dienen könne, der Europäischen Union eine weitere Einnahmemöglichkeit zu verschaffen, um das Haushaltsloch in Folge des Brexits zu verkleinern. Rehbock warne auch davor, Kunststoffe zu verteufeln: „Diese Materialien sind für unsere Wirtschaft und für das alltägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar. Entscheidend ist, dass wir endlich beginnen, ernsthaft in eine strikte Kreislaufwirtschaft einzusteigen.“ Kunststoffprodukte, so Rehbock weiter, müssten schon bei der Produktentwicklung so konzipiert werden, dass sie recyclingfähig sind. Auch solle die kunststoffverarbeitende Industrie in Zukunft viel stärker als bisher Recyclate einsetzen. Die öffentliche Hand, aber auch die Bürgerinnen und Bürger könnten durch Nachfrage von Recyclingprodukten nach Ansicht des bvse ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Schließlich habe Rehbock in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass es immer noch kein Deponierungsverbot für Kunststoff-Abfälle gebe. Auch im neuen Kreislaufwirtschaftspaket der EU fänden sich wieder Schlupflöcher und zu lange Übergangsfristen.

Quellen:

  • recyclingmagazin.de (9.1.2018)
  • Foto: bvse