Deutsche Kunststoffproduktion rückläufig
Gemäß den Wirtschaftsdaten von PlasticsEurope Deutschland gab die Produktion von Kunststoffen in Deutschland im Jahr 2012 um 3,4 Prozent nach.

Gemäß den Wirtschaftsdaten von PlasticsEurope Deutschland gab die Produktion von Kunststoffen in Deutschland im Jahr 2012 um 3,4 Prozent nach.
Im Jahr 2012 sank die Kunststoffproduktion in Deutschland auf 19,5 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 3,4 Prozent entsprach. Auch der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr zurück, allerdings nur um 0,5 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. Der Export nahm dagegen leicht zu und zwar um 0,5 Prozent, während der Import um 0,4 Prozent erneut geringfügig sank. Für das Gesamtjahr 2013 rechnen die Kunststofferzeuger allerdings wieder mit einem Wachstum, das aus heutiger Sicht bei 1,5 Prozent liege.
Der neue Vorsitzende des Verbands Josef Ertl wies bei der Vorstellung der Daten im Rahmen der jährlichen Pressekonferenz am 16. Mai auf die hohen Beiträge von Kunststoffen zur Schonung von Ressourcen hin. Würden zum Beispiel Kunststoffverpackungen durch andere Materialien ersetzt, wäre die Masse der nötigen Verpackungen im Schnitt um einen Faktor 3,6 höher. Außerdem nähmen der Energieverbrauch um den Faktor 2,2 und die ausgestoßenen Treibhausgase um den Faktor 2,7 zu. Wer heute ökologisch und ökonomisch sinnvoll handeln wolle, käme an Kunststoffen nicht vorbei, so Ertl, der auch auf die Erfolge im Umgang mit den Abfällen hinwies. Dass 99 Prozent der im Jahr 2011 angefallenen 5,4 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle stofflich oder energetisch verwertet worden seien, mache exemplarisch deutlich, wie ernst die Kunststoffindutrie ihre Produktverantwortung nähme.
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An der Spitze des Verbands der Kunststofferzeuger in Deutschland gab es einen Wechsel: Dr. Josef Ertl folgt auf Dr. Wolfgang Hapke.
Am 16. Mai wählte die Mitgliederversammlung des Kunststofferzeugerverbands PlasticsEurope Deutschland e.V. Dr. Josef Ertl zum neuen Vorsitzenden. Ertl ist Geschäftsführer der Vinnolit GmbH und Co.KG, eines der führenden PVC-Rohstoffherstellers Europas. Als Vorsitzender des Verbandes folgt er auf Dr. Wolfgang Hapke, der dieses Amt für zwei Jahre innehatte. Ertl erklärte bei der Amtsübernahme, er freue sich sehr auf die herausfordernde Aufgabe in einer spannenden Zeit mit wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft der Kunststoffindustrie. Bereits seit Jahresbeginn ist Ertl turnusgemäß Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK).
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Das BMELV fördert derzeit die Etablierung einer Beratungsstelle, die sich mit Fragen des Recyclings und der Verwertung von Produkten aus biobasierten Polymeren befasst.
Das BMELV, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, nutzt dazu seinen Projektträger FNR, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., laut der die Beratungsstelle bereits im laufenden Monat Mai bei der Knoten Weimar GmbH ihre Arbeit aufnehmen soll. Hintergrund des Projekts ist die angenommene Zunahme solcher Produkte in der Zukunft, die derzeit im Stoffstrom eine noch eher untergeordnete Rolle spielen. Chemisch gleichartige Kunststoffe wie biobasiertes PET oder PE seien an dieser Stelle auch kein Problem, da sie sich in die bewährten Verwertungskreisläufe integrieren ließen. Neuere Kunststoffe wie PLA oder Stärkeblends könnten dagegen etablierte Recyclingprozesse empfindlich stören. Den verschiedenden Interessengruppen vom Hersteller über den Verwerter bis hin zum Anwender eines Rezyklats soll mit der neu geschaffenen Beratungsstelle ab sofort ein kompetenter Ansprechpartner für solche Fragestellungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollen mit der Einrichtung weitergehende Informationen und Handlunsgempfehlungen erarbeitet werden.
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Der GKV legte gemeinsam mit mehreren Wirtschaftsverbänden ein Eckpunktepapier vor, um eine Finanzierung der Energiewende über den Bundeshaushalt zu erreichen.
Hintergrund der Initiative sei die ständig steigende Belastung der Wirtschaft durch explodierende Stromkosten. Die Zusage der Bundesregierung aus dem Jahr 2011, die Belastung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dürfe nicht über 3,5 Cent pro Kilowattstunde steigen, sei längst überholt, Bundesumweltminister Peter Altmaier rechne für nächstes Jahr gar mit einer Erhöhung auf 7 Cent. Hier müssten Bund und Länder dringend handeln, seien sich die Wirtschaftsverbände einig und legten nun ein gemeinsames Eckpunktepapier vor. Darin fordern sie, die EEG-Umlage durch eine Haushaltsfinanzierung zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu erhalten. Im jährlichen Haushaltsbudget eingestellt wären die Kosten transparent und kalkulierbar, ohne dass dem Bürger Mehrkosten entstünden.
Der Zusammenschluss der Verbände der deutschen Gießerei-Industrie, der keramischen Industrie, der Textil- und Modeindustrie, der Kunststoff verarbeitenden Industrie, der Kali- und Salzindustrie sowie des Markenverbandes und des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung repräsentiert nach eigenen Angaben über 10.000 Unternehmen mit mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten. Das gemeinsame Eckpunktepapier enthalte auch einen Vorschlag zur Absenkung der Stromkosten, ohne den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu gefährden. Allerdings müsse auch über ein neues Fördersystem nachgedacht werden.
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Während in Deutschland Überkapazitäten bestehen, fehlen in anderen europäischen Ländern Abfallverbrennungsanlagen. Erste deutsche Anlagen nehmen auch ausländischen Abfall an.
Wie das Recyclingmagazin berichtet, hat die Stadtreinigung Hamburg in der Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor vor Kurzem begonnen, neben Hausmüll aus der Umgebung auch solchen aus Großbritannien zu verbrennen. Das Beispiel könnte Schule machen angesichts der in Deutschland bekanntermaßen bestehenden Überkapazitäten. Andernorts wird noch kaum Abfall verbrannt, sondern immer noch im großen Stil deponiert. Holger Alwast, Leiter des Bereichs Abfall und Sekundärrohstoffe beim Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos (Bild) stellte auf dem Kasseler Abfall- und Bioenergieforum im April zwei Szenarien für die Weiterentwicklung der Verbrennungskapazitäten in Europa vor. Im unteren Szenario, bei dem die Analysten davon ausgehen, dass die Fristen und Ziele der EU-Deponierichtlinie nicht überall erreicht werden, würden in den Ländern, die derzeit primär recyceln und verbrennen, die Verbrennungskapazitäten bis 2020 um etwa 4 Prozent zunehmen und in Ländern, die überwiegend deponieren, um 88 Prozent. Beim oberen Szenario, das die Einhaltung der europäischen Vorgaben annimmt, würden die Kapazitäten gegenüber dem Jahr 2012 um rund ein Drittel zunehmen. Auch für Deutschland rechnet Alwast mit weiteren Überkapazitäten. Hier sei über eine "Rückführung von Verbrennungskapazitäten bei den bestehenden Anlagen zu diskutieren", meint der Abfallexperte von Prognos.
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Die Diskussion um die Wertstofftonne hat Pause - zumindest bis nach der Bundestagswahl. In der Praxis probieren Kommunen weiterhin verschiedene Varianten aus, um für die verbindliche Einführung im Jahr 2015 gerüstet sein.
So hält man im Neckar-Odenwald-Kreis weiterhin am eigenwilligen Pilotprojekt "Restmüllfreie Abfallwirtschaft" fest, das nach der Gemeinde Rosenberg im Jahr 2010 nun Anfang April auch in Hardheim an den Start ging. Dazu stellt die kommunale Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWN) des Kreises jedem Grundstück nur eine "Trockene Wertstofftonne" (TWT) und eine "Bionergietonne" (BET) zur Verfügung. Die ersten Sammelergebnisse fielen laut AWN positiv aus. Das System mit den einfachen Trennkriterien "nass - trocken" sei einfach zu verstehen und gut umzusetzen. Eine Bürgerbefragung im Jahr 2011 habe bereits ergeben, dass 93 Prozent der Bürger mit dem neuen System zufrieden seien. Eine mögliche bundesweit einheitliche Wertstofftonne in privater Hand sieht der Kreis als Gefahr für sein Modell, dass mehr und ein breiteres Spektrum an Wertstoffen zum Ergebnis hätte als die geplante Wertstofftonne.
In Ludwigshafen will dagegen der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) ab September das "klassische" Modell der Wertstofftonne bei 2.500 Haushalten testen, womit zusätzlich stoffgleiche Nichtverpackungen aus Kunststoff und Metall gesammelt werden sollen. Bis Ende 2014 soll klar sein, ob sie dann flächendeckend in der ganzen Stadt eingeführt werden soll. Eine flächendeckende Einführung will die Stadt Bielefeld bereits ab 2014 hinbekommen. Mit den dualen Systemen soll bereits die Aufgabe der Sammlung von Leichtverpackungen mit gelben Säcken und die gegenseitige Mitbenutzung der künftigen Wertstofftonne vereinbart sein. Der Stadt stehen dann 20 Prozent und den dualen Systemen 80 Prozent des Inhalts zu. Bis Ende 2013 müssten nun 79.000 Wertstofftonnen beschafft und aufgestellt werden.
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Bis zu 83 Prozent recycelten Kunststoff enthalten zwei neue Stifte der Marke STABILO enthalten, die damit ihre "grüne Produktlinie" erweitert.
Mit einem Textmarker und einem Pointball-Kugelschreiber erweitert die Traditionsmarke STABILO ihre grüne Produktlinie. Der Textmarker soll nach Angaben des Unternehmens zu 83 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen und einfach nachzufüllen sein. Als zweite Neuerung unter dem Label "Green" präsentiert die Familienfirma einen Kugelschreiber, der zu 79 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen soll und ebenfalls mit Nachfüllpatronen weiter genutzt werden könne. Damit könne man bei Produktion der "Green-Familie" fast vollständig auf Neuware verzichten. Eine Studie zu den ökologischen Auswirkungen eines Stiftes während seines gesamten Lebensweges habe ergeben, dass der Materialverbrauch mit 90,45 Prozent zu Buche schlage, während die Beiträge der Produktion mit 6,62 Prozent, des Transports mit 3,66 Prozent und der Entsorgung mit 0,27 Prozent beziffert werden.
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Die Kostenexplosionen bei der EEG-Umlage treffen die mittelständischen Verpackungshersteller besonders hart. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zur Strompreisbremse befürchtet der IK nun einen Kollaps, wenn nichts dagegen unternommen wird.
Nachdem die Verhandlungen zwischen Bundesregierung und den Bundesländern zur Strompreisbremse als gescheitert erklärt wurden, erwarte die Bundesregierung zum 1. Januar 2014 einen Anstieg der Umlage auf mindestens 7 Cent pro Kilowattstunde. Dies würde eine Kostenverdoppelung innerhalb von nur zwei Jahren bedeuten, weist die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen darauf hin. Nach Einschätzung des Verbands drohe damit dem Industriestandort Deutschland ein "Kollaps mit fatalen Folgen für die Arbeitssituation und die Wirtschaft insgesamt". Durch die hohen Stromkosten seien die mittelständischen Kunststoffverarbeiter in Deutschland schon jetzt im internationalen Wettbewerb benachteiligt. Die Entwicklung mit Aussicht auf weitere Kostensteigerungen müsse umgehend gestoppt werden. Industrielle wie private Endverbraucher seien mit der ausschließlichen Finanzierung der EEG-Umlage über den Strompreis überfordert, über eine Finanzierung im Rahmen des Bundeshaushaltes müsse nachgedacht werden. Auch sollte die Förderung der erneuerbaren Energien nach Ansicht der IK völlig neu ausgerichtet werden. Anstelle von langjährigen Renditegarantien werde für einen nachhaltigen Erfolg der Energiewende eine marktgerechte Stromproduktion unter Einbeziehung wettbewerblicher Strukturen benötigt.
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Der österreichische PE-Recycler Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH nutzt die Abwärme eines benachbarten Bio-Gaswerks für die eigene Produktion und erreicht damit eine weitere Ressourcenschonung.
Das in Wildon, Österreich gelegene Unternehmen Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH sei ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, den Produktionsprozess noch ressourcenschonender zu gestalten, betont Geschäftsführer Reinhard Intemann. Die Nutzung der Abwärme des Nachbarbetriebs sei dazu ein wesentlicher Schritt. Damit spare das Unternehmen jährlich rund 250.000 Liter Heizöl ein. Bei Ecoplast werde die im Produktionsprozess des Bio-Gaswerks entstehende Abwärme zur Trocknung gewaschener PE-Folien eingesetzt.
Mehr Infos: www.ecoplast.com
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Beim Fachpressetag von PlasticsEurope Deutschland Ende April kamen neben Themen des Verbraucherschutzes auch solche der Abfallverwertung und Ressourceneffizienz zur Sprache. Wie Kunststoffe zur Ressourceneffizienz beitragen, machte Nicole Seidl von BASF SE deutlich.
Die Knappheit von Ressourcen werde die Menschheit zunehmend beschäftigen, davon ist auch Nicole Seidl, BASF SE, überzeugt. Im Hinblick auf das starke Bevölkerungswachstum müssten Ressourcen effizient genutzt werden, wobei sie unter Ressourceneffizienz "die nachhaltige Nutzung global begrenzter Ressourcen bei gleichzeitiger Minimierung von negativen Umwelteinflüssen" verstehe. Kunststoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Seidl wie auch weitere Experten von PlasticsEurope sowie Mitgliedsfirmen zeigten auf, wie Kunststoffe zur Verminderung des Ressourcenverbrauchs beitragen: in Leichtbaustrukturen im Automobilsektor, als Filtermembranen in der Wasseraufbereitung oder auch als Gebäudedämmung. Bei der Produktion von Energie tragen Kunststoffe in Windrädern oder Solarzellen zur Vermeidung von Emissionen bzw. zum Klimaschutz bei. Die Betrachtung der gesamten Lebenswege von Kunststoffprodukten mache deutlich, dass die größte Ressourcenproduktivität häufig in der Gebrauchsphase liege. Hinsichtlich der Verwertung von Kunststoffen machten die Zahlen der aktuellen Consultic-Erhebung deutlich, dass in Deutschland Kunststoffabfälle nahezu komplett in eine Verwertung gelangen: 42 Prozent der 5,45 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle im Jahr 2011 wurden werkstofflich und 56 Prozent energetisch verwertet.
Mehr Infos: www.plasticseurope.org
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2012 war ein Recycling-Rekordjahr für das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Industrie VinylPlus. Mit 362.076 Tonnen recyceltem PVC sei man auf einem guten Weg, das Ziel des Programms von 800.000 pro Jahr bis 2020 zu erreichen.
"Recyceltes PVC", das bedeutet laut VinylPlus indessen nicht mehr nur, dass Post-Consumer-PVC erfasst würden, sondern auch bestimmte Sorten von Post-Industrial-PVC und PVC-Abfälle aus Verpackungen, Elektrogeräten und Autos. Auch würden derzeit neue Technologien evaluiert, um schwieriger zu behandelndes PVC zu recyceln. VinyPlus berichtete vergangene Woche auf dem Vinyl-Nachhaltigkeitsforum in Istanbul auch von Bemühungen, das Problem mit Beschränkungen unterliegenden Chemikalien zu lösen, die in recyceltem PVC vorhanden sind. So sei man auf einem guten Weg, Blei als Stabilisator in PVC-Produkten bis zum Jahr 2015 vollständig zu ersetzen. Für 2012 konnte VinylPlus bei der Verwendung von Blei in der EU-27 bereits eine Reduktion von 76,3 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2007 verzeichnen. Weitere Themen, mit denen sich VinylPlus-Arbeitsgruppen beschäftigten, seien die Nutzung von erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen, die Verwendung von nachhaltigeren Additiven und die Verringerung des ökologischen Fußabdruckes der PVC-Produktion.
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Die LKR Recyclate Lohner Kunststoffrecycling GmbH in Vechta baut weiter ihre Kapazitäten aus. Nach Angaben des Unternehmens verfügt es jetzt über eine Jahreskapazität von 48.000 Tonnen.
Erst vor knapp drei Jahren hatte die LKR Recyclate ihre Verarbeitungskapazitäten beträchtlich erweitert. Nun kam eine zweite Produktionshalle mit einer Größe von ca. 1.000 m2 hinzu, so dass eine neu installierte Aufbereitungslinie in Betrieb genommen werden konnte. Laut LKR ist sie speziell auf die Aufbereitung von verschmutzten Post-Industrial-Qualitäten und auf Verbundtrennung ausgelegt. Neben der klassischen Aufbereitung von Produktionsresten sei das Unternehmen nun in der Lage, auch verschmutzte Kunststoffqualitäten aufzubereiten, wie sie etwa bei Entsorgern anfielen, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Hendrik Wilming. Darüber hinaus wurde eine neue 1.500 m2 große Logistikhalle in Betrieb genommen.
Der Kunststoffrecycling-Spezialist LKR Recyclate beschäftigt am Standort in Vechta zur Zeit ca. 100 Mitarbeiter. Die Aufbereitungskapazität beträgt nun insgesamt ca. 48.000 Jahrestonnen.
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Der europäische Verband der Kunststoffrecycler Plastics Recyclers Europe kündigt mit "RecyClass" ein neues Tool an, das Designern bei der Entwicklung besser zu recycelnder Verpackungen helfen soll.
Nach Ansicht von Plastics Recyclers Europe steht das heutige Design von Kunststoffverpackungen den EU-Recyclingzielen noch gewaltig im Wege. Um Verpackungsentwicklern ein handhabbares Instrument zur Überprüfung der Recyclingfähigkeit einer Kunststoffverpackung an die Hand zu geben, entwickele der Verband ein einfaches allgemeines Klassifizierungssystem mit dem Namen "RecyClass". Dies umfasse eine Skala von A - G, die mit der siebenstufigen Skala der EU-Energieeffizienzklassen vergleichbar sei. Ein erster Entwurf des neuen Modells sei inzwischen von verschiedenen technischen Instituten in mehreren EU-Staaten getestet worden. Im Rahmen der Interpack im Mai 2014 soll die RecyClass-Methodik vorgestellt werden.
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Pfand auf Getränkeverpackungen wird es in der Schweiz auch künftig nicht geben. Das als Maßnahme gegen Littering vorgeschlagene Pflichtpfand lehnte kürzlich der Schweizer Nationalrat mit deutlicher Mehrheit ab.
Die Initiative des Nationalrats Alois Gmür zielte auf ein Pfand auf Getränkeverpackungen aus Glas, Aluminium und PET. Mit einer Mehrheit von 90 gegenüber 58 Stimmen stimmte der Schweizer Nationalrat nun gegen diesen Antrag. Ein Pfand hätte das Litteringproblem auch nicht gelöst, zitiert Euwid den liberalen Nationalrat Christian Wasserfallen, denn nur 17 Prozent der Gegenstände in der Landschaft wären vom Pfandsystem betroffen gewesen. Ein Kostenvergleich spricht gegen das teurere Pfandsystem: Während das jährliche Littering einen Kostenaufwand von insgesamt 150 Millionen Franken zuzüglich 50 Millionen Franken für allgemeinen Reinigungsaufwand mit sich bringe, würden die Systemkosten bei der Einführung eines Pflichtpfands laut Wasserfallen bei etwa 250 Millionen Franken liegen. Dabei werde von etwa 2,89 Milliarden Getränkeverpackungen ausgegangen, die laut Schätzung des Bundesamts für Umwelt einem Pfand unterstehen würden. Die drei Schweizer Recyclingorganisationen Swiss Recycling, PET-Recycling Schweiz und Igora begrüßen das Nein zum Pfand. Bei einem Wechsel, nach dem nur noch der Handel für die Rücknahme zuständig geworden wäre, wären die Sammelstellen von heute 65.000 auf 6.000 gesunken.
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Die jüngste verbandsinterne Umfrage des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) zeigt einen negativen Trend für das laufende Jahr. Bereits 2012 schätzten die Mitglieder als "nicht sonderlich gut" ein.
Der bvse-Präsident Bernhard Reiling (Bild) konnte bei der Vorstellung der Ergebnisse der jüngsten Jahresumfrage bei den eigenen Mitgliedern kürzlich in Bonn nicht viel Positives berichten. Nach einem mäßigen Jahr 2012 seien die Aussichten für das laufenden Jahr auch nicht positiv, denn alle Indikatoren weisen einen eher negativen Trend auf. Besonders kritisch sei der Rückgang der Investitionsquote, die nach 7 Prozent in 2012 und 7,5 Prozent in 2011 nun bei 5,5 Prozent gesehen werde. Dies könne nach Einschätzung Reilings an die Substanz der Unternehmen gehen und wieder verstärkt zu Kapazitätsabbau und sogar zu Insolvenzen führen. Bereits im letzten Jahr stagnierten laut der Umfrage die Erfassungsmengen an Wertstoffen, auch bei Kunststoffen, oder gingen sogar zurück. Das Umsatzplus habe 2012 gerade noch ein Prozent betragen, nachdem es 2011 noch 8,5 Prozent waren. Die Aussichten für 2013 seien noch schlechter, es drohe ein Beschäftigungsrückgang von zwei Prozent. Als Ursachen sehen die bvse-Mitglieder neben der deutlich schwächer gewordenen Konjunktur auch die Unsicherheit, die die Verabschiedung und der Vollzug des Kreislaufwirtschaftsgesetz mit sich gebracht haben. 79 Prozent der Befragten sehen darin einen Rückschritt.
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Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert wieder besonders nachhaltig agierende Unternehmen sowie Städte und Gemeinden. Ein neuer Sonderpreis 'Ressourceneffizienz' würdigt vorbildliches unternehmerisches Engagement bei Recycling, Rohstoff- und Ressourcenmanagement.
Bewerbungen können bis zum 15. Mai 2013 eingereicht werden. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland ansässige Unternehmen jeder Größe. Einreichungen können sich auf das gesamte Unternehmen oder auf einzelne Produkte/Dienstleistungen beziehen. Mit dem neuen Sonderpreis 'Ressourceneffizienz' werden erstmals Unternehmen prämiert, die durchgängig erfolgreich Maßnahmen zur Ressourcenschonung, Rohstoff- und Energieeffizienz sowie innovative Recycling- und Kreislaufkonzepte etabliert haben. Träger der Auszeichnung ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. (Düsseldorf). Eine Jury mit Experten aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft entscheidet über die Nominierten und Gewinner.
Mehr Infos: www.nachhaltigkeitspreis.de
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Das Mainzer Recyclingunternehmen TerraCycle startete gemeinsam mit dem Hersteller von Zahnpflegeprodukten Colgate zum 1. April 2013 ein Programm zur Sammlung gebrauchter Kunststoffzahnbürsten, leerer Zahnpastatuben oder Zahnseidedosen.
Die gesammelten Kunststoffabfälle gehen in die Herstellung neuer Produkte wie Parkbänke oder Gießkannen, so TerraCycle. „Zahnbürsten sind zwar kein Problemmüll, doch bisher gab es keine Möglichkeit sie nachhaltig zu entsorgen. Mit dem Recycling-Programm von Colgate gelingt es uns erstmals, Zahnpflege-Abfälle als Rohstoffquellen für neue Plastikprodukte zu erschließen und sicherzustellen, dass das eingesammelte Material zu hundert Prozent einem stofflichem Recycling zugeführt wird“, erläutert Wolfram Schnelle, Geschäftsführer von TerraCycle Deutschland. Damit das System funktioniere, müssten die Verbraucher mitmachen. Sie sollen die Zahnpflegeabfälle sammeln und an TerraCycle schicken. Colgate spende pro recycelter Bürste oder Verpackung 2 Cent an gemeinnützige Organisationen nach Wahl derjenigen, die gesammelt haben. Auf der Webseite von TerraCycle kann man sich kostenlos anmelden und an dem Recycling-Programm teilnehmen.
Mehr Infos: www.terracycle.de, www.colgate.de
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In der aktuellen Konjunkturtrend-Umfrage des IK für das zweite Quartal 2013 zeigen sich die Mitglieder optimistischer und geben gegenüber der Prognose für das erste Quartal des Jahres gesteigerte Erwartungen an.
Nur noch 2,5 Prozent der Befragten stufen mittlerweile die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland als „schlecht" ein, wie IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn erklärte. Kelterborn hob hervor, dass sich die in der vierteljährlichen Umfrage erfasste Eigeneinschätzung der Kunststoffverpackungsindustrie zunehmend parallel zur Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage entwickle. Fast 90 Prozent der Unternehmen erwarteten im zweiten Quartal des Jahres auch für das eigene Unternehmen einen zumindest gleichbleibenden oder sogar höheren Umsatz. Begleitet werde dies von verbesserten Exportaussichten. Das deutet laut Kelterborn auf eine weitere Stabilisierung der Kunststoffverpackungsunternehmen hin.
Bei der Ertragserwartung rechneten aber immerhin ein Fünftel der Befragten trotz der steigenden Erlöse weiterhin mit fallenden Ergebnissen. Die Ertragslage des Branchenzweigs sei insgesamt nach wie vor unbefriedigend, betonte Kelterborn. Die gewachsene Belastung durch die Energiekosten könnte die Ertragssituation in diesem Jahr nochmals verschlechtern, so die Befürchtung.
Mehr Infos: www.kunststoffverpackungen.de
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Die Berliner Dauerausstellung mit dem Titel „Mehr Wege für Visionen“ will über Kunststoffe informieren sowie Erwachsenen und Kindern konkrete Tipps zur Abfallvermeidung im Alltag geben. Die Besucher sind aufgerufen, aktiv an der Wissensverbreitung mitzuarbeiten, betont der Veranstalter LIFE e.V..
Die Ausstellung, die am 22. April in Berlin-Mitte eröffnet wird, soll auf den weltweit massenhaften Konsum von Kunststofftüten und Verpackungen und ihre Folgen aufmerksam machen. Als Besonderheit können Besucher die Stationen der Ausstellung mit eigenen Ideen, Fotos, Tipps und Erfahrungen zur Müllvermeidung erweitern und diese an andere Besucher weitergeben. Damit setze LIFE auf das Prinzip des Crowdsourcing. Neben Hintergründen zu Kunststoffen und ihren Auswirkungen liege der Schwerpunkt auf der Abfallvermeidung. Anhand eines Experiments können die Besucher zudem lernen, die verschiedenen Kunststoffarten zu unterscheiden.
Mehr Infos: www.life-online.de
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Gemessen an der Lizenzmenge von rund 700.000 Tonnen wurden etwa 56 Prozent (2010: 54,5 Prozent) der Kunststoff-Abfälle aus der Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) im Jahr 2011 werkstofflich verwertet.
Das geht aus den von den Bundesländern kürzlich ausgewerteten Mengenstromnachweisen der Dualen Systeme hervor. Die insgesamt (stofflich und energetisch) verwertete Menge an Kunststoffabfällen lag den Angaben zufolge bei 1.021.882 Tonnen und die Gesamtverwertungsquote gemessen an der Lizenzmenge damit bei 145 Prozent. Grund hierfür ist die Verwertung von nicht lizenzierten Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen, die über das Duale System mit entsorgt wurden. Insgesamt rund 2,4 Millionen Tonnen LVP (Weißblech, Aluminium, Verbunde, Kunststoff) wurden 2011 über Gelbe Tonnen, Gelbe Säcke, Wertstofftonnen und Wertstoffhöfe eingesammelt. Mit einer Recyclingquote von knapp 38 Prozent wurde die von der Verpackungsverordnung vorgeschriebene Recyclingquote für LVP (36 Prozent) übertroffen.
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Mit Unverständnis reagiert der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) auf die aktuellen öffentlichen Attacken auf die Tragetasche aus Kunststoff.
Weder nachvollziehbar noch sachgerecht seien die in Verbindung mit der Diskussion über die Verschmutzung der Meere mit Abfällen vorgebrachten Angriffe des Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, und der Partei Bündnis 90 / Die Grünen auf die Kunststoff-Tragetasche, so GKV-Geschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt.
Flasbarth hatte vergangene Woche am Rande der Konferenz der Europäischen Kommission, des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes zur Verschmutzung der Meere mit Abfällen in Berlin erklärt: „Es gibt gerade in Bekleidungsgeschäften, Drogeriemärkten und Kaufhäusern keine Bezahlpflicht, daher empfehlen wir, dass diese Tüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden". Die Grünen fordern begleitend eine grundsätzliche Zwangsabgabe von 22 Cent pro Tüte.
Für Möllenstädt verdeutlichte eine Vielzahl von Beiträgen während der Berliner Konferenz zur Verschmutzung der Meere, dass sich die Zusammensetzung der Abfälle in den verschiedenen Meeren erheblich voneinander unterscheidet. Er betont: „Nichts deutet darauf hin, dass in Deutschland substantielle Anteile des Abfalleintrags auf die Verwendung von Tragetaschen aus Kunststoff zurückzuführen sind." Herr Flasbarth gefährde mit symbolhaften Einlassungen die begonnene sachbezogene und konstruktive Debatte über die Verminderung des Abfalleintrags in die Meere. Zudem verfüge Deutschland über ein im internationalen Vergleich hervorragend funktionierendes Sammel- und Verwertungssystem. Die Tragetasche aus Kunststoff sei gut rezyklierbar und substituiere teilweise Beutel in anderen Anwendungen, wie etwa Abfallbeutel.
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Nach vorläufigen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat lieferten die 27 EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2012 rund 3,358 Millionen Tonnen „Abfälle, Schnitzel und Bruch von Kunststoffen“ im Wert von 1,07 Milliarden Euro in Drittländer.
Das entspreche in etwa den Mengen der Vorjahre (2011: 3,365 Millionen Tonnen; 2010: 3,373 Millionen Tonnen). Die Exporte gingen nach Angaben der Statistik-Behörde fast sämtlich nach Süd-, Südost- und vor allem Ostasien. Knapp 87 Prozent der EU-Altkunststoffexporte hatten wie im Vorjahr China sowie die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong zum Ziel. Eine steigende Tendenz zeige die Statistik für die Ausfuhren nach Indien.
Verglichen mit den Exporten sind die Einfuhren an Altkunststoffen in die EU laut Eurostat minimal. Insgesamt wurden 2012 nur rund 399.000 Tonnen Kunststoffabfälle in die 27 Mitgliedstaaten importiert (2011: 412.000 Tonnen). Wichtigstes Lieferland für Altkunststoffe in die EU ist mit Abstand Norwegen (229.000 Tonnen), gefolgt von der Schweiz (100.000 Tonnen). Länder außerhalb Europas spielen den von Eurostat genannten Zahlen zufolge nahezu keine Rolle für die Versorgung der europäischen Recycler.
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Rund 200 internationale Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft sowie Umwelt- und Industrieverbänden nahmen an der dreitägigen Fachkonferenz zum Thema Meeresmüll teil, zu der das Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt (UBA) und die EU-Kommission eingeladen hatten.
Die Ergebnisse der Konferenz sollen laut UBA in regionale Aktionspläne der europäischen Meeresregionen – Nordostatlantik, Ostsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer – einfließen. Im Vordergrund standen dabei auch Maßnahmen zur Verbesserung der Abfallwirtschaft sowie zu Getrenntsammlung und Recycling.
Insgesamt werde die Menge des in den Weltmeeren treibenden Abfalls auf über 100 Millionen Tonnen geschätzt. Jedes Jahr kämen weitere 10 Millionen Tonnen hinzu, so das UBA weiter. Den mit Abstand größten Anteil machten Abfälle aus Fischerei und Schifffahrt sowie Verpackungsmaterialien aus, ein Großteil davon Kunststoffe. Gegen-Maßnahmen sollen nun primär an den Eintragsquellen greifen. Gelöst werden müsse das Problem sowohl see- als auch landseitig. Ansatzpunkte seien das Abfallmanagement auf Schiffen und in den Häfen sowie die Hafengebühren. Das in der Ostsee erfolgreich praktizierte "No-special-fee-system", bei dem Häfen automatisch die Entsorgungsgebühren erfassen, könne auf andere Meeresregionen wie die Nordsee übertragen werden. Reinigungsmaßnahmen, wie das in Deutschland von Fischern praktizierte „Fishing for Litter“ sowie eine Sensibilisierung der Schiffsbesatzungen für das Thema sollen zusätzlich helfen. Schließlich seien staatliche Vorgaben und Regelungen ebenso erforderlich, wie die Mitwirkung aller Akteure als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Abfallwirtschaft sowie zu Getrenntsammlung und Recycling.
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Die Sammlung von Verpackungsabfällen funktioniert zuverlässig. So lautet die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter Bezug auf einen Bericht des Bundeskartellamts zu den dualen Systemen.
Demzufolge seien im Jahre 2009 rund 43 Prozent der im Rahmen des dualen Systems gesammelten Kunststoffe einer werkstofflichen Verwertung und rund 38 Prozent einer energetischen Verwertung zugeführt worden. Seit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung und der Einrichtung von dualen Systemen hätten sich die Verwertungskapazitäten und die Verwertungsraten signifikant erhöht und teilweise vervielfacht, heißt es in der Vorlage weiter. Ein im Jahr 2012 im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführtes Forschungsvorhaben zur Fortentwicklung der Verwertungsquoten für Wertstoffe sei allerdings zu der Einschätzung gelangt, dass die Quotenanforderungen modifiziert werden sollten, um zusätzliche Anreize für weitere Anstrengungen zu setzen. Die Bundesregierung weise ferner darauf hin, dass Innovationen und der Wettbewerb bei der Entsorgung in den vergangenen Jahren zu sinkenden Kosten und damit zu zunehmender Effizienz geführt hätten. Die aus der Europäischen Verpackungsrichtlinie übernommenen Zielvorgaben zu Verwertung und Recycling würden in Deutschland seit vielen Jahren deutlich übertroffen. „Im Jahr 2010 lag die Gesamtverwertungsquote für Verpackungsabfälle bei 84 Prozent“, so die Bundesregierung.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte in ihrer Anfrage moniert, dass Anbieter dualer Systeme nur begrenzt und wenig aussagekräftige Daten zur Verfügung stellten und von der Bundesregierung entsprechende Angaben angefordert.
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Um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun knapp 11,2 Milliarden Euro stieg der Nettoumsatz weltweit im Jahr 2012, meldet Tetra Pak.
Der weltweit führende Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen für Nahrungsmittel und Getränke mit dem Schwerpunkt auf Verbundkartons berichtet über „solides Wachstum" für Verpackungen in Süd- und Südostasien, Mittel- und Südamerika, den USA, Osteuropa und Zentralasien. Ausgehend von niedrigen Niveaus habe das Unternehmen in Nahost und in Afrika sogar Zuwächse im zweistelligen Bereich realisieren können. Insgesamt erzielte Tetra Pak nach eigenen Angaben mit Verpackungen 9,87 Milliarden Euro (+4,2 Prozent), mit Verarbeitungslösungen (Maschinen und Geräte) 1,29 Milliarden Euro (+5,2 Prozent).
Dennis Jönsson, Präsident und CEO von Tetra Pak erläutert: „Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor angespannt. Die Wachstumskurve verläuft weniger steil als zuvor, vor allem in China und Brasilien, unseren am schnellsten wachsenden Märkten. Im Laufe des letzten Jahres mussten wir einige harte Entscheidungen treffen, um weiterhin in die Entwicklung neuer Produkte, Services und Standorte investieren zu können und den Erfolg unserer Kunden, Händler und Lieferanten in den kommenden Jahren zu unterstützen“. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben unter anderem 45 Millionen Euro in Singapur und 25 Millionen Euro in der Türkei, zudem wurde in Finnland ein neues Werk gebaut. In Deutschland ist der Absatz des Unternehmens seit dem Jahr 2004 rückläufig. Hierzulande erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2012 mit rund 770 Mitarbeitern einen Umsatz von 445 Millionen Euro. Die Schließung des Berliner Werkes werde daher derzeit erwogen.
Quellen:
Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), die die Anliegen der deutschen Kunststofferzeuger, -verarbeiter und -maschinenbauer vertritt, formuliert ihre Position zum Grünbuch der EU-Kommission. Sie sieht vor allem die Unterschiede im Abfallmanagement der einzelnen EU-Staaten sowie die positiven Beiträge von Kunststoff zu Ressourceneffizienz und Klimaschutz zu wenig berücksichtigt.
In ihrer Stellungnahme zum “Grünbuch zu einer europäischen Strategie für Kunststoffabfälle in der Umwelt” betont die WVK, dass sie grundsätzlich Maßnahmen zur Nutzung von Ressourceneffizienzpotenzialen und das Anliegen der Europäischen Kommission unterstützt, eine Verbesserung des Abfallmanagements in Europa anzustreben und dadurch auch die Verwertung von Kunststoffabfällen zu stärken. Die Vereinigung kritisiert die Fokussierung des Grünbuchs auf die Abfallphase von Kunststoff, die die positven Effekte des Einsatzes von Kunststofferzeugnissen konterkariere und verweist auf die bedeutenden Beiträge, die Kunststoffe in der Nutzenphase zu Ressourceneffizienz und Klimaschutz leisten sowie darauf, dass Kunststoffabfälle in Deutschland zu 99 Prozent verwertet werden. Aus Sicht der Kunststoffindustrie sollte die EU-Kommission eine europaweit einheitliche Umsetzung der vorhandenen Instrumente und Maßnahmenprogramme vorantreiben. Die ausreichend vorhandenen gesetzlichen Regelungen im Stoffrecht und Abfallbereich müssen in den Mitgliedsstaaten jeweils national umgesetzt und vollzogen werden, so die WVK.
Zu den Gründungsmitgliedern der WVK, die sich im Jahr 2009 konstituierte, zählt auch die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung.
Weitere Informationen: WVK-Stellungnahme als PDF-Download
Quelle:
Für die Entwicklung des neuartigen Verfahrens „recycled resource“ und des Recyclingkunststoffs "Procylen" erhält die Interseroh Dienstleistungs GmbH (Köln) den diesjährigen Industriepreis der „Initiative Mittelstand“.
Das in der Kategorie Service und Dienstleistungen prämierte Verfahren erlaubt nach Angaben des Unternehmens die Herstellung kundenindividueller Kunststoff-Granulate aus Altkunststoffen. Mit "recycled-resource" wird nach Angaben von Interseroh unter Einsatz hochmoderner Sortier- und Waschstraßen, kombiniert mit neuester Verfahrenstechnologie, das Granulat "Procyclen" hergestellt. Der Werkstoff verfüge über eine konstant hohe Qualität und könne nach Kundenwünschen maßgeschneidert produziert werden. "Procyclen" komme derzeit bereits bei der Herstellung von Verkaufsverpackungen, Flaschenkästen, Mehrweg-Transportverpackungen und Haushaltswaren zum Einsatz. „Mit unserem Produkt 'Procyclen' bieten wir unseren Kunden einen Recycling-Werkstoff, der in seiner Qualität absolut vergleichbar ist mit Neuware," erklärt Kai O. Bastuck, Geschäftsbereichsleiter recycled-resource.
Die feierliche Übergabe des Preises soll in dieser Woche im Rahmen der Hannover Messe stattfinden. Die „Initiative Mittelstand“ ist eine Interessengemeinschaft aus Branchenkennern, Wissenschaftlern, IT-Experten und Fachredakteuren, die mittelständische Unternehmen fördern und unterstützen will.
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Im Zusammenhang mit der Vermüllung der Meere durch Kunststoffabfälle diskutierte bvse-Kunststoffrecyclingexperte Dr. Thomas Probst in der Radiosendung NDR-Redezeit das auch kürzlich von der EU vorgeschlagene Verbot von Plastiktüten.
Nicht die Kunststofftragetaschen, sondern fehlende Erfassungs- und Verwertungssysteme in vielen Ländern der Welt sind das Problem, so Probst. In der Diskussion zum Thema „Überall Kunststoffmüll“ mit Vertretern vom Umweltbundesamt, der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) und Verbrauchern verwies Probst u.a. darauf, dass in Deutschland mehr als 5 Millionen Tonnen Kunststoffe hochwertig verwertet werden, so dass es keinen Grund gebe, Plastiktüten per se zu verteufeln. Leider gebe es nicht in allen Ländern so hoch entwickelte Erfassungs- und Verwertungssysteme wie in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Benelux, Italien oder Skandinavien. Diese Staaten trügen auch nur in geringem Maße zur Verunreinigung der Meere durch Kunststoffabfälle bei. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) fordere daher, Kunststoffe nicht auf die Deponie oder in die Verbrennung, sondern ihnen durch das Recycling ein zweites Leben zu geben.
Mehr Infos: NDR-Redezeit vom 28.3.2013
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Erneut sorgen die Planmengen-Meldungen der Dualen Systeme für Diskussionen. Denn die Menge an Verkaufsverpackungen, die laut Meldung über die Eigenrücknahme am Point of Sale, also im Laden zurückgenommen werden und daher nicht am dualen System teilnehmen (PoS-Mengen), legten in den ersten beiden Quartalen 2013 gegenüber dem Vorjahr bei Leichtverpackungen (LVP) um fast 23 Prozent und bei Glas sogar mehr als 50 Prozent zu.
Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) bezweifelt stark, dass 51.082 Tonnen LVP (2012: 41.574 Tonnen) und 28.290 Tonnen Glas (2012: 13.953 Tonnen) direkt am Point of Sale zurückgenommen werden. "Das würde, aufs Jahr hochgerechnet, eine unfassbare Menge von weit über 100.000 Tonnen ergeben. Dabei landen auch diese Verpackungen mitnichten im Laden, sondern zum größten Teil im Gelben Sack und der Gelben Tonne sowie in den Glascontainern", betont Michael Wiener, Geschäftsführender Gesellschafter und CMO der Duales System Holding. "Es handelt sich hier um reine Buchungstricks, mit denen sich einige duale Systeme um die Übernahme von Entsorgungskosten für den Gelben Sack und die Glascontainer drücken."
Die Verpackungsverordnung lässt den Abzug von PoS-Mengen aus dem dualen System ausdrücklich zu. "Wir fordern seit Jahren von der Politik, dieses Schlupfloch der Verpackungsverordnung endlich zu schließen", unterstreicht der CMO der Duales System Holding.
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EU-Umweltkommissar Janez Potocnic hat sich Mitte März bei der offiziellen Gründung des „Clean Europe Network“, eines europäischen Netzwerks für Organisationen gegen das Littering, dafür ausgesprochen, auch die Recyclingfähigkeit bei der Entwicklung von Kunststoffverpackungen stärker zu berücksichtigen.
So sollten seiner Ansicht nach zum Beispiel dunkle Pigmente, die zu „unattraktiven“ grauen Recyclingkunststoffen führten, vermieden und Verbundverpackungen derart gestaltet werden, dass sie das Recycling nicht störten. Zur Erhöhung des Kunststoffrecyclings könne sich die Verpackungsindustrie auch gemeinsam mit dem Einzelhandel an Getrenntsammlungs-Systemen beteiligen. Für wichtig zur Vermeidung von Littering, die Aufgabe der Mitgliedsstaaten sei, halte Potocnic nicht nur das Aufstellen von Abfalleimern an öffentlichen Plätzen, sondern vor allem auch die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur für die einzelnen Haushalte. „Ohne Infrastruktur ist es nicht möglich, das Littering zu vermeiden“, so der EU-Umweltkommissar.
Das „Clean Europe Network“, das im Mai 2014 eine europaweite Woche mit Aktivitäten im Kampf gegen das Littering organisieren will, setzt sich aus 19 nationalen und europäischen Organisationen zusammen. Aus Deutschland beteiligen sich bisher die DSD GmbH, die Pro-S-Pack Arbeitsgemeinschaft für Serviceverpackungen und der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU).
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Die Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wählte den Alba-Vorstandsvorsitzenden Eric Schweitzer am 20. März zu dessen neuen Präsidenten.
Eric Schweitzer wurde einstimmig zum Nachfolger von Hans Heinrich Driftmann gewählt, der sich nach vierjähriger Amtszeit wieder verstärkt um sein Unternehmen, die Kölln KGaA, kümmern will. Der 47jährige Vorstandsvorsitzende Eric Schweitzer leitet gemeinsam mit seinem Bruder Axel Schweitzer das Recyclingunternehmen Alba Group. Eric Schweitzer dankte seinem Amtsvorgänger, der sich stets für Europa als Einheit und einen stabilen Euro stark gemacht habe, woran auch er in seiner Amtszeit anknüpfen wolle. Darüber hinaus wolle er sich für stabile Staatsfinanzen, gegen neue Schulden und höhere Steuern einsetzen. Auch wolle er den "ehrbaren Kaufmann" hochhalten und angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in Deutschland eine Willkommenkultur fördern. Grundsätzlich unterstütze er zudem die Energiewende und eine nachhaltige Green Economy unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt. Im Rahmen eines Interviews mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erläuterte Schweitzer diese Standpunkte erstmals auch einem breiteren (Leser-)Kreis.
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Im Jahr 2012 stieg die Recyclingrate für gebrauchte Tetra-Pak-Kartons nach Unternehmensangaben weltweit um 10 Prozent auf insgesamt 581.000 Tonnen. Dies entspreche 22,9 Prozent der weltweit verkauften Gesamtmenge.
Tetra Pak hatte sich vor zwei Jahren im Rahmen einer Zehn-Jahres-Strategie ehrgeizige Ziele gesetzt. Laut der "Umweltagenda 2020" will der Konzern unter Anderem die globale Recyclingrate für gebrauchte Getränkekartons bis zum Jahr 2020 auf 40 Prozent verdoppeln. Mit der Steigerung der Rate von 10 Prozent im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr habe man dazu einen guten Start hingelegt, findet Dennis Jönsson, Tetra Pak Präsident und CEO. Gleichzeitig gäbe es noch viel zu tun für die anvisierte Umweltperformance, die auf eine Verbesserung vor allem in drei Bereichen abziele: ökologischer Fußabdruck, nachhaltige Produkte und Recycling.
Im internationalen Vergleich schneiden beim Recycling Luxemburg und Belgien mit Raten über 80 Prozent mit Abstand am besten ab. Deutschland weise eine Quote von 65 Prozent auf.
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Laut einer neuen Studie des Nova-Instituts soll sich die Produktionskapazität für biobasierte Polymere bis 2020 gegenüber dem Stand von 2011 verdreifachen.
Das Nova-Institut in Hürth legte nun eine Marktstudie vor, die nach eigenen Angaben die bislang umfassendste zum Thema biobasierte Polymere sei. Demnach soll die weltweite Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen im Jahr 2011 auf fast 12 Millionen Tonnen im Jahr 2020 zunehmen. Das dynamischste Wachstum wird dabei PET und PE/PP vorhergesagt, die den petrochemischen Entsprechungen identisch seien, sowie den noch jungen Polymeren PLA und PHA. Dabei sollen die meisten Investitionen nach Einschätzung der Autoren in Asien und Südamerika erfolgen, während die Anteile in Europa und Nordamerika als rückläufig erwartet werden. Im Jahr 2011 machte die Produktionskapazität an der gesamten Polymerproduktion einen Anteil von 1,5 Prozent aus. Trifft die vorhergesagte Steigerung ein, würde der Anteil im Jahr 2020 auf 3 Prozent ansteigen.
Die Studie berücksichtigte nach Angaben des Nova-Institus jede Sorte biobasierter Polymere, die von 247 Unternehmen am 363 Standorten weltweit produziert werden. Im Einzelnen sollen 114 Firmen an 135 Standorten untersucht worden sein.
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Der Schweizerische Bundesrat will mit dem "Aktionsplan Grüne Wirtschaft" der Abfallvermeidung und -verwertung mehr Bedeutung verleihen.
Als indirekte Antwort auf einen Vorstoß der Schweizer Grünen mit deren Volksinitiative "Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)", die auf eine Verfassungsänderung abziele, will nun der Bundesrat mit der Verabschiedung eines "Aktionsplans Grüne Wirtschaft" die Revision des Umweltschutzgesetzes erreichen, berichtet Euwid in seiner aktuellen Ausgabe. Der Aktionsplan umfasse 27 bestehende und neue Maßnahmen, die vier Schwerpunkte betreffe: Konsum und Produktion, Abfälle und Rohstoffe, übergreifende Instrumente sowie Ziele und Erfolgskontrolle. Für den Bereich Abfälle und Rohstoffe werden sieben Maßnahmen aufgelistet, die von effizienteren Abfallanlagen und Rücknahmepflichten über Recycling bis hin zu mehr ökologischer Verantwortung der Rohstoffbranche reichen. Entsprechende Regelungen zur Rücknahme von Verkaufsverpackungen wie in Deutschland seien allerdings nicht geplant. Statt einer Verpackungsverordnung wolle man in der Schweiz lediglich den Einzelhandel zur Rücknahme seiner Verkaufsverpackungen verpflichten, wovon man sich Anreize zur materialeffizienten Gestaltung und zur Abfallvermeidung verspreche.
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Das Land Niedersachsen und der NABU vereinbarten vor Kurzem eine Kooperation, um das Projekt "Fishing for Litter" zunächst mit dem Schwerpunkt auf die Region Ostfriesland auszubauen.
Seit Ende letzter Woche können Fischer aus Greetsiel und Ditzum (Ostfriesland) den Abfall, den sie als "Beifang" in ihren Netzen haben, an Land kostenlos entsorgen. Dazu bekommen die Fischer laut NABU, Initiator des Projekts "Fishing for Litter", bordgerechte Sammelgefäße und im Hafen stehende Container bereit gestellt. Insgesamt beteiligen sich nach Angaben des NABU mittlerweile 60 Fischer aus Nord- und Ostsee an der Initiative. Der während des Projekts abgefischte Müll wird anschließend analysiert, um mehr Erkenntnisse über Quellen und Verursacher des Meeresmülls zu erhalten. Das Land Niedersachsen fördert über das Landesumweltministerium das neu gestartete Projekt mit 66.000 Euro. Projektträger des Landes sind der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Staatliche Fischereiamt Bremerhaven. Der NABU koordiniert nach eigenen Angaben den Aufbau der Logistik sowie die Abstimmung zwischen den Projektpartnern.
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Die Rewindo GmbH bietet der Abbruchbranche eine Umweltpartnerschaft beim Recycling von PVC-Baustoffen an.
Beim 19. Abbruchtag am 15./16. März in Berlin griff Michael Vetter, Geschäftsführer der in Bonn ansässigen Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, das Grundsatzmotto der Deutschen Abbruchwirtschaft "Selektiver Rückbau statt Abrissbirne" auf und bot der Abbaubranche eine "Umweltpartnerschaft" an. Unter dem Label "Aktion PVC-Recycling" haben sich fünf Gesellschaften zu einem Recyclingverbund zusammengeschlossen: die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag-Recycling (AgPR), die Organisation ROOFCOLLECT (für Dachbahnen), das Recyclingsystem des Kunststoffrohr-Verbands e.V. (KRV), das Projekt EPCOAT (für Planen) sowie die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH als bundesweites Sammel- und Wiederverwertungssystem für PVC-Altfenster, -türen und Rollladen. Sie kooperieren eng untereinander und nutzen darüber hinaus als gemeinsames Instrument den PVC-Recycling-Finder der AGPU. Die Aktion PVC-Recycling versteht sich auch als Problemlöser für die Abbruchbranche, die seit 2005 Bauabfälle nicht mehr deponieren kann. Die im Verbund gesammelten und einer Wiederverwertung zugeführten Abfälle gehen vorzugsweise in ein werkstoffliches Recycling, das laut Rewindo preisgünstiger als eine thermische Verwertung sei.
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Mit der FKuR Kunststoff GmbH in Willich ist einer der ersten Biokunststoffhersteller nach dem GKV-Verhaltenskodex zertifiziert.
Wie FKuR jetzt meldete, wurde der Biokunststoffhersteller bereits im Dezember letzten Jahres nach dem GKV-Verhaltenskodex zertifiziert. Der als Selbstverpflichtung konzipierte GKV-Verhaltenskodex ist eine freiwillige Vereinbarung, mit der die Mitgliedsunternehmen insbesondere die Einhaltung globaler Anforderungen an ethisches und moralisches Handeln, wie auch die Vorgaben eines wettbewerbs- und kartellrechtlich richtigen Verhaltens (Compliance) gewährleisten. Dies beinhalte auch das Fördern fairer und nachhaltiger Standards im Umgang mit Lieferanten, Kunden und den im Unternehmen Angestellten. Außerdem verpflichten sich zertifizierte Unternehmen zu nachhaltigem Umweltschutz, zur Sicherstellung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie zur Einhaltung von internationalen Vorgaben wie z.B. der UN-Menschenrechtscharta. FKuR betont, dass sie bereits seit Beginn ihrer Geschäftstätigkeit Wert auf gesellschaftliche Verantwortung lege und nicht nur nachhaltige Produkte entwickele, sondern auch elementare moralische und ethische Grundsätze im Umgang mit allen internen und externen Partnern befolge.
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Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird 2013 zum sechsten Mal verliehen. Bis zum 15. Mai 2013 können Unternehmen ihre Bewerbung einreichen.
Bereits zum sechsten Mal werden besonders nachhaltig agierende Unternehmen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Städte und Gemeinden können sich zum zweiten Mal am Wettbewerb beteiligen.
Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Unternehmen jeder Größe, die sich als gesamtes Unternehmen oder auch mit einem einzelnen Produkt oder einer Dienstleistung beteiligen können. Ein Sonderpreis "Ressourceneffizienz" zeichnet Unternehmen aus, die durchgängig erfolgreich Maßnahmen zur Ressourcenschonung, Rohstoff- und Energieeffizienz sowie innovative Recycling- und Kreislaufkonzepte etabliert haben. Beim Wettbewerb um „Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden“ (je eine Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde), haben finanzschwache Städten und Gemeinden besondere Chancen für eine Berücksichtigung.
Bewerbungen werden mittels eines elektronischen Fragebogens angenommen. Die Sieger werden ihre Preise im Rahmen einer abendlichen Preisverleihung am 21. und 22. November 2013 entgegennehmen.
Mehr Information: www.nachhaltigkeitspreis.de
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Im Jahr 2008 wurden in Deutschland rund 30 Prozent weniger Material verbraucht und 52 Prozent weniger Rohstoffe genutzt als noch im Jahr 1980. So das Ergebnis der kürzlich veröffentlichten UBA-Studie "Aktualisierung von nationalen und internationalen Ressourcenkennzahlen".
Zwischen 1980 und 2008 sei in Deutschland laut der vom Sustainable Europe Research Institute (SERI) im Auftrag des Bundesumweltamtes (UBA) durchgeführten Studie eine absolute Entkopplung des Wirtschaftswachstums und des Materialverbrauchs zu beobachten. Diese umfasse sowohl den inländischen Materialverbrauch (DMC), den gesamten Materialinput (TMR) als auch den gesamten Materialkonsum (TMC). Auch die Materialproduktivität sei bezogen auf alle drei Bereiche angestiegen (DMC = + 131 Prozent, TMR = +50 Prozent, TMC = + 166 Prozent). Vor allem beim inländischen Materialverbrauch (DMC) falle der Anstieg der Materialproduktivität in Deutschland mit einem Plus von 131 Prozent verglichen mit dem globalen Durchschnitt von plus 38 Prozent deutlich höher aus.
Der inländische Materialverbrauch (DMC) sank den Autoren zufolge in Deutschland insgesamt in absoluten Werten um 27 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Tonnen. Insbesondere die Entnahmen von fossilen Energieträgern, vor allem von Braunkohle, seien rückläufig. Die Pro-Kopf-Werte (DCM) reduzierten sich zwischen 1980 und 2008 um 29 Prozent auf 15,8 Tonnen. Gleichzeitig seien die direkten Importe und Exporte von Deutschland ebenso wie die mit den Ein- und Ausfuhren verbundenen indirekten Materialflüsse angestiegen. Der gesamte Materialinput Deutschlands (TMR) habe 2008 rund 2 Milliarden Tonnen umfasst und sei in absoluten Werten nur um 15 Prozent (pro Kopf um 19 Prozent) gesunken. Der gesamte Materialkonsum (TMC) sei im selben Zeitraum um 36 Prozent auf 1,7 Milliarden Tonnen gesunken und bezogen auf den Konsum pro Person um 39 Prozent auf rund 50 Tonnen.
Weltweit seien die genutzte Extraktion und der (direkte) Materialkonsum zwischen 1980 und 2008 um 79 Prozent auf rund 68 Milliarden Tonnen und das physische Handelsvolumen um 158 Prozent auf rund 10 Milliarden Tonnen gestiegen. Die nicht-metallischen Mineralien hätten den größten Anteil zur globalen Materialextraktion in 2008 beigetragen und verzeichneten zudem die höchsten Zuwachsraten seit 1980. Die Extraktionen, Im- und Exporte sowie der Materialkonsum zwischen 1980 und 2008 seien in absoluten Werten in Asien mit Abstand am meisten gestiegen. Seit der Jahrtausendwende bestimme insbesondere Chinas Wachstum die Dynamik der Materialnutzung Asiens.
Mehr Informationen: www.umweltdaten.de
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Gemäß der Verpackungsverordnung soll der Anteil Mehrweg- und ökologisch vorteilhafter Einweggetränkeverpackungen (MövE) auf einen Marktanteil von 80 Prozent gesteigert werden. Dieser wurde im Jahr 2010 mit einem Anteil von 50,1 Prozent deutlich unterschritten, so das Ergebnis einer aktuellen Erhebung der GVM.
Laut der von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführten bundesweiten Erhebung von Daten zur Einweg- und Mehrwegabfüllung von Getränken ist der Anteil der Mehrweg- und ökologisch vorteilhafter Einweggetränkeverpackungen (MövE) gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Damit setze sich der Rückgang des MövE-Anteils weiter fort, wobei die einzelnen Getränkearten sehr unterschiedlich betroffen seien, heißt es in der GVM-Erhebung „Abfüllung von Getränken in Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweg-Getränkeverpackungen Berichtsjahr 2010“.
Weitere Informationen: www.umweltbundesamt.de
Quellen:
Nach Steigerungsraten von 30,5 bzw. 25,6 Prozent in den beiden vorangegangenen Jahren stiegen die deutschen Exporte von Kunststoff- und Gummimaschinen im Jahr 2012 noch einmal um 2,3 Prozent auf einen Gesamtwert von 4,4 Milliarden Euro, wie der VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen meldet.
Das Umsatzplus der Maschinenbranche lag im letzten Jahr bei insgesamt sechs Prozent (sh. Meldung vom 18.2.2013). Für Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA-FachverbandsKunststoff und Gummimaschinen zeigt „das gute Exportergebnis 2012 einige interessante Verschiebungen bei den Absatzmärkten unserer Branche“. Neben dem US-Markt habe die EU mit plus zehn Prozent als weitere traditionelle Absatzregion überdurchschnittlich zugelegt. Maßgeblich dazu beigetragen haben laut Kühmann Zuwächse in Polen (30 Prozent), Österreich (17 Prozent), Großbritannien (21 Prozent) und Tschechien (25 Prozent).
Die USA nehmen nach Angaben des Fachverands hinter China weiterhin Rang zwei der Top 10-Abnehmerländer für deutsche Kunststoff-Maschinen ein. Die Ausfuhren in die USA kletterten im Jahr 2012 um 20 Prozent. Mit einem neuen Rekord-Lieferwert von 546 Millionen EUR hole der US-amerikanische Markt gegenüber dem anhaltenden Spitzenreiter China auf, so Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. Für China verzeichnete der VDMA-Fachverband im Jahr 2012 hingegen ein Lieferminus von 16 Prozent.
Die deutschen Lieferungen von Kunststoff- und Gummimaschinen nach Nordamerika legten im vergangenen Jahr mit einem Plus von 21 Prozent kräftig zu, die Exporte nach Kanada seien um 32 Prozent gestiegen. Auch in Südamerika, das mit einem Plus von sieben Prozent als Absatzregion überdurchschnittlich gewachsen sei, wurden 2012 mehr deutsche Ausrüstungen gekauft. Weniger gefragt waren deutsche Kunststoffmaschinen in Südkorea, Taiwan und Indien. Dorthin seien die Exporte um ein Drittel zurückgegangen, während sich die Absatzmärkte in Thailand (+64 Prozent), Indonesien (+65 Prozent) und Malaysia (+20 Prozent) erfreulich entwickelten.
Weitere Informationen: www.vdma.de
Quellen:
Wie der Veranstalter Messe Düsseldorf meldet, ist die Ausstellerdatenbank auf der Webseite www.k-online.de für die Kunststoff-Leitmesse „K 2013“ (16. bis 23. Oktober 2013 in Düsseldorf) seit kurzem online geschaltet. Darin können User sich in der Rubrik „Firmen und Produkte“ über einzelne Unternehmen informieren, Firmenlisten für spezielle Angebotsbereiche oder einzelner Nationen anzeigen lassen und downloaden.
Mit Hilfe personalisierter Services wie „MyOrganizer“ und „MyCalendar“ lassen sich Termine planen und online vereinbaren. Unter „MyCatalogue“ ist zudem die Zusammenstellung eines individuellen Messekatalogs möglich. Und die K-App macht die Messeinformationen auch mobil verfügbar, für Android- wie für Apple-Systeme. Neu ist, dass die K-Besucher sich über das Internet kostengünstige e-Tickets kaufen und ausdrucken können. Das elektronisch georderte Tagesticket kostet 49 Euro. An den Tageskassen in Düsseldorf liegt der Preis bei 65 Euro. Ende März soll der Ticketshop online gehen.
Mehr Informationen: www.k-online.de, www.messe-duesseldorf.de
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Die Entsorgungsfachbetriebe Multiport und Multipet haben sich an dem europaweiten Zertifizierungsverfahren EuCertPlast beteiligt und die Anforderungen für die Zertifizierung erfüllt.
Die Unternehmen sind bereits gemäß DIN 9001, 14000, 50001 sowie der deutschen Verpackungsverordnung zertifiziert und hatten sich, wie Geschäftsführer Herbert Snell und Michael Dausel erklärten, auch auf das europäisches Prüfungssystem zur Zertifizierung für Verwerter von recyceltem Kunststoff gründlich vorbreitet. "Wir beteiligen uns an dieser europäischen Zertifizierung, weil wir für die Zukunft erwarten, dass damit die Zertifizierung nach der deutschen Verpackungsverordnung entfallen kann. Ziel muss sein die jeweiligen einzelstaatlichen Zertifizierungen der Systembetreiber abzulösen durch einen einheitlichen europäischen Standard," betont Herbert Snell. Michael Dausel ergänzt: “Gerade die mittelständischen Kunststoffverwerter erwarten, dass unnötige Mehrfachzertifizierungen in Europa ein Ende haben müssen. Sie bedeuten nur höheren Verwaltungsaufwand und unnötige Mehrkosten."
Multiport und MultiPet verwerten am Standort in Bernburg bis zu 70.000 Tonnen Kunststoffabfälle aus Haushaltssammlungen und Industrie, aus denen Compounds, Regranulate und Mahlgüter (Recyclate) für die Kunststoffindustrie hergestellt werden.
Quellen:
Pünktlich zu Beginn der Kanu-Wettkampfsaison 2013 gibt PlasticsEurope die Fortführung der Kooperation mit dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) bekannt.
Der europäische Verband der Kunststofferzeuger setzt damit sein langjähriges Engagement für die Kanu-Rennsport- und Kanu-Slalom-Nationalmannschaft fort, die somit wieder als TEAM KUNSTSTOFF an den Start gehen werden. Nach Gesprächen zwischen PlasticsEurope Deutschland und dem Deutschen Kanu-Verband wurde der Sponsoringvertrag jetzt von PlasticsEurope-Geschäftsführer Michael Herrmann und dem DKV-GmbH Geschäftsführer Wolfram Götz unterzeichnet. Götz betont: „Die von DKV-Athleten bei den Olympischen Spielen in London gewonnen Medaillen - dreimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze - sind nicht zuletzt auch ein Ergebnis unserer nunmehr zwölfjährigen Zusammenarbeit. Wir freuen uns daher sehr, mit PlasticsEurope einen starken Partner weiter an unserer Seite zu wissen.“
Schon seit 1996 unterstützt die Kunststoff-Industrie mit dem TEAM KUNSTSTOFF gezielt den Sport. Dazu gehören unter anderem die Kanu-Rennsport und die Kanu-Slalom Nationalmannschaft. Mit ihrem Engagement will die Kunststoffindustrie dazu beitragen, den geförderten Sportlern im internationalen Wettbewerb eine faire Chance zu geben und sie auf dem Weg an die Spitze zu unterstützen.
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Seit 1. März 2013 ist Ursula Denison die neue Geschäftsführerin von PRO EUROPE, der europäischen Dachorganisation für den Grünen Punkt. Denison übernimmt die Aufgabe von Joachim Quoden, der die Funktion über 12 Jahre inne hatte.
Denison, die seit 1991 bei Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) und dort aktuell als Leiterin der Abteilung Marketing tätig ist, engagiert sich bereits seit 2007 als Generalsekretärin bei PRO EUROPE. „Alle 31 Mitglieder schätzen sich glücklich, dass wir Frau Denison als neue Geschäftsführerin gewinnen konnten,“ sagte PRO EUROPE-Präsident Dr. Luís Veiga Martins anlässlich des Wechsels und dankte gleichzeitig dem langjährigen Vorgänger Joachim Quoden stellvertretend für alle Mitgliedsorganisationen für seine erfolgreich geleistete Arbeit.
Pro Europe wurde 1995 von der DSD gegründet und vergibt das Markenzeichen Grüner Punkt nach einheitlichen Regeln an nationale Sammel- und Verwertungssysteme innerhalb Europas. Abgesehen von der Hauptaufgabe der Lizenzvergabe ist PRO EUROPE bestrebt, Handelsbarrieren zu verhindern und Kooperationen zwischen den Mitgliedern zu fördern. Lobbyarbeit bei relevanten Gesetzgebungsprozessen sowie die Harmonisierung des Verpackungsrecyclings gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich.
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In einer Studie untersuchte der WWF den Zusammenhang zwischen nachhaltigem Lebensstil und Zufriedenheit. Das Ergebnis: Menschen, die aktiv Recycling betreiben, bezeichneten sich häufiger als zufrieden als weniger konsequente Recycler.
Die von der Schweizer Aduno Gruppe gesponserte Univox Umwelt Studie erscheint jährlich. Sie gibt Auskunft über die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zu Umweltfragen. Die diesjährige Untersuchung stellte die Frage nach dem Zusammenhang von umweltbezogenen Verhaltensweisen und Zufriedenheit. Demnach bezeichnen sich Menschen, die aktiv Recycling betreiben, zu 77 Prozent als sehr zufrieden/zufrieden und sind damit „glücklicher“ als weniger konsequente Recycler (66 Prozent).
Dass umweltgerechtes Verhalten positiv mit der Lebenszufriedenheit zusammenhängt, bestätigten weitere, jedoch nicht signifikante Ergebnisse der Umfrage: Wer sagt, er kaufe lieber Produkte mit weniger Verpackung und achte bei Nahrungsmitteln auf Produktion und Herkunft, ist zufriedener als die Gruppe, welche sich nicht um Umweltaspekte kümmert. Die Umfrage zeige allerdings auch, dass nicht überall ein Zusammenhang zwischen nachhaltigem Lebensstil und Zufriedenheit bestehe: Bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, dem Einsetzen von Energiesparlampen oder Ausschalten des Standby-Betriebs elektrischer Geräte seien die Umfrage-Resultate neutral ausgefallen.
Wie Dr. Andreas Schaub, Stellvertretender Institutsleiter des gfs-zürich, betont ist es das erste Mal, „dass wir mit einer Umfrage belegen konnten, dass umweltgerechtes Verhalten die Menschen zufriedener macht." Für Franziska Zoller untermauern die Resultate der Umfrage auch die Thesen der von ihr geleiteten, aktuellen „Glückskampagne“ des WWF-Schweiz.
Mehr Informationen: www.wwf.ch
Quellen:
Um das Kunststoff und Polymer-Recycling in Belgien gemeinsam voran zu treiben, haben die belgische Kunststoffindustrie, Textilbranche und Umweltunternehmen ein Joint Venture ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Organisationen und Unternehmen entlang der Wertstoffkette besser zu vernetzen und Synergien zu nutzen.
An dem sogenannten Core Business Project (kontrolliertes Recycling Geschäftsprojekt) beteiligen sich der belgische Verband der Umweltbetriebe (FEBEM), das Technologie-/Wissenschaftszentrum für die belgische Textilindustrie (Centexbel), der belgische Verband der Hersteller von Kunststoff- und Kautschuk-Produkten (Federplast.de), sowie Flanders´ PlasticVision - VKC Division, ein Kompetenz-/Technologiezentrum zur Unterstützung der Kunststoff und Kautschuk verarbeitenden Industrie als Teil des „Flandern in Action“-Programms der flämischen Regierung. Die Beteiligten wollen die Kompetenzen der Entsorger und der Kunststoff- und Textilhersteller besser aufeinander abstimmen, da der Abfall des einen wertvolles Material für andere Sektoren darstelle. Sie nennen das Recycling von PET-Flaschen zu Polyestergewebe, bei dem zwei völlig unterschiedliche Produkte aus ein und demselben Polymer hergestellt werden, als Beispiel für die Nutzung dieser Synergien. In Vorbereitung befänden sich bereits konkrete Maßnahmen wie ein Forschungsprojekt zu Recyclinglösungen und -märkten für Polyvinylbutyral (PVB) sowie die die Entwicklung einer Internetseite, um den Zugriff auf das Knowhow von mehr als 50 belgischen Unternehmen zu erleichtern, die im Bereich des Recyclings von Kunststoffen, Textil-Polymeren und Kautschuk tätig sind.
Mehr Informationen: www.centexbel.be/nl/core-business
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Wie in den drei Jahren zuvor ist nach neuesten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat das Siedlungsabfallaufkommen in der Europäischen Union auch im Jahr 2011 gesunken. Die 27 Mitgliedstaaten produzierten demnach mit rund 253,1 Millionen Tonnen etwa 1,3 Millionen Tonnen Siedlungsabfall weniger als im Vorjahr. In Deutschland, das damit erneut den Spitzenplatz beim Recycling belegt, wurden 62,5 Prozent der erzeugten Abfälle (48,8 Millionen Tonnen) stofflich verwertet.
Vorbehaltlich späterer Korrekturen – die Werte beruhen zu einem großen Teil vorerst auf Schätzungen der Behörde bzw. Länder - kommt die Eurostat-Statistik zu Ergebnissen wie: Rund 503 Kilogramm Abfall erzeugte jeder EU-Bürger im Durchschnitt im Berichtsjahr (2010: 507 kg/E, 2007: 522 kg/E). Mit 718 Kilogramm pro Kopf liegt Dänemark an der Spitze. Die Deutschen sorgten im Schnitt für 597 Kilogramm Siedlungsmüll (2010: 602 kg/E). Die Esten hinterließen pro Kopf mit 298 Kilogramm wie im Vorjahr die geringste Abfallmenge.
Rund 61,5 Millionen Tonnen Kommunalabfall wurden laut Eurostat in der EU im Berichtsjahr werkstofflich recycelt (Vorjahr: 61,48 Millionen Tonnen). Deutschland ist auch hier führend mit 22,1 Millionen Tonnen werkstofflich verwertetem Siedlungsmüll bzw. einer Pro-Kopf-Menge von 270 Kilogramm pro Einwohner.
Auch wenn der Anteil der Deponierung mit 90,2 Millionen Tonnen im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren nach den Angaben der Statistiker stetig abgenommen hat (2010: 93,8 Millionen Tonnen, 2009: 96,0 Millionen Tonnen), bleibt sie im Jahr 2011 weiterhin der mit Abstand wichtigste Entsorgungspfad in Europa. Hier fallen die Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten weiterhin enorm aus. Während in Deutschland im Berichtsjahr gerade noch 263.000 Tonnen kommunale Abfälle auf die Deponie gelangten, wurden laut Eurostat in Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien 2011 immer noch zwischen 9,5 und 15,9 Millionen Tonnen Siedlungsmüll abgelagert.
Weitere 36,8 Millionen Tonnen der europäischen Siedlungsabfälle, so die Angaben der Statistikbehörde, gingen in die Vergärung bzw. Kompostierung (Deutschland: 8,4 Millionen Tonnen). 56,0 Millionen Tonnen wurden verbrannt (Deutschland: 18,0 Millionen Tonnen).
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Als Verbundprojekt vier namhafter Institutionen hat laut Mitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ein neues Kompetenznetzwerk seine Arbeit aufgenommen. Es soll einmal vier regional verteilte Zentren umfassen.
Ziel sei es, für Industriepartner die Informationsbasis zur werkstofflichen Verarbeitung von marktgängigen, aber auch von neuen biobasierten Polymeren einschließlich naturfaserverstärkten biobasierten Kunststoffen wesentlich zu verbessern. Insofern soll es nicht nur um Datenermittlung und -aufbereitung zu Verarbeitungsverfahren gehen, sondern insbesondere auch um den Technologietransfer aus Forschung und Entwicklung hin zu den Verarbeitern von biobasierten Werkstoffen. Die Verbundpartner des Projekts sind das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover, SKZ - das Kunststoff-Zentrum, das Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam und die Technische Universität Chemnitz, Professur für Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung. Der Aufbau des Kompetenznetzwerkes wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), unterstützt.
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Der auf dem Gelände des Flugplatzes Hahn angesiedelte Kunststoffrecycler Hahn Kunststoffe GmbH baut seine Niederlassung in Manchester (Großbritannien) aus.
Am Standort der im Jahr 2012 gegründeten britischen Tochtergesellschaft Hahn Plastics Ltd. soll nach Angaben des Unternehmens eine 4.000 Quadratmeter große Produktions- und Lagerfläche entstehen. Dort sollen beim Stammwerk der Hahn Kunststoffe GmbH im Hunsrück gefertigte Kunststoffprodukte zwischengelagert und direkt an Kunden in Großbritannien verkauft werden. Dies soll Zeit und Kosten sparen. Zu einem späteren Zeitpunkt sei am britischen Standort auch die Produktion von Hahn-Produkten direkt vor Ort geplant.
Hahn Kunststoffe hat im Jahr 2012 nach eigenen Angaben rund 30.000 Tonnen Kunststoffabfälle aus Haushaltssammlungen zu Produkten verarbeitet. Das Sortiment beinhalte neben Produkten für den Garten- und Landschaftsbau auch komplexe Industrieprodukte, die nach Kundenwünschen produziert werden. Der auf rund 75.000 Quadratmetern Gelände des Flugplatzes Hahn angesiedelte Betrieb beschäftigt um die 230 Mitarbeiter.
Mehr Information: www.hahnkunststoffe.de
Quellen:
Die richtige Verpackung und Lagerung von Lebensmitteln können zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beitragen. Der achte Round table des Cofresco Forums macht dies am 18. April zum Thema.
Unter dem Motto "Packaging avoids food waste - Verpackung reduziert Lebensmittelabfälle" will der Cofresco Forum Round table einen Überblick über die Forschung zu diesem Thema geben. Experten sollen unter anderem folgende Fragestellungen erläutern und diskutieren: Wie können Label und Indikatoren sinnvoll genutzt werden, um die Abfallmenge zu reduzieren? Wie können Verpackungsmaterialien ihren Teil zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen Lebensweise beisteuern? Und welche Rolle kann Recycling bei der Herstellung von Verpackungen spielen? Auch soll es darum gehen, inwieweit Verbraucher in der Lage sind, die Haltbarkeit eines Lebensmittels einzuschätzen und was Industrie und Verbraucher dazu beitragen können, um Lebensmittel vor dem Verderb zu schützen.
Das international ausgerichtete Forum rief die Cofresco Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG im Jahr 2001 ins Leben. Es hat zum Ziel, die Forschung im Bereich der Haushaltsverpackungen voranzutreiben. Kooperationspartner des Round table ist der Forschungsdienstleister ttz Bremerhafen.
Mehr Information: www.cofresco.de
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Die RIGK GmbH verlegt ihren Unternehmenssitz: Die neue Adresse in der Wiesbadener Friedrichstraße 6 liegt allerdings nur 100 Meter vom alten Standort entfernt.
Ab 1. März 2013 sind die derzeit 18 Mitarbeiter (inkl. einer Auszubildenden) in der Friedrichstraße 6 in Wiesbaden zu finden. Das nach Angaben des Unternehmens deutlich größere Domizil biete darüber hinaus noch Raum für Praktikanten und studentische Mitarbeiter. Geschäftsführer Markus Dambeck weist auf die kontinuierliche Zunahme der Aufgaben der RIGK in den letzten Jahren hin, die durch eine konsequent verfolgte Strategie des flexiblen Nischenanbieters erreicht worden sei. Dadurch habe sich die Zahl der Mitarbeiter in den letzten zehn Jahren verdoppelt und die Aufgaben seien komplexer geworden. Insofern freuen er und sein Team sich auf die großzügigeren Räumlichkeiten.
Die RIGK GmbH ist Dienstleister für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft in Sachen sichere und nachhaltige Rückführung und Verwertung von Kunststoffverpackungen und Kunststoffen.
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Wie der VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen mitteilt, haben die deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen das vergangene Jahr mit einem Umsatz-Plus von sechs Prozent abgeschlossen. Das Umsatz-Volumen der Branche stieg damit auf einen neuen Rekordwert von mehr als 6,5 Milliarden Euro.
„Dieses erfreuliche Jahresergebnis übertrifft unsere Prognose“, stellt der VDMA-Vorsitzende Ulrich Reifenhäuser erfreut fest. „Zur Jahresmitte sind wir von einem leichten Rückgang (minus zwei Prozent) in 2012 ausgegangen und hatten einen stärkeren Anstieg für 2013 erwartet,“ weist Reifenhäuser auf die zuvor niedrigeren Erwartungen hin, die von der Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte eingeholt wurden.
Die Auftragslage habe sich im Laufe des Jahres 2012 stabilisiert, wie Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes, erklärt: „Für das Gesamtjahr blieben die Auftragseingänge um 12 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück. Ihr Rückgang hat sich über die letzten Monate abgeschwächt, das letzte Quartal 2012 schlossen die Bestellungen auf dem Niveau des Vorjahres ab“. Auch die Lieferungen ins Ausland seien noch einmal angestiegen, und der Export steuere auf einen neuen Rekordwert von rund 4,4 Milliarden Euro zu. Bis November 2012 hätten die Ausfuhren um 3,1 Prozent über den Vorjahreswerten gelegen. Überdurchschnittliche Zuwächse gebe es in den USA und sogar in der EU, wo Polen zum größten Absatzmarkt geworden sei. Auch die Beschäftigung in der Branche sei gewachsen. Mehr als die Hälfte (52%) der Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen habe den Angaben zufolge an den Standorten in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2012 per Saldo neue Mitarbeiter eingestellt. Für das laufende Halbjahr sähen immerhin noch mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Umfrageteilnehmer Neueinstellungen vor.
Für das Jahr 2013 seien die Erwartungen der VDMA-Fachverbandsmitglieder bezüglich der Entwicklung der Bestellungen in der ersten Jahreshälfte 2013 deutlich optimistischer ausgefallen als noch vor einem Jahr, wie aus der halbjährlich durchgeführten Umfrage nach Angaben des Fachverbandes hervorgehe. Für das K2013-Jahr prognostiziere der VDMA ein weiteres Umsatzplus von drei Prozent.
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Um die Nachfrage nach einheimischen Produkten aus Recyclingkunststoff anzuregen und Investitionen in die Kunststoffrecyclingindustrie des Landes zu fördern, sollte die britische Regierung die Mehrwertsteuer auf recycelte Kunststoffe senken oder ganz abschaffen. So lautet eine Forderung des in der Grafschaft Nottinghamshire ansässigen Recyclingunternehmens MBA-Polymers.
Die britische Regierung sollte Anreize schaffen, wie recycelte Kunststoffe von der Mehrwertsteuer zu befreien, um die Nachfrage nach Recyclingmaterialien in Großbritannien anzuregen und Investitionen in die einheimische Kunststoffrecyclingindustrie zu fördern. So lautet die auf einer Veranstaltung zur Zukunft der britischen Kunststoffverwertungsindustrie geäußerte Forderung von Nigel Hunton, CEO von MBA Polymers, eines international tätigen Kunststoffrecycling-Unternehmens mit Sitz im mittelenglischen Worksop (Nottinghamshire). Hunton habe vor rund 100 Vertretern aus Politik, Umweltverbänden und Endkunden beklagt, dass Großbritannien mit einer Recyclingrate von knapp über 20 Prozent im Jahr 2011 vorhandene Potenziale nicht ausnutze und daher in Europa hinter den vier führenden Ländern, Schweden, Norwegen, Deutschland und Frankreich liege. Laut Hunton könne Großbritannien im Bereich Altkunststoffe zum weltweiten Marktführer werden. Voraussetzung dafür sei ein Paradigmenwechsel in der Sichtweise: Verwerteter Kunststoff sei Ressource und kein Abfall.
MBA Polymers betreibt mit knapp 100 Mitarbeitern ein Werk mit der nach eigenen Angaben weltweit größten und modernsten Kunststoffaufbereitungsanlage, die auf die Rückführung von Kunststoffabfällen aus den auf Deponien gelagerten Rückständen spezialisiert sei.
Weitere Informationen: www.mbapolymers.com
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Die Verbände EuPR und bvse weisen auf aktuelle Gefahren für das PET-Recycling hin. Sie fordern fairen Wettbewerb und eine Steigerung der Erfassungsmenge als Voraussetzung zur Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des PET-Recyclings.
Der in Brüssel ansässige Dachverband der europäischen Kunststoffrecycler EuPR (European Association of Plastics Recycler) weist auf Gefahren für das PET-Recycling in Europa hin. Trotz ausgebauter Sammelinfrastruktur stagniere die Sammlung von PET bei rund 50 Prozent, während die andere Hälfte weiterhin auf Deponien oder in die Verbrennung gelange, so der EuPR. Europa nutzte die ökologischen Möglichkeiten nicht aus, die sich beim PET-Recycling bieten, betont Casper van den Dungen, Vorsitzender der PET-Arbeitsgruppe im EuPR. Beim PET-Recycling handele es sich unwidersprochen um eine Erfolgsgeschichte. Es habe lange Zeit als Musterbeispiel für nachhaltige Entwicklung gegolten. Dieser Status könne erhalten bleiben, wenn entsprechende Maßnahmen ergriffen würden, so van den Dungen.
Herbert Snell, Vizepräsident beim bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung für den Bereich Kunststoffrecycling, warnt vor weiteren politischen Belastungen und fordert europaweit größere Anstrengungen um das PET-Recycling zu stärken. „Wir benötigen in Deutschland und Europa die gesamte Wertschöpfungskette um auch weiterhin erfolgreich sein zu können. Voraussetzung dafür sind eine Steigerung der Erfassungsmenge und faire Wettbewerbsbedingungen", betont Snell. Sorgen mache ihm, dass eine mögliche Aufhebung der Anti-Dumping Zölle für PET-Neuware einen schweren Rückschlag für die Branche in ganz Europa, aber insbesondere für die deutschen PET-Recycler bedeuten könnte.
Im Wettbewerb mit europäischen und internationalen Konkurrenten seien die PET-Recycler in Deutschland nach Ansicht des bvse bereits aufgrund der hohen Energiekosten deutlich benachteiligt. Durch die EEG Umlage verteuerten sich die Produktionskosten im Vergleich zu den Wettbewerbern außerhalb Deutschlands erheblich. Schon jetzt sehe sich der Markt für Recycling-PET (Flakes und Granulat) einem erheblichen Druck ausgesetzt, da die Neuware gut verfügbar sei und insgesamt eine Überversorgung festzustellen sei.
Die deutschen PET-Recycler litten laut Snell zudem unter der zu schwachen europäischen Sammelquote, weil deutsche Sammelmengen ins europäische Ausland fließen würden, um dort fehlende Sammelmengen zu ersetzen. Aus Sicht des bvse und EuPR müssten weitere Anstrengungen zur Erhöhung der Sammelmenge erfolgen. „Das rückläufige PET-Mengenaufkommen erschwert die Auslastung der Recycling-Anlagen und die Margen für Recycling-PET sind aufgrund der Marktverhältnisse rückläufig und teilweise nicht mehr auskömmlich,“ erklärt Snell weiter.
Weitere Informationen: www.bvse.de, www.plasticsrecyclers.eu
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Der Beitrag „Merkwürdige Mülltrennung“ des ARD-Magazins Panorama nimmt die Erfassung und Verwertung von Kunststoffabfällen über die Gelbe Tonne ins Visier und stellt die Frage nach der Sinnhaftigkeit und Zukunft des Systems.
Auch mehr als 20 Jahre nach Einführung der Gelben Tonne würden kaum mehr als 30 Prozent des gesamten Plastikmülls recycelt, weil sie laut Verpackungsverordnung immer noch ausschließlich der Erfassung von Verpackungen dient. Experten forderten schon lange, die ökologisch unsinnige Unterscheidung zwischen Verpackung und so genannter Nicht-Verpackung aufzuheben - und alles zu verwerten. Die Politik stelle sich der Verantwortung nicht und reagiere zu langsam. Dies zeigten auch die langwierigen Vorbereitungen eines Wertstoffgesetz zur Einführung der Wertstofftonne, von dem Abgeordnete aller Parteien nicht mehr glaubten, dass es noch in dieser Legislaturperiode kommen werde.
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Ingenieure am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Polymerfolie entwickelt, mit der aus kleinsten Mengen Wasserdampf Energie gewonnen werden kann. Damit könnten Mikrosensoren versorgt werden.
Die Entwicklung basiert auf der Idee, Energie aus Feuchtigkeitsunterschieden zu gewinnen. Wenn die von den Forschern des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge entwickelte Polymerfolie, die mit einem piezoelektrischen Material kombiniert wird, an der Unterseite mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, biegt sie sich von der Oberfläche weg und überschlägt sich. Sobald die Folie an der Luft rasch getrocknet ist, beginnt der Prozess von Neuem. Laut der Ingenieure braucht es dafür nur sehr wenig Feuchtigkeit, doch könne die Folie damit etwa Silberdrähte von einem zehnfachen Gewicht transportieren oder auch Roboterarme anstelle von Motoren bewegen. Mit dem durch mechanische Verformung gewonnenen Strom könnten auch Mikro- oder Nanosensoren versorgt werden, was beispielsweise für medizinische Sensoren am Körper eine interessante Einsatzmöglichkeit wäre. Ein aktueller Prototyp erzeuge 5,6 Nanowatt, die zum Betrieb winziger, sehr stromsparender Geräte genutzt werden könnten. Die Ausbeute des Generators soll nach Plänen der Forscher in Zukunft noch gesteigert werden.
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Das Bundesumweltministerium bittet die Entsorgerverbände um deren Stellungnahme zur gewerblichen Sammlung. Auch etwaige Probleme, die sich aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ergeben, sollen benannt werden.
Im Vermittlungsausschuss, in dem die aktuell gültigen Regelungen des KrWG zustande kamen, hatte man sich darauf verständigt, diese "binnen eines Jahres nach Inkrafttreten" zu überprüfen. Dabei soll es darum gehen, ob die mit der Neuregelung der gewerblichen Sammlung angestrebten Ziele der Stärkung des Wettbewerbs und der Verbesserung der Qualität und Quantität des Recyclings erreicht worden, bzw. diese überhaupt zu erreichen seien. Dies ist der Hintergrund, warum Helge Wendenburg in einem Schreiben die großen Entsorgerverbände um deren Stellungnahme zur gewerblichen Sammlung bittet. Dabei habe er laut Recyclingmagazin auch ein "offenes Ohr" für Probleme, die sich gegebenenfalls aus der Umsetzung der neuen Regeln der Paragrafen 17 und 18 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) ergeben hätten. Bis zum 1. März sollen die Verbände ihre schriftliche Stellungnahme abgeben.
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Eine Studie aus der Schweiz und eine neue Broschüre des Deutschen Naturschutzringes beleuchten das Thema Abfall als Ressource.
"Vom Abfall zur Ressource? Die Zukunft des Recyclings" - so lautet der Titel einer neuen Studie des Schweizer Gottlieb Duttweiler Instituts, die zu dem Ergebnis kommt, dass das heutige Recycling nicht ausreiche. Es würden noch zu viele Rohstoffe angesichts ihrer zunehmenden Knappheit den Nutzungskreisläufen entzogen. Die Studie untersucht die wichtigsten Trends im Umgang mit Haushaltsabfällen und leitet daraus Szenarien zu Perspektiven und Potenzialen der kommenden 20 bis 30 Jahren ab. Schließlich wird aufgezeigt, wie sich die grundlegenden Prozesse der Abfallverwertung, die politischen Rahmenbedingungen und das Konsumverhalten ändern müssen, um Ressourcen zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken. Die Studie soll der Diskussion über eine effiziente Weiterentwicklung des Recyclings frische Impulse geben.
Ebenso geht die von der EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings herausgegebene Broschüre mit dem Titel "Ressource:Abfall" der Frage nach, wo wir auf dem Weg in die europäische Recyclinggesellschaft stehen. So berichtet Thomas Rummler vom Bundesumweltministerium von den aktuellen Projekten der Bundesregierung in der Abfallpolitik. Weitere Autoren sind unter anderem Horst Bröhl-Kerner von der Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit, Günther Dehoust vom Öko-Institut und Indra Enterlein vom Umweltverband NABU.
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In Bottrop startet ab Ende Februar ein eher ungewöhnlicher Test: Dann soll an zwei Tagen die gewohnte Papiertonne zur Wertstofftonne werden.
Auch in Bottrop wollen die Stadtverantwortlichen eine erweiterte Wertstoffsammlung testen. Doch hat man sich dort für eine eher seltenere Variante entschieden. Um das Aufstellen einer weiteren Tonne zu vermeiden, soll sich die blaue Papiertonne ab Ende Februar an zwei Tagen im Jahr in eine Wertstofftonne verwandeln. Dort sollen die Bürger dann am Tag nach der Papiersammlung in die geleerte Tonne, die dann einen darauf hinweisenden Anhänger haben wird, ihre ausgedienten kleineren Elektrogeräte wie Computer, Bügeleisen, Telefone und Handys zusammen mit Kunststoffen und Altmetallen entsorgen. Leichtverpackungen sollen allerdings weiter in der Gelben Tonne landen. Die kommunale Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung (BEST) führt den Test durch, an dem die Stadt Gelsenkirchen ebenfalls großes Interesse zeigt. Dort will man das Bottroper Modellprojekt so rasch wie möglich übernehmen.
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Ab Anfang Februar gelten für Beschäftigte in der Abfallwirtschaft neue Lohnuntergrenzen: 8,68 Euro statt bisher 8,33 Euro.
Die Verordnung des Bundesarbeitsministeriums hat laut EU-Recycling das Bundeskabinett passiert. Mit dieser Rechtsverordnung gelte verbindlich ab dem 1. Februar 2013 der neue tarifliche Mindeststundenlohn für die rund 175.000 Beschäftigten in der Abfallwirtschaft. Dieser gilt auch für die Straßenreinigung und den Winterdienst. In- und ausländische Arbeitgeber seien daran gebunden. Der von bisher 8,33 auf 8,68 Euro angehobene Stundenlohn ist dann bis zum 30. Juni 2014 gültig.
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Eine seltene Allianz: BDE sieht in der Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken eine Unterstützung für die Verteidigung der gewerblichen Sammlungen.
Auch wenn die Fraktion Die Linke und deren Obmann für Umweltfragen Ralph Lenkert in persona (Bild) als eifrigste Vertreter des Prinzips der Daseinvorsorge gelten, scheint ihr doch das Vorgehen der einen oder anderen Kommune gegen alteingesessene gewerbliche Sammler zu weit zu gehen. In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung Ende vergangenen Jahres wollte sie Genaueres über den Vollzug des entsprechenden Paragrafen 18 des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes wissen, weil sie Beschwerden von Sinti und Roma über diskriminierendes Vorgehen von Seiten einiger Vollzugsbehörden erhalten hatte. Sinti und Roma sollen angeblich 80 Prozent der fahrenden Kleinstsammler ausmachen, zitiert das Recyclingmagazin die Tageszeitung "Junge Welt". Die Bundesregierung kann im Vollzug allerdings keinerlei Benachteiligung von Minderheiten erkennen und sieht keinen Nachbesserungsbedarf im Gesetz. Der Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) nahm nun die Anfrage der Linken zum Anlass, in einem Schreiben an die Fraktion darauf hinzuweisen, dass von den Neuregelungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz und den damit verbundenen Praktiken einzelner Kommunen nicht nur Angehörige dieser Minderheiten, sondern auch etwas größere Unternehmen betroffen seien. Die Linke hätte laut BDE als Erste erkannt, dass die Wertstofferfassung bei privaten Haushalten mehr wettbewerbliche Elemente erhalten müsse. Eine kommunale Monopolisierung verdränge und behindere etablierte Sammelsysteme. Ein effektives Recycling werde durch das Auslastungsinteresse der kommunalen Müllverbrennungsanlagen verhindert.
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Mit neuen Produkt-/Design- und Verfahrensideen aus Schaumkunststoffen können sich Studenten und Hochschulabsolventen um die Geldpreise bewerben. Auch Recycling und Umwelt spielen dabei eine wichtige Rolle.
Zum zweiten Mal lobt nun der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (FSK) den Innovationspreis Schaumkunststoffe aus. Für Polyurethane vergibt der Verband bereits seit 16 Jahren Preise an Studenten und Hochschulabsolventen für ihre innovativen Ideen. Schaumkunststoffe bestehen aus Polyurethan, Polyethylen, Melaminharz, Kautschuk, PVC und Polypropylen und kommen in vielfältiger Weise bearbeitet in unzähligen Anwendungen im Technik- und Consumer-Bereich zum Einsatz. Der Innovationspreis zeichnet neue Produkt-/Design- und Verfahrensideen aus. Eine Studentin oder ein Student kann jeweils aus der Fachrichtung Design oder Verfahrenstechnik bzw. Chemie, Kunststofftechnik als ersten Preis je 3.000 € für eine innovative Idee gewinnen. Der zweite Preis ist mit je 1.500 € dotiert. Der dritte Preisträger erhält ein Preisgeld von 500 €. Ausgezeichnete Unternehmen bekommen als Anerkennung ihrer Leistung eine FSK-Urkunde. Bewerben können sich Studenten, Diplomanden, Doktoranden, Fachschüler und Unternehmen bis zum 26. Juli 2013. Die Jury wird im August 2013 die Bewerbungen sichten und die Preisträger auf der FSK-Fachtagung im Herbst 2013 auszeichnen.
Das Anmeldeformular FSK-Innovationspreis
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Ein Arbeitspapier des Europäischen Expertenkonsortiums ETC/SCP konstatiert bei Verpackungsabfällen für die meisten EU-Mitgliedstaaten noch einen weiten Weg zur Umsetzung des EU-Fahrplans für Ressourceneffizienz.
Im Arbeitspapier des European Topic Centre on Sustainable Consumption and Production (ETC/SCP) wird die "Effectiveness of economic instruments for packaging" untersucht. Dabei kommt das Thematische Zentrum für Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion zu dem Ergebnis, dass die meisten EU-Staaten im Bereich der Verpackungsabfälle noch weit entfernt von den Zielen der EU-Fahrplans seien, Abfälle als Ressourcen zu nutzen und das Abfallaufkommen zu senken. Als Schlüsselelement der Ressourceneffizienz nennt das Papier laut Euwid die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Als zweites wichtiges Element werden die Verpackungsmaterialien mit ihren unterschiedlichen Umweltauswirkungen gesehen. Das Arbeitspapier untersucht im ersten Schritt das Abfallaufkommen, wobei die Autoren das Fehlen einheitlicher Ermittlungsmethoden beklagen und deshalb vor einem vorbehaltlosen Vergleich nationaler Statistiken warnen. Im zweiten Schritt werden die unterschiedlichen umweltpolitischen Instrumente der Mitgliedstaaten wie Herstellerverantwortung, Pfandregelung oder Besteuerung betrachtet. Doch bringe der Vergleich keine Erkenntnisse über die Gründe der unterschiedlichen Entwicklungen, stellen die Autoren fest.
Mehr Info: Der Bericht "Effectiveness of economic instruments for packaging"
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Der Kunststoffverband Schweiz (KVS) wird sich "schnellstmöglich" in "Swiss Plastics" umbenennen. Damit soll der Verband im internationalen Umfeld besser positioniert werden.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung vom 17. Januar beschloss einstimmig die Namensänderung des seit mehr als 10 Jahren in Aarau ansässigen Verbandes, der bisher als „Kunststoff Verband Schweiz (KVS)", „Association Suisse des matières plastiques (ASP)“, „Associazione Svizzera delle materie plastiche (ASP)“ sowie „Swiss Plastics Association (SPA)“ auftritt. Für ein positives Signal hält dies KVS-Geschäftsführer Dr. Ernesto Engel, der für eine "schnellstmögliche Realisation" sorgen will. Auch die Verbandspräsidentin, Nationalrätin Doris Fiala, zeigt sich hocherfreut über das Abstimmungsergebnis, mit dem sich nun der Verband noch professioneller präsentieren könne. Mit dem neuen Namen Swiss Plastics will sich der Kunststoffverband nicht nur in der mehrsprachigen Schweiz besser durchsetzen, sondern sich auch im internationalen Umfeld positiv positionieren. Sowohl Verbands-Logo als auch die Website sollen mit der Namensänderung neu gestaltet werden.
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Die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) wendet sich wegen der zu erwartenden höheren Kosten erneut gegen eine Rekommunalisierung der Wertstoffsammlung.
Laut eines Berichts in Euwid spricht sich die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erneut gegen eine Rekommunalisierung der Wertstoffsammlung aus. Nicht zuletzt werde erwartet, dass damit höhere Kosten verbunden wären. Die BVE verweist darauf, dass die haushaltsnahe Wertstoffsammlung über Lizenzentgelte maßgeblich durch die Ernährungsindustrie finanziert werde. Vor diesem Hintergrund erwarte die BVE bei der Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung in ein Wertstoffgesetz, dass die Wertstoffsammlung auch künftig auf privatwirtschaftlicher und wettbewerblicher Basis erfolge. Schließlich stelle die gegenwärtige Ausrichtung der Produzentenverantwortung, die über die dualen Systeme erfolge, eine Erfolgsgeschichte dar, betont die BVE mit Hinweis auf die Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes vom Dezember letzten Jahres.
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Turnusgemäß wechselte der Vorsitz des Vorstands bei der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK): Zum Jahresbeginn übernahm Dr. Josef Ertl, Vorstandsmitglied von PlasticsEurope Deutschland e.V., das Staffelholz von GKV-Präsident Dr. Bernd-Otto Kruse.
Jährlich wechseln in der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) die Ämter des Vorstandsvorsitzenden und des Sprechers der Geschäftsführung zwischen den Branchenverbänden der Kunststofferzeugung, -verarbeitung und des -maschinenbaus. Zum Jahresbeginn 2013 übernahm nun das Vorstandsmitglied von PlasticsEurope Deutschland, Dr. Josef Ertl, den Vorsitz im WVK-Vorstand und Hauptgeschäftsführer Dr. Rüdiger Baunemann die Sprecherfunktion für die WVK-Geschäftsführung. Baunemann folgt darin auf GKV-Geschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt, der im letzten Jahr für die WVK-Geschäftsführung sprach.
Für die WVK stehe das laufende Jahr ganz im Zeichen der weltweit größten Kunststoffmesse K, auf der vom 16. bis 23. Oktober 2013 die drei Branchenverbände GKV, PlasticsEurope Deutschland und VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen unter anderem die Chancen und Möglichkeiten präsentieren wollen, die Kunststoffe für mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bieten. Auch die in der WVK vertretene BKV wird auf der K 2013 ihre Themenschwerpunkte präsentieren.
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Bis zum 15. April 2013 können Unternehmen sowie Designer ökologisch und ästhetisch überzeugende Produkte, Dienstleistungen und Konzepte einreichen.
"Grün färben reicht nicht" lautet das Motto des vom Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA) nun schon zum zweiten Mal ausgelobten Bundespreises Ecodesign. Laut Bundesumweltminister Peter Altmaier wollen die Initiatoren damit aufzeigen, "welch kreatives Potenzial es gibt, um Produkte ökologisch besser zu machen – und wie sich anspruchsvolles Design, Ästhetik und Umweltschutz vereinbaren lassen.“ Gesucht werden umweltgerechte Alternativen und Ideen "vom Turnschuh bis zum Mobilitätskonzept". Preise werden vergeben für Produkte, die am Markt erhältlich oder Prototypen mit Marktreife sind, für zukunftsweisende Konzepte, Studien und Modellprojekte, in der Kategorie "Nachwuchs" für Studierende und Absolventen sowie erstmalig auch für bestehende Dienstleistungen und Systemlösungen. Eine interdisziplinär besetzte Jury wird die Einreichungen bewerten. Detaillierte Informationen zum Wettbewerb finden sich unter www.bundespreis-ecodesign.de.
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In China wird über ein Importverbot für ungewaschene Post-Consumer-Kunststoffabfälle nachgedacht. Das könnte die britischen Recyclingziele in Gefahr bringen.
Laut einer Meldung des Recyclingmagazins sieht der britische Fachverband Verpackung und Verpackungsfolien (PAFA) die chinesischen Pläne mit Sorge. Wenn die Exporte deswegen zurückgingen, wären auch die Recyclingziele, die das britische Umweltministerium DEFRA gesetzt habe, in Gefahr. Laut DEFRA-Daten exportiere Großbritannien derzeit rund 67 Prozent seiner Kunststoffabfälle in den fernen Osten, überwiegend nach China. Selbst mit dieser hohen Exportquote sei Großbritannien von der Recyclingquote noch weit entfernt, die das britische Umweltministerium für Altkunststoffe für das Jahr 2017 auf 57 Prozent festgelegt habe.
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US-Forschern könnte die Entwicklung einer Kunststoff-Glühlampe gelungen sein, die ähnlich effizient wie die Leuchtdiode, aber billiger und langlebiger ist.
Die von US-Forschern der Wake Forest University in North Carolina entwickelte Glühbirne bestehe aus drei Schichten flexiblen Kunststoffmaterials. Diese seien mit einer kleinen Menge an Nanopartikeln versetzt, die elektrisch in Schwingung gebracht, ein weißes Licht erzeugen. Es sei der Lichttemperatur von Sonnenlicht ähnlich und damit laut Entwickler Prof. David Caroll für das menschliche Auge sehr angenehm. Das neue Leuchtmittel soll viele Vorteile aufweisen: Es könne in jeder Form - von der großen Lichtmatte bis zur klassischen Glühbirne mit Drehgewinde - hergestellt werden, sei frei von Umweltgiften wie Quecksilber, robust und unzerbrechlich. Darüber hinaus seien die Kunststoff-Glühlampen sehr günstig herstellbar und verfügten über eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren. Bereits für Mitte 2013 sei die erste Serienfertigung geplant.
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Die Mitglieder der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen bewerten den Start ins neue Jahr überwiegend positiv.
Wie die IK mitteilt, bezeichnen 90 Prozent der im Rahmen der vierteljährlich durchgeführten Konjunkturtrendumfrage befragten Unternehmen die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland als gut oder zumindest als befriedigend. Gegenüber dem letzten Quartal 2012 erwarten sie für ihre eigene Umsatzentwicklung Zuwächse. Ebenso rechnen sie mit einer positiven Exportentwicklung. Bei den Rohstoffpreisen gehen sie dagegen von einer unverändert angespannten Situation aus. Die immer volatilere Entwicklung bei den Rohstoffpreisen habe einen entscheidenden Einfluss auf die Vertragsabschlüsse und damit auf die Geschäftsbeziehungen zwischen Verpackungslieferanten und Kunden, so der Verband der Kunststoffpackmittelhersteller.
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Eine neue Website des Österreichischen Kunststoff Kreislauf (ÖKK) will in leicht verständlicher Weise über Mythen rund um den Werkstoff Kunststoff aufklären.
"Wir beantworten Ihnen jede Frage zum Thema Kunststoff" heißt es ambitioniert auf der neuen Homepage des Vereins Österreichischer Kunststoff Kreislauf. Unter www.kunststoffhoertzu.at können User ihre Frage stellen oder ihre Meinung zum Werkstoff äußern. „Mit unserer Kampagne haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Ohr am Endverbraucher zu haben, zu hören was die wirklichen Fragen und Bedenken rund um den Werkstoff sind“, erklärt Leopold Katzmayer, Obmann des Vereins „Österreichischer Kunststoffkreislauf“. Ein Expertenteam aus unterschiedlichen Bereichen wie Zusatzstoffe, Umwelt und Recycling stehe für kompetente Antworten bereit. Bewusst wolle man sich auch kritischen Fragen stellen, denn kaum ein anderes Material werfe trotz seiner unbestrittenen Vorteile beim Verbraucher so viele Fragen und Unsicherheiten auf wie Kunststoff. Deshalb beabsichtige man Verbrauchern mit der Website fundiertes Hintergrundwissen zu vermitteln, damit diese sich selbst eine Meinung zum Werkstoff bilden können. Es zeichne sich bereits ab, dass Nahrungsmittelkontakt, Weichmacher, richtiges Recycling und der Umgang mit Ressourcen wie Erdöl die Topthemen seien, die die Österreicher am meisten beschäftigen.
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Die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung in Frankfurt verstärkt sich: Zum 1. Januar 2013 wird die tecpol Technologieentwicklungs GmbH für ökoeffiziente Polymerverwertung unter das Dach der BKV ziehen.
Die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung in Frankfurt verstärkt sich: Zum 1. Januar 2013 wird die tecpol Technologieentwicklungs GmbH für ökoeffiziente Polymerverwertung unter das Dach der BKV ziehen. Darauf haben sich die Beiräte der beiden Gesellschaften nun verständigt. Die Verhandlungen mit den Gesellschaftern der tecpol werden bis Jahresende abgeschlossen sein. Die BKV hält mit 21,1 Prozent den größten Anteil an dem Unternehmen, das vor rund 10 Jahren gegründet wurde und seinen Sitz in Hannover fand.
Mit der Integration der tecpol werden Ulrich Schlotter und Stephanie Cieplik ihre Arbeitsplätze nach Frankfurt verlegen. Tecpol-Geschäftsführer Hermann Krähling wird seine Tätigkeit für die tecpol aufgeben und zum Kunststofferzeuger Solvay zurückkehren. Unter der Leitung von BKV-Geschäftsführer Dr. Peter Orth werden die beiden Projektmanager ihre Schwerpunkte auf die Themen gesetzlicher Rahmen der Kunststoffverwertung, Kunststoffabfälle in den Meeren (Marine Litter), Marktforschung und Ressourceneffizienz legen.
Peter Orth freut sich bereits auf die Verstärkung: „Die tecpol hat sich seit ihrer Gründung vor rund zehn Jahren dank der Erfahrung und des Einsatzes von Hermann Krähling und seinem Team einen guten Ruf als Expertenplattform für Fragen einer ökoeffizienten Verwertung von Kunststoffen erworben. Ihre Integration ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg, die BKV zu einer herausragenden Kompetenzplattform der deutschen Kunststoffindustrie über die gesamte Wertschöpfungskette weiterzuentwickeln.“ Im Rahmen des Ausbaus der Dialognetzwerke der BKV sollen die von der tecpol ins Leben gerufenen Expertenrunden fortgesetzt und weiterentwickelt werden.
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Die Reclay Group hat die im März dieses Jahres übernommene Vfw GmbH mit der Redual GmbH verschmolzen und beide in Reclay Ffw GmbH umfirmiert.
Im März 2012 übernahm die Reclay Group den Mitbewerber im Bereich der dualen Systeme, die Vfw GmbH. Mit Wirkung zum 7. Dezember wurde diese nun mit der Redual GmbH verschmolzen. Ab sofort sollen die Angebote der beiden Unternehmen inklusive der acht Branchenlösungen der Vfw unter einer neuen Firma, der Reclay Vfw GmbH angeboten werden. Unter dem gemeinsamen Dach sollen die beiden dualen Systeme Redual und Vfw allerdings eigenständig und getrennt voneinander weitergeführt werden. Für deren Kunden und Entsorgungspartner werden sich laut der Unternehmensgruppe neben den üblichen administrativen Umstellungen keine Änderungen ergeben. „Mit der Verschmelzung der Vfw auf die Redual und der Positionierung unter dem neuen Namen Reclay Vfw setzen wir ein klares Zeichen für einen geschlossenen Auftritt der Reclay Group, der für unser weiteres erfolgreiches internationales Wachstum unabdingbar ist“, so Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group.
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In Berlin werden im neuen Jahr die Gelbe Tonne, die Gelbe Tonne plus und die so genannte Orange Box zu einer Wertstofftonne zusammengeführt.
Im April 2012 hatten sich die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die Berliner Stadtreinigung und die für die Verpackungsabfälle zuständigen dualen Systeme auf die Einführung einer einheitlichen Wertstoffsammlung verständigt. In der Zwischenzeit konnten sich BSR und der Entsorger Alba, Gewinner der Ausschreibung der dualen Systeme für das Einsammeln der Leichtverpackungen in Berlin, nach eigenen Angaben über die Details der praktischen Umsetzung einigen: Ab Januar 2013 soll es nun für die Berliner anstelle der drei Tonnen - Gelbe Tonne, Gelbe Tonne plus und Orange Box - nur noch eine Tonne geben, in der neben gebrauchten Verpackungen auch andere Abfälle aus Kunststoff und Metall gesammelt werden können. Elektro-Kleingeräte, Datenträger sowie Holz und Textilien, die bisher in der orangenen Tonne landen konnten, gehören allerdings nicht in die neue Wertstofftonne, sondern müssen wieder zu den Recyclinghöfen gebracht werden.
Mit der Neuregelung soll die Abfalltrennung für die Bürger nicht nur einfacher werden, sondern auch mehr Menschen zum Mitmachen animieren. Neue Behälter sollen aus ökologischen wie aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufgestellt werden. Stattdessen werden die bisherigen gelben und orangenen Behälter nach und nach mit einem einheitlichen Aufkleber versehen werden. Auch noch nicht beklebte Tonnen können ab dem 1. Januar als Wertstofftonne genutzt werden. Hinsichtlich der Abfuhr haben sich BSR und Alba verständigt, dass BSR 12 Prozent des Stadtgebiets anfährt und Alba den Rest übernimmt. Am Ende soll dann alles in der weitgehend automatisierten Alba-Sortieranlage in Hellersdorf landen.
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Ministerialdirektor im Ministerium Rheinland-Pfalz, Dr. Gottfried Jung, plädiert für klare Rahmenbedingungen für hochwertiges Recycling. Dabei sollten Gewerbeabfälle mehr in den Blick geraten.
Im Rahmen einer Jahrestagung zum Abfallrecht 2013 veranschaulichte Dr. Gottfried Jung, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, wie die Abfallwirtschaft künftig immer mehr Teil eines umfassenden Ressourcenmanagements werde. Dabei gehe es ihm hinsichtlich der Frage, wer denn künftig für die Sicherstellung hochwertigen Recyclings verantwortlich sein soll, weniger darum, ob dies in öffentlich-rechtlicher oder in privater Hand liege, als vielmehr um die Festlegung klarer und anspruchsvoller Rahmenbedingungen. Darüber hinaus sollte der Verarbeitung von Gewerbeabfällen mehr Beachtung geschenkt werden als bisher. Jung zitierte eine Studie des Umweltbundesamts, nach der im Jahr 2007 rund 6,4 Millionen Tonen gemischter gewerblicher Abfälle angefallen waren, von denen nur 16,5 Prozent sortiert wurden. Wäre die gesamte Menge einer vollständigen Sortierung unterzogen worden, wären 1,9 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe zu gewinnen gewesen, so Jung. Im Vergleich dazu sei der erwartete Output durch Einführung einer Wertstofftonne deutlich niedriger.
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Zum 1. Januar 2013 bekommt der Kölner Rohstoffhändler Alba SE ein neues Mitglied: Rob Nansink soll die internationale Ausrichtung intensivieren.
Der Aufsichtsrat des Umweltdienstleisters und Rohstoffhändlers Alba SE (bis Ende Juni noch Interseroh SE) mit Sitz in Köln berief den 50jährigen Niederländer, der seit 2007 für Alba tätig ist, mit Wirkung zum 1. Januar nächsten Jahres in die neue Funktion. Er soll im Vorstand den Bereich Trading verantworten. Neben der Intensivierung des Auslandsgeschäfts soll er auch die Erweiterung des Geschäftsfelds "Nichteisen-Metalle" begleiten. Dabei könne er auf 20 Jahre Erfahrung im Handel mit Asien zurückgreifen. 1990 gründete er das niederländische Unternehmen Europe Metals B.V. und baute das Unternehmen mit Gesellschaften in den Niederlande und Hong Kong zu einem der größten Exporteure von Nichteisen-Metallen in Europa aus. Europe Metals ist heute eine einhundertprozentige Tochter der ALBA SE. "Wir sind sehr froh, mit Rob Nansink einen ausgewiesenen Experten für diese Aufgabe gewonnen zu haben“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Axel Schweitzer, der weiterhin im Vorstand für die Finanzen verantwortlich zeichne. Ebenso bleibe Joachim Wagner für das Segment Dienstleistung zuständig.
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PLA-Biokunststoffe sind leicht zu recyceln - das behauptet zumindest das niederländische Unternehmen Purac. Eine interaktive "Do it yourself"-Maschine soll demonstrieren, wie's geht.
Die Maschine ist nach Angaben von Purac, einem Hersteller von Biokunststoffen auf Basis von Polymilchsäure (PLA), im Rahmen der "Perpetual Plastic Projects" entstanden. Dabei handele es sich um eine von Purac gesponserte Initiative ehemaliger Studenten der TU Delft und GroenBeker, einem Hersteller von Bechern aus nachwachsenden Rohstoffen.
Die interaktive Demonstrationsmaschine dient dazu, auf Veranstaltungen die gesamte Prozesskette zu veranschaulichen: von der Reinigung und Trocknung über die Zerkleinerung, das Schmelzen und die Extrusion bis hin zur Erstellung eines neuen Produktes. In einem Video von Purac ist der Recyclingprozess eines Bechers aus PLA nachzuverfolgen.
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Letzte Woche legte die Kommission einen Vorschlag zum nunmehr 7. Umweltaktionsprogramm vor, bei dem auch die Förderung der Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle spielt.
Der Vorschlag zum 7. Umweltaktionsprogramm (UAP) trägt den Titel "Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten" und steckt den übergeordneten Rahmen der Umweltpolitik bis zum Jahr 2020 ab. Darin werden neun Ziele formuliert, die die EU und ihre Mitgliedsstaaten erreichen sollen. Dazu zählt auch der Übergang der EU zu einem "ressourceneffizienten, umweltschonenden und wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaftssystem", wie Euwid in seiner aktuellen Ausgabe aus dem Programm zitiert. Kreislaufwirtschaft spiele dabei ein wichtige Rolle, indem "der Abfall zur Ressource" werde. Viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Abfallwirtschaft und Nutzung der Abfälle als Ressourcen seien noch ungenutzt. So moniert die EU-Kommission, dass in der EU im Schnitt nur etwa 40 Prozent der festen Abfälle genutzt würden. Viele Mitgliedsstaaten entsorgten noch über 75 Prozent ihrer Siedlungsabfälle auf Deponien, während andere über 70 Prozent bereits recycelten. Die Kommission mahnt an, die EU-Abfallreglements und die Abfallhierarchie als Mindestvoraussetzung für die Nutzbarmachung der Abfälle umzusetzen.Außerdem müssten das absolute Pro-Kopf-Abfallaufkommen reduziert, die energetische Verwertung auf nicht recycelbare Materialien beschränkt und die Ablagerung auf Deponien nach und nach abgeschafft, qualitativ hochwertiges Recycling gewährleistet und Märkte für Sekundärrohstoffe erschlossen werden.
Der Vorschlag der Kommission wird als nächstes im EU-Parlament und im Rat zu prüfen sein.
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Ende November schied Thomas Hohenschurz aus der Geschäftsleitung des Tochterunternehmens der Duales System Holding (DSD) aus.
Thomas Hohenschurz hatte vor acht Monaten Hauke Schlüter abgelöst, nun ist er am 23. November ebenfalls aus der Geschäftsleitung des in Hörstel ansässigen Recyclingunternehmens Systec Plastics Gmbh ausgeschieden, wie Kunststoff Information (KI) meldet. Michael Heyde ist demnach nun alleiniger Geschäftsführer des DSD-eigenen Herstellers von Mahlgütern und Regranulaten aus Polyproylen.
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„Kunos Coole Kunststoff-Kiste", ein Experimentierset mit begleitenden Lehrer-Anleitungen, ist ein von PlasticsEurope Deutschland für die Aufklärung über Kunststoffe in Grundschulen konzipiertes Materialpaket. Es wird an über 8.000 Schulen in Deutschland eingesetzt und ist jetzt auch auf Facebook präsent.
PlasticsEurope Deutschland e.V. (Frankfurt am Main), bzw. dessen Vorgänger VKE, engagiert sich seit 20 Jahren für die Aufklärung über Kunststoffe in Schulen. „Kunos Coole Kunststoff-Kiste" stellte der Verband der Kunststofferzeuger vor über zehn Jahren erstmalig vor. Mit der Präsenz des Angebotes bei Facebook will die Schulinitiative der Kunststofferzeuger eine Plattform für den Dialog über die fünf „Kuno-Experimente“ bieten. Grundschullehrer, Schüler und andere Interessierte finden dort Informationen über Veranstaltungen, Aktionen und weitere Neuigkeiten rund um „Kunos coole Kunststoff-Kiste" und sind eingeladen, die Inhalte von Kunos Facebook-Seite interaktiv mitzugestalten. Neben dem interaktiven Dialog zu den Experimenten und der Diskussion mit und unter Lehrern sollen auch artverwandte Kunststoff- und Bildungsthemen den Facebookauftritt prägen.
Weitere Infos: www.facebook.de/kunoskunststoffkiste, www.plasticseurope.org
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Das britische Oberhaus hat Änderungen der Verpackungsverordnung zugestimmt, wonach die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen angehoben werden soll.
Das jetzt fixierte Ziel bedeute eine Steigerung von 24 Prozent auf 42 Prozent im Jahr 2017. Verbände der Kunststoffindustrie hielten die Ziele für unerfüllbar, wie die „Plastics and Rubber Weekly“ berichtet. Ihre Forderung, realistischere Ziele und nicht die „ambitionierten Ziele Westminsters“ zu setzen, sei vollkommen ignoriert worden. Der britische Umweltminister Lord de Mauley lasse sich von den Einwänden der Verbandsvertreter nicht beeindrucken. Diejenigen unter den Kunststoffherstellern, die die Ziele ablehnen würden, stünden lediglich für 10 bis 15 Prozent der Gesamtmenge an produzierten Kunststoffen.
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Als bestes Produkt aus Recyclingkunststoff des Jahres 2012 prämierte die EPRO Polyestergarne des italienischen Herstellers Filatura di Saluzzo. Die Fasern werden nach Angaben des Unternehmens zu 100 Prozent aus recycletem PET hergestellt.
Die prämierten Polyestergarne aus recyceltem PET vermarktet Filatura di Saluzzo unter dem Namen Newlife. Die gesamte Lieferkette sei in Italien angesiedelt. Das Unternehmen beziehe die Flakes zur Herstellung der Garne von dem Recycler Dentis (St. Albano Stura). Dieser erhalte die in Italien gesammelten PET-Flaschen von einem Sortierbetrieb nahe Turin. Das Newlife-Polyestergarn werde zur Herstellung von Bekleidungs- und Möbelstoffen eingesetzt.
Seit 2009 lädt die EPRO (European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisation, Brüssel) als Dachorganisation europäischer Garantiegeber für Kunststoffverpackungen einmal im Jahr zur Teilnahme am Wettbewerb um die besten Recyclingprodukte ein.
Weitere Infos: www.newlifeyarns.com, www.epro-plasticsrecycling.org
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Ende November wählte die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Peter Kurth in ihr Präsidium.
Kurth, der auch Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) ist, wird dem BDI-Präsidium in den Jahren 2013 und 2014 angehören. „Ich freue mich über diese Wahl, weil sie zum einen ein Ausdruck der gestiegenen Bedeutung unserer Branche und unseres Verbandes ist“, sagte Kurth zu seinem neuen Amt. „Zum anderen verstehe ich sie als Zeichen der Geschlossenheit der gesamten Wirtschaft in der Auseinandersetzung mit der derzeitigen Rekommunalisierungswelle, von der zunehmend auch andere Branchen betroffen sind“, ergänzte der BDE-Päsident. Der neue Präsident des BDI heißt Ulrich Grillo. Er wurde zum Nachfolger von Hans-Peter Keitel gewählt. Eine Wahl, die der BDE ebenfalls begrüße, da Grillo in besonderer Weise die Bedeutung einer stabilen und bezahlbaren Rohstoffversorgung erkannt und in den letzten Jahren bereits vorangetrieben habe. Das Anliegen der Sekundärrohstoffwirtschaft sei bei ihm in guten Händen, so der BDE. Seit November 2009 ist Peter Kurth geschäftsführender Präsident des Entsorgerverbandes BDE. Zusätzlich ist er seit Februar 2010 Präsident des europäischen Dachverbandes FEAD.
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Die Ressourcenproduktivität der 27 EU-Staaten stieg nach kürzlich veröffentlichten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat im Zeitraum von 2000 bis 2009 um 17 Prozentpunkte. Ein ressourceneffizientes Europa gilt als Flagschiff der Europa 2020 Strategie.
Eine Entwicklung hin zu einer ressourceneffizienten, kohlenstoffarmen Wirtschaft werde angestrebt, um ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen.
Die Ressourcenproduktivität - gemessen als Verhältnis von hergestellter Gütermenge zum Ressourceneinsatz (inkl. Schadstofffreisetzung) - der EU-27-Staaten stieg laut Eurostat von 1,33 Euro pro Kilogramm inländischem Materialverbrauch (Domestic Material Consumption, DMC) im Jahr 2000 auf 1,55 Euro pro Kilogramm DMC im Jahr 2009. Dabei steht der inländische Materialverbrauch (DMC) für die Gesamtentnahme an direkt verwertetem Material innerhalb einer Volkswirtschaft. Er ist laut Eurostat definiert als die jährliche Menge an Rohmaterial, die aus dem inländischen Hoheitsgebiet entnommen wird, zuzüglich aller physischen Einfuhren abzüglich aller physischen Ausfuhren. Der genannte Zuwachs bedeute einen jährlichen Anstieg von im Mittel rund 1,6 Prozent.
Allerdings sei bei der Ressourcenproduktivität des Jahres 2009 aufgrund des Absinkens des DMC um 11 Prozent ein starker Anstieg zu verzeichnen gewesen. Die europäische Ressourcenproduktivität habe sich aufgrund der zeitweise rezessiven Wirtschaftslage im vergangenen Berichtszeitraum nicht stetig entwickelt. Nach einem konstanten Anstieg zwischen 2000 und 2003 sei es im Jahr 2004 zu einem signifikanten Einbruch gekommen. Danach verzeichneten die Statistiker wieder eine stetige Zunahme der Ressourcenproduktivität bis zum Jahr 2008. Seither habe sich die Wirtschaftskrise vor allem im Bereich der materialintensiven Industrien bemerkbar gemacht, so dass der DMC deutlich mehr absank als das Bruttoinlandsprodukt der Länder. Beim Länderranking der Ressourcenproduktivität in den EU-Staaten liege im Jahr 2009 die Niederlande vorne, das Schlusslicht bilde Rumänien.
Weitere Infos: eurostat.ec.europa.eu
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Die bisherige Leiterin der Kommunikation bei PlasticsEurope in Brüssel Hanane Taidi übernimmt zum 1. Dezember die Position der Kommunikationsdirektorin.
Neben der Leitung der Kommunikation hatte Hanane Taidi unter anderem bereits die Koordination der internen und externen Kommunikationsprogramme in Europa zu verantworten. Zum 1. Dezember übernimmt sie nun die Position der Kommunikationsdirektorin, wie der paneuropäische Verband der Kunststofferzeuger meldet. Dessen Executive Director Wilfried Haensel zeigt sich hocherfreut über ihre Bereitschaft, das Amt zu übernehmen, da die Kommunikationsexpertin mit ihrem ausgeprägten Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der europäischen Kunststoffindustrie dem Verband große Dienste erweise.
Taidi kam nach Abschluss ihres Studiums der englischen Sprache und Literatur an der „Ablemalik Essaadi University“ und der „Charles de Gaulle Lille III University“ bereits vor 13 Jahren zu PlasticsEurope. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Die Kunststoffindustrie in Europa ist eine Schlüsselindustrie. Wir müssen die Vorteile unseres Materials besser kommunizieren und den Dialog mit allen Stakeholdern intensiver führen“, sagt Taidi, die fließend Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch sprechen soll.
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Auch wenn die Abkürzung bleiben soll, nennt sich der europäische Verband der Kunststoffrecycler nun "Plastics Recycler Europe". Entsprechend erneuert wurden der Internetauftritt und das Strategiepapier.
EuPR, die europäische Vereinigung der Kunststoffrecycler, erschien rechtzeitig zur Hauptjahresversammlung am 21. und 22. November in Brüssel mit einer neuen Corporate Identity, die der positiven Entwicklung in der Kunststoffrecyclingbranche Rechnung tragen soll. Der ein wenig veränderte Name "Plastics Recyclers Europe" genauso wie das neue Gesicht der Website sollen dies unterstreichen.
Auch das Strategiepapier des Verbands erfuhr eine Aktualisierung. Darin wird als Hauptziel genannt, die Recyclingquoten anzuheben. Auch das Ziel ein Öko-Design für Kunststoffprodukte einzuführen, um das Recycling effizienter und einfacher zu machen, wollen die Recycler verfolgen. "Wir sollten uns für höhere Recyclingquoten einsetzen, um in Europa effizienter zu werden und unsere eigenen Ressourcen besser zu nutzen", sagte EuPR-Präsident Ton Emans in Brüssel.
Mehr: www.plasticsrecyclers.eu
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Die Europäische Kommission plant gemeinsam mit dem BMU im April 2013 eine internationale Konferenz zur Vermeidung und Verringerung von Müll im Meer.
In der Veranstaltung, an der auch Umweltkommissar Janez Potocnik und Bundesumweltminister Peter Altmaier teilnehmen wollen, soll es um regionale Aktionspläne für die europäischen Meere gehen. Ziel sei die Erarbeitung eines praktischen Instrumentariums für Maßnahmen, teilte die EU-Kommission vergangene Woche mit. Entsprechend der Verpflichtung, die führende Politiker im Rahmen des Rio+20-Umweltgipfels eingegangen sei, bis 2025 den Abfall im Meer deutlich zu reduzieren, wolle die EU-Kommission Vorreiter sein. Zur "Sensibilisierung und als Denkanstoß" veröffentlichte sie gleichzeitig ein Arbeitspapier mit einer Übersicht über EU-Politik und -Gesetzgebung sowie über laufende und geplante Initiativen in diesem Bereich. Darin wird u.a. eine bessere Umsetzung der bereits bestehenden Regelungen und Maßnahmen gefordert, wie auch die nach wie vor mangelhafte Datenbasis als Problem benannt. Allerdings seien Studien etwa zur Machbarkeit von Maßnahmen zur Verringerung des Littering oder zu Quellen und Auswirkungen von Abfällen in der Meeresumwelt schon angelaufen bzw. im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU vorgesehen.
»»Arbeitspapier "Overview of EU policies, legislation and initiatives related to marine litter"
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Laut Epro wurden im Jahr 2011 in den EU-27-Ländern plus Schweiz und Norwegen Kunststoffverpackungsabfälle zu rund 33 Prozent recycelt, zu 33 Prozent energetisch verwertet und zu 33 Prozent auf Deponien abgelagert.
Laut Epro (European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisations) wurden 2011 5,25 Millionen Tonnen in den genannten Ländern recycelt. Im Vorjahr waren es 32,6 Prozent, so dass mit den 33,6 Prozent im Jahr 2011 erneut eine leichte Steigerung der Recyclingquote erreicht werden konnte. Ohnehin werde damit die EU-Richtlinie für Verpackungen und Verpackungsabfälle, die eine Recyclingquote von 22,5 Prozent vorschreibe, weit übertroffen. Außer Malta und Zypern hätten alle EU-27+2-Staaten die Quoten erfüllt.
Über das Recycling hinaus wurden laut Epro weitere 33,2 Prozent der Kunststoffverpackungsabfälle energetisch verwertet und ebenfalls 33,2 Prozent auf Deponien abgelagert. Neben den Kunststoffverpackungen aus Privathaushalten (rund 63 Prozent), die zu 31,1 Prozent recycelt wurden, nahmen von den Abfällen aus Industrie und Handel (37 Prozent) 36,6 Prozent einen stofflichen Verwertungsweg.
Die Zahlen entstammen dem von PlasticsEurope, EuPC, EuPR und EPRO herausgegebenen jährlichen Report "Plastics -The Facts 2012".
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Laut der neu gegründeten Dachgesellschaft Capka Group entsteht mit der Fusion ein „breit gefächerter internationaler Anbieter von Kunststoffpaletten, Boxen und Containerboxen"
Die CABKA GmbH aus Deutschland und die belgische IPS Innova Packaging Systems NV fusionieren unter dem Dach der neu gegründeten CABKA Group. Bis zur Bekanntgabe einer gemeinsamen Marke sollen die CABKA- und IPS-Labels erhalten bleiben.
Durch die Fusion der beiden Firmen mit sich ergänzenden Produktportfolios entstehe ein breit gefächerter Anbieter von Kunststoffpaletten, Boxen und Palettenboxen. CABKA, die für ihre Kunststoffprodukte Recyclingmaterial einsetzt, legt einen besonderen Schwerpunkt auf preiswerte Einweg-Paletten für den Export, IPS auf höherpreisige Mehrweg-Paletten. „Wir wollen gemeinsam organisch wachsen durch ein starkes Angebot und die ständige Erweiterung mit Innovationen“, sagte Gat Ramon, Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung der neuen CABKA Group. „Beispielsweise werden wir für den neuen Geschäftsbereich EcoProducts eine Produktionslinie inklusive Recyclinganlage für Mischkunststoff in der Nähe von Ieper (Belgien) aufbauen.“ Insgesamt werde die neue Gruppe rund 390 Mitarbeiter beschäftigen, von denen zwei Drittel von CABKA und ein Drittel von IPS eingebracht werden. Es seien keine Veränderungen in der Belegschaftsgröße geplant.
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Die ALBA SE sieht sinkende Umsatzzahlen im dritten Quartal mit einem konjunktur- und krisenbedingten Rückgang der Rohstoffnachfrage in Europa begründet. Ein weiterer Nachfragerückgang sei laut Vorstandschef Dr. Axel Schweitzer zu erwarten.
Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals verwies Vorstandschef Dr. Axel Schweitzer auf die spürbar nachlassende Rohstoffnachfrage in vielen Staaten, die sich ein Stück weit in den Zahlen der ALBA SE (bis 2. Juli 2012 Interseroh SE) widerspiegele. Die europäische Schulden- und Konjunkturkrise werde nach Schweitzers Einschätzung einen weiteren Rückgang der Nachfrage an den Rohstoffmärkten zur Folge haben. Die Rohstoffbranche und damit auch die Sekundärrohstoffbranche seien gute Frühindikatoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung: „Deutschland geht es im europäischen Kontext vergleichsweise gut, aber alle europäischen Krisenländer haben mit negativen Wachstumsraten zu kämpfen. Das belastet auch die deutschen Produzenten sowie vor- und nachgelagerte Industrien, zum Beispiel die Recyclingbranche.“
Die ALBA SE bündelt als börsennotierte Tochter des Familienunternehmens ALBA Group die Aktivitäten Stahl- und Metallrecycling sowie Verpackungsrecycling, Abfallvermeidung und Kreislaufmanagement.
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Die auf das Recycling von Kunststoffen spezialisierten Unternehmen Multiport Recycling GmbH und MultiPet Gesellschaft für PET Recycling mbH präsentieren sich mit neuem Webauftritt, neuer Produktlinie und kundenorientierter Gesamtstrategie.
Wie die Geschäftsführer Herbert Snell und Michael Dausel erläutern, zeigt die neue Internetseite „nicht nur das gesamte Leistungsspektrum unserer Unternehmen, sondern gibt auch umfassende Informationen über unsere Produkte“. Ein modernes und nutzerfreundliches Design spiegele die kundenorientierte Strategie beider Unternehmen wider. Auch die Einführung der neuen Produktlinie „multithene“, „multiprop“ und „multipet“, wie sie erstmals auf der FAKUMA 2012 im Oktober der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sei nah am Kunden ausgerichtet. „Multithene“ steht für die HDPE Compounds von Multiport, „multiprop“ für die PP Compounds und PP haltigen Mahlgüter und „multipet“ für die PET Flakes von MultiPet. Damit sehen sich Unternehmen gut aufgestellt: "Mit unserer klaren qualitätsgesicherten Produktlinie geben wir in einem umkämpften Markt Orientierung und Sicherheit," so die Geschäftsführer.
Multiport und MultiPet verwerten am Standort in Bernburg bis zu 70.000 Tonnen Kunststoffabfälle aus Haushaltssammlungen und Industrie, aus denen Compounds, Regranulate und Mahlgüter (Recyclate) für die Kunststoffindustrie hergestellt werden.
Weitere Infos: www.plastic-recycling.eu
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Der aktuelle Konjunkturbericht der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) liegt vor: Kunststoffverarbeitung und -erzeugung verloren im Jahr 2011 zwar an Wachstumstempo, bewegen sich aber auf hohem Niveau. Das Wachstum bei den Kunststoff- und Gummimaschinen setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2012 fort.
Nach der schweren Rezession im Jahr 2009 erlebte die Kunststoffindustrie in Deutschland einen deutlichen Aufschwung. Kunststoffverarbeitung und -erzeugung verloren im Jahr 2011 zwar an Wachstumstempo, bewegen sich aber noch auf hohem Niveau, während der Anstieg sich bei den Kunststoff- und Gummimaschinen auch zu Beginn des Jahres 2012 fortsetzte. Zu diesem Ergebnis kommt der Konjunkturbericht für die deutsche Kunststoffindustrie, den die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) als gemeinsame Branchenvertretung von Kunststofferzeugung, -verarbeitung und Kunststoffmaschinenbau in Deutschland kürzlich vorgelegt hat. Der Bericht liefert eine Analyse der Wirtschaftsentwicklung bis zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2012 sowie einen Ausblick für den Rest des Jahres 2012. Für das Jahr 2012 seien demnach in der Kunststofferzeugung sowie bei den Kunststoff- und Gummimaschinen (KuG) leicht rückläufige Tendenzen bei Produktion und Umsatz erkennbar, während die Kunststoffverarbeiter seit Mitte dieses Jahres nochmals leicht steigende Produktionsmengen bei konstant hohem Umsatzniveau verzeichneten.
Im Außenhandel beobachteten die Berichtsautoren tendenziell leicht rückgängige Import- und Exportmengen im Jahr 2012 sowohl bei den Kunststoffwaren als auch bei den Primärkunststoffen. Der Export von Kunststoffmaschinen habe den oberen Wendepunkt in 2011 überschritten; der Exportüberschuss liege weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Weitere Infos: www.wv-kunststoff.de, wvk-konjunkturbericht Oktober 2012 (pdf-Datei zum Downlod)
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Wie aus den aktuell veröffentlichten Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht, konnte die Europäische Union die Recycling- und Verwertungsquoten bei allen Verpackungsmaterialien im Jahr 2010 steigern. Die Recyclingrate für Verpackungsabfälle aus Kunststoff stieg auf 33,3 Prozent.
Wie aus den aktuell veröffentlichten Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht, konnte die Europäische Union die Recycling- und Verwertungsquoten bei allen Verpackungsmaterialien im Jahr 2010 steigern. Die Gesamt-Recyclingquote stieg demnach um 0,8 Prozentpunkte auf 63,3 Prozent. Der Anteil der Verwertung (stofflich und energetisch) erhöhte sich von 74,6 auf 76,2 Prozent. Bei Kunststoffabfällen verzeichneten die Statistiker ebenfalls eine Steigerung der Recyclingrate von 32,2 Prozent im Jahr 2009 auf 33,3 Prozent im Jahr 2010. Von den 14,85 Millionen Tonnen Kunststoffabfällen (Vorjahr: 14,49 Millionen Tonnen) wurden 4,94 Millionen Tonnen stofflich verwertet. Die EU-weit höchsten Kunststoff-Recyclingquoten erreichten Slowenien (67,3 Prozent), Tschechien (54,0 Prozent) und Deutschland (49,4 Prozent). Die laut Richtlinie vorgegebene Quote für das Kunststoffrecycling von 22,5 Gewichtsprozent erreichten alle EU-Staaten bis auf Polen (20,2 Prozent) und Malta (22,0 Prozent), für die aber noch die Übergangsregelung gilt.
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Mit einem Weißbuch möchte der PVC-Recycler Vinyloop Entscheidungsträger aus Industrie und Handel dafür sensibilisieren, dass Recycling den ökologischen Fußabdruck von PVC drastisch senken kann.
Ein Ergebnis der Lebenszyklusanalyse, die im Vinyloop-Werk recyceltes PVC mit herkömmlichem PVC-Compound vergleicht, lautet, dass der Primärenergiebedarf von rezykliertem PVC gegenüber der herkömmlichen Produktion von PVC-Compound sich um knapp die Hälfte (46 Prozent) verringert. Die Treibhausgasemissionen können nach Angaben von Vinyloop mit recyceltem PVC um 39 Prozent gesenkt werden.
Für Christian Thamm, Marketing and Development Manager bei Solvin, dem Partner von Vinyloop, zeigt das Weißbuch, „wie Recycling von Kunststoffen der zunehmenden Forderung nach nachhaltiger Produktion gerecht wird". Anders als sonst, sei in der Untersuchung nicht nur für das Material, sondern auch für das finale Produkt eine Umweltbilanz errechnet worden, was den positiven Einfluss von recyceltem Material aufzeige. So habe zum Beispiel ein handelsüblicher Gartenschlauch, wenn er zu 50 Prozent aus Material von Vinyloop hergestellt werde, einen um 20 Prozent reduzierten CO2-Fußabdruck. Marktpotenzial sieht Vinylloop für rezykliertes PVC in Garten- und Luftschläuchen, Dachbahnen und Bodenbelägen sowie wasserdichten Membranen.
Vinyloop ist Teil der freiwilligen Selbst-Verpflichtung der PVC-Industrie "Vinylplus", mit der im Jahr 2020 insgesamt 800.000 Tonnen PVC pro Jahr recycelt werden sollen.
Das White Paper steht unter www.vinyloop.com zum Download bereit.
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Eine aktuelle Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts im Auftrag des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz zur Zukunft des Recyclings zeigt die Notwendigkeit zu mehr Anstrengungen auf.
Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) aus Rüschlikon bei Zürich ging im Auftrag des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz der Frage nach, wie sich der Wert von Abfall in Zukunft entwickeln wird und wie wir einer Kresilaufwirtschaft und Zero-Waste-Gesellschaft näher kommen können. Die Ergebnisse der Studie, die die wichtigsten Trends im Umgang mit Haushaltsabfällen untersucht und daraus Szenarien ableitet, wurden beim Swiss Recycling Forum 2012 Anfang November vorgestellt. Dabei werde klar, dass ein Verharren im Status quo keine Lösung sei, wie das GDI formuliert. Trotz des Recyclings wüchsen in der Schweiz weiterhin die Müllberge. Höhere Recycling-Quoten garantierten zwar keinen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen, doch um Rohstoffe im Kreislauf zu halten, brauche es noch große technische wie gesellschaftliche Entwicklungen – allem voran aber den Willen aller involvierten Parteien, gemeinsam Lösungen zu suchen und zu entwickeln.
»»Download der GDI-Studie "Vom Abfall zum Rohstoff? Die Zukunft des Recyclings"
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Über 170 Experten für Abfallwirtschaft und Ressourceneffizienz kamen am 6. und 7. November zur Identiplast nach Warschau und diskutierten das Ziel einer europaweit hohen Verwertung von Kunststoffabfällen.
Wie kann das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 keine Kunststoffabfälle mehr auf Deponien landen, erreicht werden? Diese Frage stand auf der Identiplast, die dieses Jahr in Warschau vom 6. bis zum 7. November stattfand, im Zentrum der Diskussionen, an denen unter anderem Prof. Helmut Maurer, bei der EU-Kommission zuständig für Umweltthemen, Boguslaw Sonik, polnischer Abgeordneter des EU-Parlaments sowie Vertreter aus dem polnischen Umweltministerium teilnahmen. 40 Prozent der Teilnehmer sahen das Ziel angesichts der großen Unterschiede, wie Abfallwirtschaft in Europa betrieben wird, als sehr herausfordernd an. Alle Beteiligten müssten ihre Anstrengungen deutlich intensivieren, meint auch Jan-Erik Johansson, Programmdirektor für Ressourceneffizienz bei PlasticsEurope, und dies reiche von der Politik bis hin zum raschen Ausbau der Infrastruktur für die Sammlung und Wiederaufbereitung von Kunststoffen.
Sonik hatte in seiner Eingangsrede auf die enorme Herausforderung für die Mitgliedstaaten hingewiesen, ein solches Ziel umzusetzen. Zahlreiche Hindernisse müssten überwunden und gleichzeitig umfassende EU-Richtlinien umgesetzt werden. In Ländern, die noch weitgehend auf Deponierung setzten, sollten die neuesten Technologien sowohl für das Recycling als auch für die energetische Verwertung von Kunststoffabfällen verfügbar gemacht werden.
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Spezialrecycler PDR und bvse präsentierten in Berlin eine aktuelle Ökobilanz, die das Recycling von PUR-Schaumdosen (Einkomponenten-Dosen) gegenüber einer Kombination aus energetischer und stofflicher Verwertung als deutlich überlegen ausweist.
Die Rückgewinnung von Wertstoffen, das vorrangige Ziel der Kreislaufwirtschaft, sei auch mit bestimmten Sonderabfällen erreichbar, unterstrichen die auf Abfälle mit Gefährdungspotenzial spezialisierte PDR (Produkte durch Recycling) Recycling GmbH aus Thurnau und der bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) am 8. November in Berlin mit der Präsentation einer aktuellen Ökobilanz. Bvse-Geschäftsführer Eric Rehbock begründete damit seine Forderung, dem stofflichen Recycling einen Vorrang gegenüber der thermischen Verwertung einzuräumen. Laut der Ökobilanz ist es ökologisch vorteilhafter, PUR-Schaumdosen (Einkomponentendosen) einschließlich ihrer Inhaltsstoffe zu recyceln, als nur die Verpackungsbestandteile stofflich zu verwerten und den Test einer thermischen Verwertung zuzuführen. Clemens Strotmann, Staatssekretär a.D. des Bundesumweltministeriums, sieht in diesem Ergebnis bereits den Nachweis, dass PUR-Schaumdosen gemäß der im Kreislaufwirtschaftsgesetz festgeschriebenen Abfallhierarchie komplett verpflichtend einer stofflichen Verwertung zuzuführen seien, weil dadurch der Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleistet werde.
Rund 90 Prozent der 25 Millionen PUR-Schaumdosen, die jährlich in Deutschland für Dämm- und Dichtarbeiten zum Einsatz kommen, sind bei PDR lizenziert, die die Rücknahmelogistik und Verwertung der Dosen organisiert,. Die aktuelle Rücknahmequote betrage 30 Prozent mit deutlichem Steigerungspotenzial, wie PDR-Geschäftsführer Thomas Hillebrand versichert. Die mehr oder weniger entleerten Dosen hätten weder im Restmüll noch im Gelben Sack etwas verloren. In den Sammlungen der dualen Systeme stellten sie keine „intelligenten“, sondern im Gegenteil „dumme“ Fehlwürfe dar, wie Strotmann betont, weil die potenziell austretenden Schäume Mitarbeiter gefährdeten und ganze Chargen von Verpackungsabfällen für eine Verwertung unbrauchbar machten. Das Gefährdungspotenzial solcher Abfälle nutzt Hillebrand auch als Argument für die Existenzberechtigung seriöser Branchenlösungen, die derzeit einen schweren Stand in der (fach)öffentlichen Meinung hätten. Verpackungen „schadstoffhaltiger Füllgüter“ dürften in keinerlei gemischter Sammlung landen, sondern müssten auch weiterhin getrennt gesammelt werden. Das PDR-Verfahren biete eine 95-prozentige stoffliche Verwertung der Verpackungs- und Restinhaltsstoffe. Mit der Rückführung der aufbereiteten Weißblech-, Kunststoff-, Treibgas- und Prepolymergemischanteile an die Hersteller würden Kreisläufe beispielhaft geschlossen. Zur Steigerung der Rücklaufquoten sei allerdings noch einiges an Aufklärungs- und Informationsarbeit erforderlich, um mehr private wie gewerbliche Verbraucher zur gebotenen Getrenntsammlung anzuregen, sind sich die Beteiligten einig.
Im Laufe der Pressekonferenz stellte der Recyclingkünstler Tobias Werner sein Werk aus einer alten PUR-Schaumhartplatte fertig - einen Phoenix als klassisches Symbol für die Wiedergeburt (s. Bild).
Quellen:
Am 6. und 7. November hatte der USV zu einem Kongress zur Frage „Welche Wertschöpfung ist aus der Wertstofftonne zu erwarten?“ nach Berlin eingeladen. Dabei wurde vor allem deutlich, was nicht zu erwarten ist: ein Wertstoffgesetz noch in der laufenden Legislaturperiode.
Am deutlichsten sprach dies Eric Rehbock, Geschäftsführer des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) am Ende der zwei halben Kongresstage aus. Bis Ostern nächsten Jahres sei ein Wertstoffgesetz faktisch nicht mehr zu machen. Rehbock machte aus seiner Enttäuschung über den Verlauf der Diskussionen um das neue Gesetz keinen Hehl: Im Zuge des BMU-Planspiels seien sich noch alle Beteiligten einig gewesen, doch seit einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Münchner Messe IFAT, bei der BDE und VKU aus dem Konsens ausscherten und mit unterschiedlichen Motiven auf Abwarten plädierten, sei die Kompromissbereitschaft bei allen Beteiligten außerhalb des bvse abhanden gekommen.
Ebenso frustriert hatte sich am Vortag Jürgen Seitel aus dem Bundesumweltministerium (BMU) geäußert. Auch er monierte die geringe Kompromissbereitschaft bei den Beteiligten, allenfalls aus den Reihen der Produktverantwortlichen sei Konstruktives gekommen. Kaum ein Gesetzesvorhaben sei so gut mit Studien und Planspiel vorbereitet gewesen, was nun aus der Rückschau kaum mehr gebracht habe, als wenn direkt ein Gesetzesentwurf vorgelegt worden wäre, so der Mitarbeiter aus dem BMU-Referat, das für das Thema „Wertstoffrückgewinnung“ verantwortlich zeichnet. Die Frage, wie es nun weitergehe, beantwortete Seitel nicht eindeutig, doch schätzt auch er die Chancen für einen kurzfristigen Kompromiss eher gering ein. Er erinnerte aber daran, dass unabhängig davon, ob es ein Wertstoffgesetz geben werde oder nicht, die Getrennthaltung ab 2015 verpflichtend sei.
Die Frage nach der Wertschöpfung aus der Wertstofftonne war, wenn überhaupt gestellt, bei den Kongressreferenten in der Regel rasch beantwortet: Es gibt (noch) keine. Für das, was für Sammlung, Sortierung und Verwertung trotz teilweiser Vermarktungserlöse draufzuzahlen ist, kommt letztendlich der Verbraucher auf, egal, welches Modell am Ende zum Tragen kommt. So geht es beim Streit um die Wertstofftonne letzten Ende auch weniger darum, wer die zu erwartenden fünf Prozent mehr an Abfällen erhalte, als um die „Systemfrage“, wie künftig Abfallwirtschaft organisiert werde, machten vor allem Vertreter aus kommunalen Organisationen deutlich.
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Trotz gestiegener Energiekosten für den Transport erhöht die RIGK die Preise auch im Jahr 2013 nicht.
Abfüller und Vertreiber, die ihre Kunststoffverpackungen über das RIGK- bzw. RIGK-G(efahrstoff)-System lizenzieren, müssen auch im Jahr 2013 nach Angaben der RIGK nicht mit höheren Preisen rechnen. Das treffe ebenso auf Unternehmen der Pflanzenschutzindustrie zu, die Verkaufsverpackungen von zum Beispiel Pflanzenschutzmitteln über das Pamira- oder das Pamira-Beize-System einer ordnungsgemäßen und umweltgerechten Verwertung zuführen lassen. Dazu Geschäftsführer Markus Dambeck: „Wir sind stolz darauf, dass es uns erneut gelungen ist, negative wirtschaftliche Entwicklungen im EU-Raum durch kontinuierliches Hinzugewinnen von Zeichennutzern und Endverbrauchern, eine Steigerung der Mengen sowie durch die konsequente Nutzung von Einsparpotenzialen in der Verwertungskette abzufedern“.
Die Lizenzbeiträge, die für Industrie, Handel und Gewerbe im Rahmen der RIGK- und RIGK-G-SYSTEMe gelten, berechnen sich nach dem in Verkehr gebrachten Verpackungsleergewicht. Auch die Kleinmengen-Jahrespauschalen bleiben nach RIGK-Angaben konstant.
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