Vorschläge für neue Vorgaben zur Wertstofferfassung
Das Öko-Institut und die HTP Ingenieurgesellschaft machen Vorschläge für veränderte Vorgaben zur Erfassung und Verwertung von Wertstoffen.

Das Öko-Institut und die HTP Ingenieurgesellschaft machen Vorschläge für veränderte Vorgaben zur Erfassung und Verwertung von Wertstoffen.
Vor dem Hintergrund der geplanten Einführung einer einheitlichen Wertstofferfassung befassten sich im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) das Öko-Institut (Darmstadt, Berlin) und die HTP Ingenieurgesellschaft (Aachen) mit der Fragestellungen zu künftigen Quotenvorgaben. Im Rahmen eines Expertenworkshops in Dessau stellten die Forscher die Ergebnisse ihrer Studie mit dem Titel "Analyse und Fortentwicklung der Verwertungsquoten für Wertstoffe“ vor. Die Forscher sprechen sich für eine modifizierte Quotenermittlung aus. Nicht mehr die lizenzierte Menge, sondern die erfasste Menge sollte Basis der Vorgaben (mit Aufteilung der Quote in separate Vorgaben an Erfassung und Verwertungszuführung) sein. Als Verwertungszuführungsquote für Kunststoffe schlagen die Experten insgesamt 90 Prozent vor, 60 Prozent davon sollten stofflich verwertet werden. Laut Öko-Institut sollten in der neuen Wertstofftonne neben Verpackungen, die heute bereits in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack gesammelt werden, weitere Wertstoffe wie Aluminium, Eisen, Kupfer sowie Kunststoffe gezielt erfasst und der Verwertung zugeführt werden. Vor diesem Hintergrund habe man die bestehenden Quotenvorgaben geprüft und Vorschläge für die Einbeziehung der so genannten stoffgleichen Nichtverpackungen erarbeitet. Auch die damit zusätzlich erreichbare Einsparung von Treibhausgasemissionen und energetischen Rohstoffen wurde analysiert. Im Ergebnis könne durch die zusätzliche Erfassung von Nichtverpackungen sowie durch Optimierung der Sortierung und des Recyclings der Beitrag zum Klimaschutz um bis zu 60 Prozent und der Beitrag zur Einsparung von Primärenergie um etwa 40 Prozent gesteigert werden.
Mehr: Kurzfassung der Studie als pdf
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Der bvse meldet die Gründung einer dritten Arbeitsgruppe aus dem Bereich Kunststoffrecycling: die AG für Styrolkunststoffe und Copolymere. Wie bei den vor Kurzem gegründeten AG für Mischkunststoffe und für PET findet das erste Treffen im Rahmen des Altkunststofftages in Bad Neuenahr statt.
Laut Bundesverband Sekundärrohststoffe und Entsorgung (bvse) werden in Deutschland etwa 400.000 Tonnen Polystyrol (PS), 240.000 Tonnen aufgeschäumtes Polystyrol (EPS) und 250.000 Tonnen PS-Copolymere verarbeitet. In den Abfall- und Restströmen sollen sich circa 270.000 Tonnen Polystyrol, 95.000 Tonnen an EPS und 90.000 Tonnen an PS-Copolymeren finden - ausreichend als Basis für das Recycling der Styrolkunststoffe, wie Dirk Textor, Vorsitzender des Fachverbands Kunststoffrecycling beim bvse meint. Mit der neuen Arbeitsgruppe wolle der bvse den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren stärken und so das Recycling vorantreiben. Alle Interessierten - insbesondere Aufbereiter und Verwerter, Maschinen- und Anlagenbauer sowie Händler und Makler - seien zu einem Treffen, das auch Nicht-Mitgliedern des bvse offen stehe, eingeladen. Es wird am Rande des Altkunststofftages in Bad Neuenahr am 12. Juni von 11 bis 13 Uhr im Steigenberger Hotel statt finden. Dann soll zunächst die inhaltliche Ausrichtung der Arbeitsgruppe diskutiert werden, eine konstituierende Sitzung mit organisatorischen Details sei für die zweite Jahreshälfte geplant, so Textor.
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Pelle & Netti, der Rücknahmeservice der Wiesbadener Rigk GmbH für gebrauchte Kunststoffe aus dem Agrarbereich, entwickelt sich erfolgreich. Auch empfehlen Industrieunternehmen ihren Kunden zunehmend die Nutzung.
Pelle & Netti, der Rücknahmeservice der Rigk GmbH für gebrauchte Folien, Ballennetze und Pressengarne aus dem Agrarbereich, entwickelt sich erfolgreich. Immer mehr Landwirte, Lohnunternehmer und Maschinienringe nutzen nach Angaben des Wiesbadener Unternehmens den Rückholservice und die umweltgerechte Entsorgung für Kunststoffabfälle. Positiv seien auch die Signale aus der Industrie. Hersteller und Vertreiber von Folien, Netzen und Garnen wie aspla agri, Claas, Novatex Italia, RKW SE, Solplast, Tama CE und Trioplast empfehlen laut RIGK ihren Kunden diesen Entsorgungsweg beispielsweise direkt beim Kauf der Produkte oder im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Schulungen. Oder sie machten ihn zu einem festen Bestandteil ihrer Verkaufsunterlagen. Dadurch hätten 1.500 Kunden dazu beigetragen, die gesammelte Menge innerhalb eines Jahres zu verdreifachen.
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Laut Wolfgang Hapke, Präsident von PlasticsEurope Deutschland e.V., hat die Kunststofferzeugung in Deutschland das Vorkrisenniveau wieder erreicht und leicht überschritten. Man blicke nun "realistisch und optimistisch" nach vorn.
Nach einem guten Kunststoffjahr 2011 blicken die Kunststofferzeuger in Deutschland nun „realistisch und optimistisch“ nach vorne. Dies erklärte Wolfgang Hapke, der Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e.V., am 10. Mai vor der Presse. Nach Hapkes Worten ist insgesamt das Vorkrisenniveau wieder erreicht oder um einen Hauch überschritten. Es sehe aber so aus, als lege man nach erfolgreicher Aufholjagd nun eine Wachstumspause ein. Entsprechend rechne man für das laufende Jahr 2012 mit einem Wachstum in der Größenordnung des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes, so Hapke.
Künftig wolle der Verband vor allem die große Akzeptanz, die Kunststoffe bei Verbrauchern genieße, weiter ausbauen. Wer heute „Öko“ wolle, der müsse zu Kunststoff greifen, betonte Hapke. Insbesondere das Thema Energie- und Ressourceneffizienz sei ein Kunststoffthema. Kunststoff helfe ganz entscheidend, in einer Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen vom Bau über die Mobilität bis zur Verpackung ein Vielfaches dessen an Energie zu sparen, was zu Kunststoffherstellung und -verarbeitung nötig sei. „Würden Kunststoffverpackungen durch andere Materialien ersetzt, wäre die Masse der entsprechenden Verpackungen im Schnitt um einen Faktor 3,6 höher. Der Energieverbrauch würde um den Faktor 2,2 steigen, die ausgestoßenen Treibhausgase um einen Faktor 2,7. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von Dänemark“, rechnete Hapke vor.
Mehr Info: PM mit Wirtschaftsdaten
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Die Mitgründerin der Cyclos GmbH will beruflich kürzer treten und gibt ihre Anteile an Cyclos ab. Mit einem Teil ihrer Arbeitskraft will sie Cyclos weiter unterstützen.
Vor rund zwanzig Jahren hatte sie das Sachverständigenbüro Cyclos gemeinsam mit Agnes Bünemann gegründet. Letzte Woche kündigte Gunda Rachut, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens mit 35 Mitarbeitern, laut Euwid für viele überraschend den - teilweisen - Rückzug für Juni an. Einen Teil ihrer Arbeitskraft will die ausgewiesene Expertin für Kreislaufwirtschaft und Produktverantwortung dem Unternehmen noch zur Verfügung stellen. Ansonsten will sie sich vor allem stärker ihrer Familie, aber auch anderen Aufgaben widmen.
Ihre Geschäftsanteile gehen an die Cyclos-Mitarbeiterin Sabine Bartnik und an Ernst Schwanhold, Geschäftsführer der Cyclos Future GmbH. Beide sollen ab 1. Juni zusammen mit Agnes Bünemann geschäftsführende Gesellschafter der Cyclos GmbH werden.
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Die am 7. Mai eröffnete Ifat in München glänzt nicht nur mit Rekordzahlen, was Aussteller und Nationen betrifft, sondern bietet auch ein umfangreiches Begleitprogramm unter anderem zum Thema Abfallverwertung.
Mit über 2.900 Ausstellern aus 54 Nationen meldet die Messe München eine Steigerung um sieben Prozent gegenüber der letzten Veranstaltung. Am 7. Mai öffnete die diesjährige IFAT Entsorga 2012, die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft ihre Tore bis zum 11. Mai 2012. Neben der Ausstellung findet täglich eine Reihe von Veranstaltungen, die auch die Themen Abfallverwertung betreffen, statt. Hier eine kleine Auswahl von Informationsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen, die für den Themenbereich Kunststoff und Verwertung interessant sein könnten:
Dienstag, 8. Mai
11:00 - 11:30, BMU: Aktuelle internationale und europäische Abfallthemen, Forum Halle C1
12:30 - 14:00, bvse: Elektro(nik)-Altgeräte - Ressourcen sichern, hochwertiges Recycling stärken, Forum Halle C1
13:00 - 16:30, EdDE: Klima- und Ressourcenschutz durch Energieeffizienzsteigerung in der Abfallwirtschaft, Forum Halle C1, Konferenzraum C12
16:00 - 18:00, VKU: Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz - Chancen und Risiken für kommunale und private Entsorgungsunternehmen, Halle B2, Stand 133/332
Mittwoch, 9. Mai
10:00 - 11:00, BDE: Deutschland wird Rohstoffland - Was leistet das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz? Forum Halle C1
11:00 - 12:30, BMU: Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz - Herausforderungen und Chancen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Kommunen, Forum Halle C1
16:00 - 17:30, VKU: Wertstoffwirtschaft ohne Duale Systeme - Die Rolle der Kommunen in der künftigen Wertstofferfassung, Halle B2 Stand 133/332
Donnerstag, 10. Mai
10:00 - 11:00, BDE: Deutschland wird Rohstoffland - Was leistet das Recycling? Forum Halle C1
11:00 - 12:30, BMU: Politische Entwicklungen in der Wertstoffsammlung: Wertstofftonne uund Wertstoffgesetz, Forum Halle C1
13:00 - 15:00, DGAW: Ressourcen aus Abfall, Forum Halle C1
14:00 - 17:30, DWA/DBU/BMZ: 3. Fachgespräch "Abfall ist Ressource", ICM Saal 14c
15:00 - 17:00, BDE: Deutschland wird Rohstoffland - Was leistet das BDE-Zertifikat für die Umsetzung der VerpackV? Forum Halle C1
Freitag, 11. Mai
11:00 - 13:00, BDE/VBS: Verpackungsentsorgung - Ausschreibungsrunde 2012, Konferenzraum B41
Hier das gesamte Rahmenprogramm der IFAT-Entsorga
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Dem munteren Farbenspiel bei den Abfalltonnen will das europäische Technische Komitee "Abfallwirtschaft" ein Ende setzen und hat nun dazu einen Norm-Entwurf vorgelegt.
Das europäische Technische Komitee CEN/TC 183 "Abfallwirtschaft", dessen Sekretariat vom DIN geführt wird, hat einen Norm-Entwurf erarbeitet, um für einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen das Abfalltrennen zu erleichtern. Die Norm betreffen Farbgestaltung der Abfallbehälter und beschreibende Bildelemente, die Verbrauchern und Entsorgungsunternehmen in Europa das richtige Gefäß für ihren Abfall gut erkennen lassen und die Wiederverwertung erleichtern sollen. Zwar sind bisher schon Abfallbehälter durch diverse DIN EN-Normenserien hinsichtlich ihrer Maße, Formgebung und Sicherheitsanforderungen geregelt, aber was die Farbgebung betrifft, bleibt diese meist den einzelnen Kommunen überlassen. Dies soll nun die DIN EN 16403 "Abfallwirtschaft - Bildelemente für Abfallfraktionen" ändern, die nun vom Beuth Verlag zur Kommentierung veröffentlicht wurde.
Der Norm-Entwurf zur Ansicht unter www.entwuerfe.din.de
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Die Übernahme der insolventen Schwarzataler Recycling GmbH durch die Duales System Deutschland GmbH (DSD) steht vermutlich kurz bevor. Damit wäre es das dritte Unternehmen, mit dem DSD ihre Aktivitäten beim werkstofflichen Kunststoffrecycling ausbaut.
Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat kürzlich beim Bundeskartellamt den Erwerb der SR Schwarzataler Recycling GmbH, Eisfeld angemeldet. Beim zur Erfurter Eilog Technologie AG gehörenden Unternehmen läuft derzeit ein Insolvenzplanverfahren. Schwarzataler zählt zu den größten Recyclern für Kunststoffverpackungen aus dem dualen System und verarbeitet in erster Linie Polyethylen-Abfälle zu Regranulat. Laut Euwid ist mit der Anmeldung beim Kartellamt noch keine Kaufentscheidung getroffen, zu der sich bislang weder DSD noch der Insolvenzverwalter äußern wollen. Es wäre das dritte Unternehmen, mit dem DSD seine Expansionsziele beim Kunststoffrecycling unterstreichen würde. Nach der Erwerb der TPP Thermoplastics GmbH in Hörstel, wo DSD in das Recycling von Polypropylen-Abfallen investiert, übernahm zum 1. April dieses Jahres die neugegründete DSD-Tochter Systec Mixed Plastics GmbH den Standort Genthin der Remondis Plano GmbH. Dort wurden bislang jährlich rund 36.000 Tonnen Mischkunststoffe für eine rohstoffliche Verwertung in Stahlwerken aufbereitet. Laut DSD-Gesellschafter und Chief Sales Office Michael Wiener sollen dort künftig Mischkunststoffe vermehrt auch werkstofflich verwertet werden.
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Nach mehr als 30 Jahren hört Kurt Stepping mit Kunststoff-Kommunikation für PlasticsEurope auf und geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Michael Herrmann.
Mehr als 30 Jahre drückte Kurt Stepping als Geschäftsführer bei PlasticsEurope der Kunststoff-Kommunikation seinen unverkennbaren Stempel auf. Jetzt geht er in den Ruhestand. Im Jahre 1981 kam er zum Verband der Kunststofferzeuger, der damals noch unter VKE firmierte. Mit großen Kampagnen sorgte er in den 80er und 90er Jahren für eine erhebliche Verbesserung des damals eher schlechten Images von Kunststoff und Kunststoffindustrie. 1996 war Stepping maßgeblich an der Schaffung der Sponsoringinitiative „Team Kunststoff“ beteiligt. Die bis heute andauernde Sportsponsoring-Initiative ist die wohl langfristigste in Deutschland und trägt zum heute guten Image des Werkstoffs und der Industrie bei.
Nachfolger von Kurt Stepping ist Michael Herrmann. Der studierte Publizist kam nach Stationen bei Zeitungen und Agenturen 1997 zum Verband der Kunststofferzeuger und war dort zuletzt für Media Relations zuständig.
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Laut Ausbildungsbilanz des Gesamtverbandes der Kunststoff verarbeitenden Industrie wurden im vergangenen Jahr 15,2 Prozent mehr Ausbildungsverträge unterzeichnet als im Vorjahr. Das reicht aber nicht, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.
Nach Angaben des Gesamtverbandes der Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) wurden im vergangenen Jahr 15,2 Prozent mehr Ausbildungsverträge zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik unterzeichnet als im Jahr 2010. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten Ausbildungsbilanz hervor. Doch reicht laut GKV diese positive Entwicklung nicht aus, um den drohenden gravierenden Fachkräftemangel abfedern zu können. Dazu müssten nach Einschätzung des GKV noch weit mehr Verfahrensmechaniker ausgebildet werden. Kunststoffprodukte aus Deutschland seien weltweit gefragt. 'Made in Germany' sei ein ausschlaggebender Faktor für das 2011 erreichte Spitzenergebnis mit einem Umsatzplus von 8,9 Prozent. Um dieses Niveau halten zu können, werden gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. Viele Mitgliedsunternehmen hätten heute schon Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu finden, Stellen blieben lange unbesetzt. Das Problem nehme noch zu, wenn die so genannte Babyboomer-Generation in Rente gehe, warnt der im Verband für den Bereich Bildungspolitik zuständige pro-K-Geschäftsführer Ralf Olsen. So sollen nach Hochrechnungen des Verbands im Jahr 2020 über 100.000 Fachkräfte fehlen, Akademiker genauso wie qualifizierte Fachkräfte. Auch wenn es utopisch sei, diese Lücke komplett schließen zu wollen, müsse die Branche alles tun, möglichst viele Menschen für den Beruf des Verfahrensmechanikers zu begeistern, mahnt Olsen.
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Am Mittwoch, dem 9.Mai, nehmen am IFAT-Messestand der RIGK namhafte Experten Stellung zu Fragen rund um Kunststoffverwertung.
Vom 7. bis zum 11. Mai öffnet die Messe München ihre Tore für die bedeutende Fachmesse für Innovationen und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, die IFAT ENTSORGA 2012. Die RIGK GmbH, die als Dienstleister für Gewerbe und Industrie Rücknahmesysteme und Recyclinglösungen für Kunststoffverpackungen und Kunststoffe bietet, lockt am Mittwoch, dem 8. Mai mit einem interessanten Programm an seinen Messestand mit der Nr. 317 in Halle B1: Ab 11:00 Uhr finden dort vor laufender Kamera Live-Interviews mit namhaften Experten zu Stand und Zielen bei der Rücknahme von Kunststoffen aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft statt.
Die Interviewpartner sind in Reihenfolge ihres Auftritts: Dr. Volker Kaus vom Industrieverband Agrar, Cornel Brad von SC RIGK SRL, der Präsident der European Plastics Recyclers (EuPR) Ton Emans, Kurt Schüler von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung GmbH, Peter Sundt von European Association of Plastics Recycling and Recovery (epro), Dr. Thomas Rummler vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Sprecher der Brancheninitiative Produktverantwortung Dr. Olaf Konzak.
Mehr: www.rigk.de
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Qualität - eine vergessene Größe? Das Kolloquium "Zukunft Kunststoffverwertung 2012" geht der Frage nach der Qualität der Kunststoffverwertung und der daraus resultierenden Produkte am 5. und 6. September in Krefeld nach.
Verwertung ist nicht gleich Verwertung, Recycling nicht gleich Recycling. Gerade bei Kunststoffen ist die Qualität der erzeugten Sekundärrohstoffe der Schlüssel zum Markterfolg. Das zweitägige Kolloquium "Zukunft Kunststoff-Verwertung 2012", zu dem Fraunhofer UMSICHT und BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung am 5. und 6. September nach Krefeld einladen, stellt daher die oft vernachlässigte Frage nach der richtigen Qualität in der Kunststoffverwertung.
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Entgegen den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) dürfen die von ALDI und REWE angebotenen Biokunststoff-Tragetaschen weiterhin als „biologisch abbaubar“ und in Deutschland „kompostierbar“ beworben werden. Der Verband der europäischen Biokunststoffindustrie, European Bioplastics, begrüßt die Entscheidung.
Das Kölner Landgericht hat kürzlich entschieden, dass entgegen den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die von ALDI und REWE angebotenen Biokunststoff-Tragetaschen weiterhin als „biologisch abbaubar“ und in Deutschland „kompostierbar“ beworben werden dürfen. Der Verband der europäischen Biokunststoffindustrie, European Bioplastics, begrüßt die Entscheidung. Die DUH hatte zuvor massive Kritik geübt, da sie die Kunden der Handelskonzerne mit den als „hundertprozentig kompostierbar“ gekennzeichneten Tragetaschen getäuscht sieht. Eigene Untersuchungen des Verbands hatten ergeben, dass die zu etwa einem Drittel aus maisbasierten Stoffen bestehenden Tüten sich erst nach etwa zwölf Wochen vollständig zersetzen und daher in Kompostierungsanlagen, die üblicherweise mit deutlich geringeren Rottezeiten arbeiten, als Störstoffe aussortiert würden.
European Bioplastics sieht mit der Entscheidung des Gerichts das Vorgehen der Einzelhändler gestärkt, auf nachhaltige Produkte aus Biokunststoffen zu setzen. Der Verband verweist darauf, dass das Material der Tragetaschen von einem unabhängigen Expertenlabor getestet und nach der Norm DIN EN 13432 als industriell kompostierbar zertifiziert worden sei. Laut Andy Sweetman, dem Vorstandsvorsitzenden von European Bioplastics, setze die Biokunststoff-Industrie verstärkt auf den Dialog mit Kompostierern, der gesamten Entsorgungswirtschaft sowie weiteren Interessengruppen: „Eine gute Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette ist für eine effiziente Bioabfallverwertung besonders wichtig.“
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Das Deutsche Kunststoff Museum präsentiert vom 27. April bis zum 2. Mai 2012 im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf die Ausstellung „Kunststoff Macht Design“. Zu seinem 25-jährigen Bestehen zeigt der Kunststoff-Museums-Verein (KMV) Designobjekte aus seiner Sammlung.
Das Deutsche Kunststoff Museum präsentiert vom 27. April bis zum 2. Mai 2012 in der Bürgerhalle des nordrhein-westfälischen Landtags in Düsseldorf die Ausstellung „Kunststoff Macht Design“. Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens zeigt der Kunststoff-Museums-Verein (KMV) Exponate aus seiner Sammlung zu über 100 Jahren Design mit Kunststoffen.
Am 27. April feiert der KMV sein Jubiläum im Rahmen der Eröffnung der neuen Ausstellung im Düsseldorfer Landtag. Gezeigt werden Designobjekte des 20. Jahrhunderts wie ein Stuhl von Verner Panton aus dem Jahr 1962 oder der Computer „IMac G3“, der 1998 von Jonathan Ives für Apple entworfen wurde. Bakelit-Radios und Fotoapparate aus der Zeit zwischen den Weltkriegen, Gebrauchsgegenstände aus den 60er und 70er Jahren: sie alle stehen in den Augen der Ausstellungsmacher dafür, dass Kunststoffe aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.
In der „Nacht der Museen“, die am 28. und 29. April in der Landeshauptstadt stattfindet, öffnet auch der Landtag zwischen 19:00 und 01:00 Uhr seine Pforten und lädt Besucher ein, die neue Ausstellung und eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst kennen zu lernen. Als Andenken für Besucher fertigt der KMV mit der Kleinstspritzgießmaschine „Babyplast“ vor Ort Ringe, die sie gleich mitnehmen können.
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PUMA hat in seinen Läden "Bring Me Back“-Behälter für Schuhe, Textilien und Accessoires aufgestellt, in denen Kunden ausgediente Kleidungs-stücke entsorgen können. Das Sportlifestyle-Unternehmen betreibt sein neues Rücknahmeprogramm zusammen mit dem Recycling-Unternehmen I:CO.
Das Sportartikelunternehmen PUMA hat in seinen Läden und Outlets in Deutschland Recyclingbehälter für ausgediente Schuhe, Textilien und Accessoires aufgestellt. Seit dem 17. April können Kunden dort nicht mehr getragene Kleidungsstücke aller Hersteller entsorgen. Unter dem Titel "Bring Me Back“ betreibt PUMA das Rücknahmeprogramm in Zusammenarbeit mit dem internationalen Recyclingunternehmen I:CO. Es soll Verbraucher durch einen bequemen und einfachen Prozess für Recycling und Wiederverwertung von Sportlifestyle-Produkten sensibilisieren. Im Oktober soll die Initiative in weiteren Ländern und voraussichtlich im Januar 2013 weltweit eingeführt werden.
In den aufgestellten "Bring Me Back"-Behältern werden nach Angaben des Unternehmens getragene Schuhe, Textilien und Accessoires gesammelt und anschließend wieder verwendet bzw. dem Recycling zugeführt. Mit "Bring Me Back" möchte PUMA einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und seinem langfristigen Unternehmensziel näher kommen: "Wir wollen das begehrteste und nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen weltweit werden und daher entwickeln wir fortwährend Lösungen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern", so Franz Koch, CEO von PUMA. "'Bring Me Back' ist das erste Programm, mit dem wir auf die Reduzierung der enormen Abfallmengen abzielen, die am Ende des Lebenszyklus von Sportlifestyle-Produkten entstehen." Das Projekt sei zudem Grundlage für eine Initiative, bei der Produkte bereits in der Entwicklungsphase am Recycling ausgerichtet werden sollen. PUMA prüfe derzeit die Herstellung recycel- bzw. kompostierbarer Produkte.
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Wie das Umweltbundesamt (UBA) mitteilte, hat die Abfallwirtschaft im vergangenen Jahr weniger Treibhausgase emittiert als im Jahr 2010. Nach ersten Schätzungen stieß die Branche knapp sechs Prozent weniger CO2-Äquivalente aus als im Vorjahr.
Wie das Umweltbundesamt (UBA) vor Kurzem mitteilte, hat die Abfallwirtschaft im vergangenen Jahr weniger Treibhausgase emittiert als im Jahr 2010. Nach ersten Schätzungen stieß die Branche knapp sechs Prozent weniger (11,5 Mio. Tonnen) CO2-Äquivalente aus als im Vorjahr. Mit 8,8 Mio. Tonnen hatte Methan den größten Anteil, der Rest (2,7 Mio. Tonnen) war Distickstoffmonoxid. Kohlendioxid-Emissionen konnten laut UBA der Abfallwirtschaft nicht zugeordnet werden. Die Treibhausgas-Emissionen der Abfallwirtschaft sind demnach stärker gesunken als im Durchschnitt in ganz Deutschland. Insgesamt sanken die Treibhausgas-Emissionen den ersten Schätzungen des UBA zufolge im Jahr 2011 auf 916,7 Mio. Tonnen (2010: 963,5 Mio. Tonnen) bzw. um etwa zwei Prozent.
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Die diesjährige Ausschreibungsrunde der dualen Systeme für Aufträge zur Sammlung von Leichtverpackungen und Glas startet am 7. Mai. Bis zum 1. Juni sind Interessenten aufgefordert, Ihre Angebote für die Verträge über eine Ausschreibungsplattform abzugeben, auf der sie sich dazu noch bis zum 27. April registrieren lassen können.
Die diesjährige Ausschreibungsrunde der dualen Systeme startet am 7. Mai mit der Ausschreibung der Aufträge zur Sammlung von Leichtverpackungen und Glas der Systembetreiber Duales System Deutschland GmbH (DSD), Landbell, Belland Vision, Zentek, Redual, Vfw und Interseroh. Bis zum 1. Juni, 12.00 Uhr, können Interessenten laut Angabe der Ausschreibungsführer ihre Angebote für die Verträge über die Internetseite www.ausschreibung-erfassung.de abgeben, wenn sie sich vorher dort registriert haben. Die Verträge laufen über zwei Jahre, von 2013 bis 2015. Angebote können ausschließlich über die Ausschreibungsplattform abgegeben werden, auf der man sich, um als Bieter berücksichtigt zu werden, bis spätestens 12.00 Uhr des 27. April angemeldet haben sollte.
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"Greentelligence" lautet das Leitthema der Hannovermesse vom 23. bis 27. April: Wie lassen sich Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren? Auch der VDMA greift auf seinem Gemeinschaftsstand das Thema nachhaltige Produktion auf.
Nur eine intelligente Verbindung von effizienten Verfahren, umweltverträglichen Materialien und nachhaltigen Erzeugnissen in der industriellen Produktion werde die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern, begründet Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe, im Vorfeld der Hannover Messe 2012 den Messeschwerpunkt "Industrial GreenTec". Vom 23. bis zum 27. April stehen in Hannover umweltgerechte Produktionsverfahren, Kreislaufwirtschaft und Entsorgung, Techniken für eine effektive Nutzung erneuerbarer Energien und Materialien sowie die messtechnische Erfassung und Überwachung von Schadstoffen im Fokus. Hartmut Rauen, Geschäftsführer der VDMA-Fachverbände Antriebstechnik und Fluidtechnik, setzt auf die "trendsetzenden Schlüsseltechnologien" der Antriebs- und Fluidtechnik, die einen entscheidenden Beitrag für energieeffiziente und hochdynamische Automationslösungen liefern könnten. Der VDMA-Gemeinschaftstand präsentiert dazu Lösungen von Mitgliedsfirmen.
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Neben Wirtschaftsthemen wurden auf dem Fachpressetag von PlasticsEurope Ende März in Frankfurt am Main auch Umweltthemen wie die Verschmutzung der Meere durch Kunststoffabfälle und das Abfallmanagement diskutiert.
Zahlreiche Medienvertreter aus dem In- und Ausland nahmen am Fachpressetag des Kunststofferzeugerverbands PlasticsEurope Ende März in Frankfurt am Main teil und diskutierten neben Themen aus Politik und Wirtschaft auch Herausforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes. Im Mittelpunkt standen dabei die Verschmutzung der Meere durch Kunststoffe im Zusammenhang mit Fragen des Abfallmanagements. Laut dem Experten für die Meeresabfall-Problematik Dr. Otto Groß von der Meeresschutzorganisation Deepwave e.V. landen jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen Abfälle in den Ozeanen und gelangen in die Nahrungskette von Seevögeln und Meeressäugetieren. "Nur durch bessere Recycling- und Nachfüllsysteme sowie eine konsequentere Entsorgung von Schiffsmüll auf See und in Häfen können Meeresabfälle nachhaltig vermieden werden", gibt Groß Hinweise auf Lösungsansätze. PlasticsEurope Executive Director Dr. Wilfried Haensel nannte zahlreiche Beispiele, in denen der Verband mit seinem Know-how gemeinsam mit anderen Organisationen der Kunststoffindustrie den Kampf gegen Meeresverschmutzung unterstützt. Unter anderem werde das Ziel verfolgt, den verlustfreien See- und Landtransport von Kunststoffpellets und -produkten sicherzustellen. Auch die unterschiedlichen Verwertungsquoten, die in den Ländern der EU erreicht werden, wurden im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung diskutiert. Während in Ländern wie Deutschland eine nahezu hundertprozentige Verwertung der Kunststoffabfälle erreicht werde, läge die Quote in einigen Ländern bei kaum mehr als fünf Prozent. Diesen Ländern entsprechendes Know-how zur Verfügung zu stellen, damit auch dort höhere Verwertungsquoten erreicht werden, sei eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung einer weiteren Vermüllung der Meere, so Haensel.
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Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling gründete am 30. April 2012 eine Arbeitsgruppe zum PET-Recycling. Sie soll vorläufig vom bvse-Vizepräsident Herbert Snell geleitet werden.
"Das komplexe Kunststoffrecycling erfordert es immer wieder, Prozesse und Techniken spezifisch nach den Kunststoffarten abzubilden" erläuterte Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverbands Kunststoffrecycling den Hintergrund für die weitere Neugründung einer Arbeitsgruppe. Nachdem vor Kurzem die Arbeitsgruppe Mischkunststoffe aus der Taufe gehoben wurde, beschloss der Fachverband nun die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zum Thema PET-Recycling. Diese werde sich vor allem mit Qualitäts- und Effizienzaspekten rund um das PET-Recycling befassen. Am 12. Juni soll die konstituierende Sitzung im Rahmen des 15. Internationalen Altkunststofftages in Bad Neuenahr stattfinden. Die Arbeitsgruppe wird vorläufig vom bvse-Vizepräsidenten Herbert Snell geleitet. Snell ist Geschäftsführer der Unternehmen Multiport und MultiPet in Bernburg. Für die zehnjährige Mitgliedschaft der MultiPet Gesellschaft für PET-Recycling mbH in der Entsorgergemeinschaft des bvse erhielt Snell nun die Ehrenurkunde des Verbands. MultiPet verfügt über eine Verwertungskapazität von rund 30.000 Tonnen im Jahr. Das PET-Abfallaufkommen beläuft sich in Deutschland nach Angaben des bvse auf ca. 450.000 Tonnen im Jahr.
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Die Briten sammelten im Jahr 2012 rund 282.000 Tonnen Kunststoffflaschen - 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Recyclingquote liegt laut Recoup damit bei 48,5 Prozent.
6,2 Mrd. Kunststoffflaschen mit einem Gewicht von fast 282.000 Tonnen sammelten die Briten im Jahr 2012 für ein Recycling. Das waren 400 Millionen Flaschen oder 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie Recoup, ein Netzwerk aus Mitgliedern und Organisationen aus der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette in der aktuellen Studie "UK Household Plastics Packaging Collection Survey 2010" ausweist, liegt damit die Recyclingquote bei 48,5 Prozent. Diese soll allerdings bis zum Jahr 2017 auf 70 Prozent gesteigert werden.
Download der Studie unter www.recoup.org/business/default.asp
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Die Kölner Reclay Holding GmbH übernimmt den Wettbewerber Vfw GmbH, der vor allem als Duales System und mit Branchenlösungen in der Verpackungsentsorgung aktiv ist. Die Reclay Group strebt mit der Übernahme nach eigenen Angaben die Sicherung einer relevanten Unternehmensgröße im Markt der dualen Systeme an.
Die Reclay Group strebt nach eigenen Angaben mit der Übernahme der Vfw den strategischen Ausbau des Produktportfolios an sowie die Sicherung einer relevanten Unternehmensgröße im Markt der dualen Systeme. "Wir haben längere Zeit nach einem Unternehmen gesucht, dessen Angebot und Kundenstruktur zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Reclay Group beitragen könnte. Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Optionen ist die Vfw unsere erste Wahl", erklärt Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group. Zu den Kosten der Übernahme, die vorbehaltlich der kartellbehördlichen Genehmigung geschieht, wurde Stillschweigen vereinbart. Wie es hieß, erhält die RLG eine Minderheitsbeteiligung an Reclay, die selbst Schulden von Vfw übernehme. RLG habe bereits seit einiger Zeit nach einem Käufer Ausschau gehalten, zunächst aber nicht unter Wettbewerbern. Bis Ende dieses Jahres soll die Integration der Vfw in die Reclay Group umgesetzt werden. "Für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten der Vfw gibt es zunächst einmal keine Änderungen und das Geschäft läuft verlässlich weiter", so Fruscio. Die genauen Modalitäten werden in den nächsten Wochen und Monaten definiert.
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Das Rückführungssystem für gewerbliche Kunststoffverpackungen (RIGK) wird 20 Jahre alt und zieht eine positive Leistungsbilanz, die auch im Mittelpunkt ihres Messeauftritts bei der diesjährigen IFAT stehen wird.
Als erstes Rückführungssystem für gewerblich Kunststoffverpackungen startete die RIGK im Jahr 1992 ihre Tätigkeit im Zuge der Einführung der Deutschen Verpackungsverordnung. Das Unternehmen blickt auf zwanzig Jahre zurück und zieht eine positive Leistungsbilanz, die es auch auf der IFAT 2012 in den Mittelpunkt seines Messeauftritts stellen wird. Seit der Gründung konnte die Gesellschaft die Lizenzgebühren für ihre Dienstleistungen nahezu alljährlich senken oder zumindest konstant halten.
Geschäftsführer Markus Dambeck über die erfolgreiche Entwicklung der RIGK: „Mit ihrer Gründung übernahm RIGK die Aufgabe, Verpackungen von den gewerblichen Kunden von Abfüllern, Vertreibern, Händlern und Importeuren zurückzunehmen und das Sammelgut anschließend einer sicheren und nachhaltigen Verwertung zuzuführen. Seit diesen ersten Tagen arbeiten wir erfolgreich daran, unser Angebot zu erweitern und unsere Effizienz zu steigern, indem wir alle Stufen des Sammelns und Verwertens immer wieder optimieren.“ Nach Angaben des Unternehmens wuchs die Anzahl der Sammelstellen von ursprünglich 40 auf heute 500, die Zahl der Zeichennutzer wurde verdreifacht und die umgesetzte Menge verdoppelt. Heute stehe RIGK für ein umfangreiches System von Serviceleistungen und orientiere sich bei der Verwertung streng am Prinzip der Nachhaltigkeit. Laut RIGK werden 75 Prozent der gesammelten Kunststoffe zu Sekundärrohstoffen verarbeitet. Der Rest, beispielsweise Verpackungen mit Anhaftungen und Schadstoffverpackungen, werde energetisch genutzt.
Dambeck weiter: „Zu den Eckpfeilern unserer über zwanzig Jahre währenden, erfolgreichen Entwicklung gehört die fortgesetzte Rückendeckung durch unsere Gesellschafter, die alle namhafte Unternehmen der Kunststoff und Packmittel erzeugenden Industrie sind. Aufbauend auf deren Knowhow konnten wir entsprechende Bedürfnisse der Branche mit hoher Fachkompetenz erfüllen. Zukünftig werden wir die geografische Ausweitung unseres Services vorantreiben und alle unsere Systeme weiter optimieren, um zusätzliche Zeichennutzer zu gewinnen und somit das Volumen weiter zu erhöhen.“
Aktuell betreuen laut Unternehmensangaben 15 Mitarbeiter in Wiesbaden und 11 bei der Tochter SC RIGK Romania in Rumänien die Rücknahme und Verwertung von Verpackungen und Kunststoffen. Das RIGK-SYSTEM umfasst nicht schadstoffhaltige und schadstoffhaltige Füllgüter (RIGK-G-SYSTEM), die kostenlose Abholung restentleerter Verpackungen bei industriellen und gewerblichen Endverbrauchern (RIGK-PICKUP) sowie speziell auf den Bedarf des Agrarbereichs abgestimmte Rücknahmesysteme (PAMIRA, BEIZE, PELLE & NETTI). Die Gesellschaft ist in nationalen und internationalen Verbänden aktiv und vermehrt auch in Kanada, China, Russland und Marokko als Berater in Sachen Recycling und Rücknahmesysteme tätig.
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Die Initiative der europäischen Kunststoffindustrie „Waste Free Oceans“ (WFO) startete vergangene Woche ihre Kampagne gegen Plastikabfälle in Küstengewässern in Portugal. In Porto konnten die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung miterleben, wie aus dem Fluss Duero schwimmender Plastikmüll mit Hilfe von Spezialnetzen herausgefischt wurde.
Die Initiative der europäischen Kunststoffindustrie "Waste Free Oceans" (WFO) startete vergangene Woche ihre Kampagne gegen Plastikabfälle in Küstengewässern in Portugal. Wie die WFO mitteilte, wurde die Auftaktveranstaltung gemeinsam mit Lipor, einem interkommunalen Abfallmanagementsystem, und der portugiesischen Vereinigung der Kunststoffindustrie APIP durchgeführt. Die Teilnehmer erlebten in einer Demonstration mit, wie aus dem Fluss Duero schwimmender Plastikmüll mit Hilfe des Thomsea Trawl 2T herausgefischt wurde. Das speziell entwickelte Schleppnetz verhindert weitestgehend einen gleichzeitigen Fischfang. Präsentiert wurde auch eine Weiterentwicklung der Schleppnetze, der neue Thomsea Trawl 8T, so die WFO.
Laut einer Pressemeldung des WFO-Mitbegründerverbands der europäischen Kunststoffverarbeiter EuPC, ist Marcel Botton, Präsident der APIP, davon überzeugt, dass WFO-Portugal die geeignete Maßnahme ist, um die Kunststoffindustrie, die portugiesische Fischereiindustrie und Recycler zum Wohl der Umwelt an einen Tisch zu bringen: „Die Vernetzung der Akteure macht es möglich, eine langfristige Umweltstrategie zu entwickeln und unsere Aktivitäten insgesamt nachhaltiger auszurichten.“
Im vergangenen Jahr hat die WFO ähnliche Projekte gegen Marine Litter bereits in Frankreich, Belgien und Spanien gestartet. Erklärtes Ziel der Organisation ist es, Kunststoffabfälle in europäischen küstennahen Gewässern soweit wie möglich zu reduzieren. Die BKV unterstützt als Sponsor das von den Verbänden der europäischen Kunststoffverarbeiter (EuPC - European Plastics Converter) und -Recycler (EuPR - European Plastics Recycler) ins Leben gerufene Projekt.
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Zum Auftakt des 24. Kasselers Abfall- und Bioenergieforums erteilte Helge Wendenburg aus dem BMU Ideen zur Miterfassung von Wertstoffen in der grauen Tonne, wie sie die erste Kreistagsabgeordnete Sabine Selbert für den Landkreis Kassel vorstellte, eine klare Absage.
Den Auftakt zum Kasseler Abfall- und Bioenergieforum am 27. März bildeten zwei ebenso klare wie kontroverse Statements zur erweiterten Wertstoffsammlung und zum erwarteten Wertstoffgesetz. Sabine Selbert, erste Kreistagsabgeordnete des Landkreises Kassel, hielt ein engagiertes Plädoyer für den Kasseler Sonderweg. Kassel werde keine Wertstofftonne einführen, weil Kassel bereits eine Wertstofftonne habe, die nicht orange, sondern grau sei, lautete ihr Eingangsstatement. Damit ist die Restmülltonne gemeint, aus der man in Kassel 77 Prozent Ersatzbrennstoffe, acht Prozent Folienleichtfraktion, fünf Prozent Organik, vier Prozent hochkalorische Brennstoffe und sechs Prozent Eisen und Nichteisenmetalle generiere und zu hundert Prozent verwerte – heute noch weit überwiegend energetisch. Zähle man aber die sechs Prozent Metalle, die bereits ins Recycling gehen, und die Folien, die zumindest für ein Recycling nutzbar gemacht werden könnten, zusammen, käme man auf 14 Prozent oder 23 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, die ins Recycling gehen könnten. Das seien deutlich mehr als die erwarteten sieben Kilogramm, die man mit der Wertstofftonnensammlung zusätzlich erwarte, argumentiert Selbert. Doch nicht genug damit, darüber hinaus fordert sie zu überlegen, bei Rahmenbedingungen, wie sie im überwiegend ländlich geprägten Landkreis Kassel mit gut funktionierender getrennter Biosammlung zu finden sind, auch die Leichtverpackungen, die heute noch über den Gelben Sack gesammelt werden, ebenfalls über die graue Tonne zu erfassen. Eigene Untersuchungen hätten gezeigt, das dies eine gute Möglichkeit sei, an mehr Wertstoffe unter günstigen wirtschaftlichen Bedingungen zu kommen. Ein eventuelles Wertstoffgesetz müsse solche Lösungen ermöglichen, fordert Selbert, die sich sicher ist, dass sich im Rahmen einer Einzelfallbetrachtung die Gleichwertigkeit eines solchen Systems mit der künftigen Wertstofftonnensammlung herausstellen würde.
Genauso klar wie Selberts Forderung war dann die folgende Absage, die Helge Wendenburg, der für Abfallpolitik zuständige Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, solchen Lösungen erteilte. Die graue Tonne sei nicht der Weg, weil dieser auf energetische Verwertung mit marginalem Recyclinganteil setze. Wendenburg zeigt sich überzeugt, dass mit Windeln und anderen Hygieneartikeln vermischte Wertstoffe zu keinen hochwertigen industriell nutzbaren Rezyklaten aufzubereiten seien, sondern aufgrund des unvermeidbaren Geruchs allenfalls zu Begrenzungspfosten zu verarbeiten seien. Die Rohstoffsituation erfordere aber einen immer effizienteren Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen und eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft. Eine moderne Recyclingwirtschaft komme nicht ohne Verbrennung aus, die allerdings erst am Ende einer Kaskadennutzung erfolgen solle. Seien Botschaft in Richtung Kommunen lautete: Auch das Kreislaufwirtschaftsgesetz mache deutlich, dass sich nichts daran ändere, dass die Kommune in der Abfallwirtschaft den Hut aufhabe. Sie entscheide, was zu tun sei. Es stehe allerdings auch in ihrer Verantwortung, sich für eine Sammlung zu entscheiden, bei der am Ende ein hochwertig nutzbarer Rohstoff herauskomme.
Wendenburg machte allerdings keine Aussage dazu, ob noch während der laufenden Legislaturperiode mit einem Wertstoffgesetz zu rechnen sei. Dieses Thema blieb auch im weiteren Verlauf der Tagung weitgehend ausgespart.
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Die Systec Mixed Plastics GmbH, die neu gegründete Tochter der Duales System Deutschland GmbH (DSD), soll zum 1. April den Standort Genthin der Remondis Plano GmbH mit 30 Mitarbeitern übernehmen, um dort das werkstoffliche Recycling von Mischkunststoffen auszubauen.
Die Systec Mixed Plastics GmbH, die neu gegründete Tochter der Duales System Deutschland GmbH (DSD), soll zum 1. April soll den Standort Genthin der Remondis Plano GmbH mit 30 Mitarbeitern übernehmen, um dort das werkstoffliche Recycling von Mischkunststoffen auszubauen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Geschäftsführung des Genthiner Standortes übernimmt Mike Kaina (43), seit 2006 bei der DSD als Regionalleiter Vertrieb Süd tätig.
DSD-Mitgesellschafter Michael Wiener erklärt: "Wir werden die Anlage ausbauen, fortentwickeln und vor allem das werkstoffliche Recycling stärken". Derzeit werden in Genthin jährlich rund 36.000 Tonnen Mischkunststoffe aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne zu Agglomerat aufbereitet, das in der Stahlindustrie als Ersatzbrennstoff zum Einsatz kommt. Künftig möchte DSD die Mischkunststoffe vermehrt werkstofflich verwerten und zur Herstellung neuer Produkte aus Kunststoff nutzen. "Dem werkstofflichen Kunststoffrecycling gehört die Zukunft", so Wiener.
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Dem Ressourceneffizienz-Programm ProgRess der Bundesregierung stimmen Wirtschafts- und Umweltverbände im Grundsatz überwiegend zu. Einige sehen aber Nachbesserungsbedarf.
Mit ihrem Ende Februar beschlossenem Ressourceneffizienzprogramm ProgRess will die Bundesregierung zeigen, wie die effiziente Nutzung endlicher Ressourcen ohne Einbußen beim Wohlstand gesteigert und gleichzeitig der Verbrauch von Rohstoffen gesenkt werden kann. Das Programm beschreibt in 20 "Handlungsansätzen", wie sich die Versorgung mit Rohstoffen sichern lässt und wie Wirtschaft und Verbraucher Ressourcen nachhaltiger nutzen können. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bezeichnet es als einen "Masterplan für nachhaltiges Wachstum" und Ressourceneffizienz als "Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften". Industrievertreter und Umweltverbände stimmen ProgRess überwiegend zu, äußern aber auch Zweifel, ob das Ziel der Bundesregierung damit erreicht werden kann.
ProgRess setze auf Erhalt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und das sei gut, meint der Verein Deutscher Ingenieur (VDI). Auch für den Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth, geht das Programm "eindeutig in die richtige Richtung", da es auf mehr Recycling setze. Zu einer gegenteiligen Einschätzung kommt der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse). ProgRess, so bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock, sei "das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht", solange die Regierung nicht klar mache, wie sie höhere Recyclingquoten erreichen will. Aufgrund von Überkapazitäten in den meist kommunalen Müllverbrennungsanlagen und den daraus resultierenden niedrigen Verbrennungspreisen würden noch zu viele Wertstoffe verbrannt statt recycelt. Und Umweltverbände vermissen unter anderem konkrete Aussagen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der öffentlichen Beschaffung.
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Über aktuelle Entwicklungen und Trends zu "Kunststoff im Automobil" tauschten sich Experten auf einem Kongress des VDI Wissenforums in Mannheim aus. Ihr Fazit: Mit innovativen Werkstoffkonzepten lassen sich wesentliche Herausforderungen in der Automobilindustrie besser bewältigen.
Über aktuelle Entwicklungen und Trends zu "Kunststoff im Automobil" tauschten sich Experten von Audi, BASF, der RWTH Aachen und des Wissensforums Verein Deutscher Ingenieure (VDI) auf einem Kongress des VDI in Mannheim aus. Ihr Fazit: Mit innovativen Werkstoffkonzepten lassen sich wesentliche Herausforderungen in der Automobilindustrie besser bewältigen - von der Nachhaltigkeit bis zum Fahrerlebnis. Rund 1.300 Teilnehmer waren nach Mannheim gekommen, um sich über neue Trends und Entwicklungen zu informieren.
Tagungsleiter Prof. Dr. Rudolf C. Stauber von der Universität Erlangen und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Kunststoffe umriss die zukunftsweisenden Einsatzfelder von Kunststoffen im Automobilbau: "Innovative Leichtbaukonzepte aus CFK-Verbundwerkstoffen, Karosserieanbauteile mit Folienüberzug, flächige Fahrzeugheizungen, neuartige Kabelisolierungen für Hochvolt-Systeme und Verscheibungen mit integrierter Solartechnik erschließen für den Kunststoff völlig neue Anwendungen bei zukünftigen Fahrzeuggenerationen". Für erfolgreiche Weiterentwicklungen sei der fachliche Austausch wichtig, so Stauber.
Heinrich Timm, Audi Technologie Netzwerke, sieht im Leichtbau die Voraussetzung für Dynamik und Effizienz von Fahrzeugen: "Ressourcen zu schonen ist unsere gesellschaftliche Verpflichtung. Leichtbau ist ein wesentlicher Baustein, um die ressourcenschonende Mobilität der Zukunft gestalten zu können." Hochleistungsfaserverbundwerkstoffe spielten daher eine zunehmend wichtige Rolle in der Fahrzeugherstellung: "Faserverstärkte Kunststoffe, im Besonderen CFK, sind eine sehr wertvolle Ergänzung im Portfolio der Leichtbauwerkstoffe." Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein, Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen, meint zu den CFK: "Ihre maßgeschneiderten Eigenschaften werden zukünftig auch im Volumensegment in vielfältiger Form zum Tragen kommen: Das Spektrum reicht von Crashabsorbern und lokalen Verstärkungen herkömmlicher Fahrzeugstrukturen bis hin zu hochbelasteten Strukturelementen und innovativen Energiespeicherkonzepten."
Dr. Willy Hoven-Nievelstein, Senior Vice President Engineering Plastics Europe bei BASF, zeigte sich ebenfalls davon überzeugt, dass der Kunststoffanteil in Fahrzeugen weiter steigen wird. Dabei werde es nicht um eine Kunststofflösung, sondern um komplexe Kunststoff-Lösungssysteme gehen, so Hoven-Nievelstein. Für "Hybride der ganz neuen Art" würden Kunststoffbauteile komplexer, aber auch leistungsfähiger und individueller auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten.
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Kunststoffrecycling steht im Fokus des Interesses einer Delegation des indischen Kunststoffverarbeiterverbands, die in dieser Woche Deutschland besucht.
Der Gesamtverband Kunsttoff verarbeitender Industrie (GKV) empfängt diese Woche eine Delegation des indischen Kunststoffverarbeiterverbands Organiszation of Plastics Processsors India (OPPI), die sich aus Vertretern bedeutender Unternehmen zusammensetzt. Die zehn Delegierten wollen sich auf ihrer Rundreise vor allem von den Technologien und den Randbedingungen des Kunststoffrecyclings ein Bild machen. Auf der von der Röchling-Stiftung, Mannheim unterstützten Reise besuchen sie im Laufe der Woche die Unternehmen und Institutionen Titech GmbH in Mülheim-Kärlich, das Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, die Anlage in Hörstel der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufwirtschaft und Rohstoffe mbH (DKR), Tönsmeier GmbH in Porta Westfalica, EcoLoop GmbH in Elbingerode (Harz) sowie mtm plastics GmbH in Niedergebra.
„Die indische Volkswirtschaft wird in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Der Aufbau enger Beziehungen zu Unternehmern aus Indien steht im Interesse der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Voraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum ist die Schaffung leistungsfähiger Verwertungssysteme für gebrauchte Kunststoffprodukte in Indien. Der Delegationsbesuch des indischen Kunststoffverarbeiterverbandes in Deutschland soll den Aufbau geeigneter Systeme und den Transfer entsprechender Technologien unterstützen“, erklärt Dr. Bernd-O. Kruse, Präsident des GKV.
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Noch vor 2015 soll in Frankfurt eine Wertstofftonne, die "Gelbe Tonne Plus" eingeführt werden. Vorbereitend ist ein Modellversuch in zwei Stadtteilen geplant. Bio-Kunststoffe sollen über die Wertstofftonne ebenfalls gesammelt werden.
Noch vor 2015 soll in Frankfurt eine Wertstofftonne, die "Gelbe Tonne Plus" eingeführt werden. Das gehe aus einer aktuellen Magistratsvorlage der Stadt hervor. Vorbereitend sei ein Modellversuch in zwei Stadtteilen geplant. Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) habe im Jahr 2011 Sortieranalysen von Restmüll und Leichtverpackungen vornehmen lassen. In der geplanten Wertstofftonne sollen laut Stellungnahme der Stadtverwaltung auch "bio-polymere Kunststoffe" gesammelt werden, da sie zunehmend im Abfall vorkämen. Um Gespräche zwischen Produzenten, dem Handel und der Entsorgungswirtschaft zu fördern, werde der Magistrat Initiativen auf Verbandsebene unterstützen. Das Ziel sei, auch für Bio-Kunststoffe geschlossene Kreisläufe herzustellen.
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Strategiepapier des BMZ zur Nutzung der Ressource Abfall in Entwicklungs- und Schwellenländern vorgestellt
In der gemeinsamen Auftaktveranstaltung der neu gegründeten German RETech-Partnership und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) präsentierte die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp am 19. März ein neues Strategiepapier mit dem Titel "Ressource Abfall". Dieses habe zum Inhalt, wie Entwicklungs- und Schwellenländer ihre Abfälle für sich nutzen könnten. Vor allem städtische Ballungsräume und Megacitys erstickten förmlich im Müll, der dann vielfach in wilden Müllkippen landete und so zu Gefahren für Mensch und Umwelt führe. Es gehe darum, mit den Erfahrungen in Deutschland, das auf den Gebieten Entsorgung und Recycling eine Vorbildfunktion einnehme, Unterstützung anzubieten, damit Abfälle in Entwicklungsländern als wichtige Ressource erkannt und genutzt würden. Dazu unterstütze das BMZ die Arbeit des Vereins German RETech-Partnership, der moderne Entsorgungsstrukturen in Entwicklungs- und Schwellenländer stärken will. Der Verein wird von Unternehmen der Kreislaufwirtschaft sowie Hochschulen getragen und will unter anderem die Exportchancen der Unternehmen fördern.
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350 Familien sind im Projekt "Tiljala Shed", einer Vereinigung von Müllsammlern in Kalkutta, organisiert. Das Bistum Mainz unterstützt sie seit 12 Jahren.
30 Prozent der in der 14-Millionen-Stadt Kalkutta lebenden Menschen hausen in Slums ohne Zugang zu sauberem Wasser, Stromversorgung, Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund bietet die Hilfsorganisation "Tiljala Shed" Hilfe zur Selbsthilfe. Es handelt sich dabei um eine Vereinigung von Müllsammler-Familien, die Müllkippen, Straßen, Haushalte und Betriebe durchsuchen, den Müll sortieren und die Wertstoffe zu Abgabestellen bringen, die nach Angaben der Hilfsorganisation faire Preise zahlen. 350 Familien sind in der 1999 ins Leben gerufenen Müllsammler-Vereinigung zusammengeschlossen. Seit zwölf Jahren fördert das bischöfliche Hilfswerk Miserior die Hilfsorganisation, die vor zwei Jahren begonnen hat, ein Trainings- und Rehabilitationszentrum für Müllsammler und Straßenkinder aufzubauen.
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Michael Scriba, der eine vergleichbare Gruppe auf europäischer Ebene führt, hat den vorläufigen Vorsitz der bvse-AG Mischkunststoffe übernommen.
Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling gründete unlängst bei einer Sitzung in Bonn eine neue Arbeitsgruppe, die die moderne Mischkunststoffverwertung in den Fokus nehmen will. Den vorläufigen Vorsitz dieser bvse-AG Mischkunststoffe übernimmt Michael Scriba, der bereits eine ähnliche Gruppe auf europäischer Ebene leitet. Aktuelle Herausforderungen für die deutschen Mischkunststoffverwerter sieht Scriba in der geplanten Einführung der Wertstofftonne, der zu erwartenden Zunahme der Verwertung in den Nachbarländern sowie in der sinkenden Qualität der Materialien, die in den Märkten zur Verwertung angeboten werden. „Die bvse-AG Mischkunststoffe plädiert daher dafür, die Kunststoffsortierung zu überdenken und neu auszurichten, damit genügend Material mit ausreichender Qualität für die Mischkunststoffaufbereitung zur Verfügung gestellt werden kann", so Dr. Michael Scriba.
Die bvse-Arbeitsgruppe Mischkunststoffe besteht derzeit aus den mittelständischen Recyclern Hahn Kunststoffe GmbH, Hubert Eing Kunststoffverwertung GmbH, mtm plastics GmbH, Purus Plastics GmbH, KS Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Cabka GmbH und Vogt-Plastic GmbH. Die Unternehmen verfügen nach bvse-Angaben insgesamt über Kapazitäten von ca. 300.000 Jahrestonnen.
Zur nächsten öffentlichen Sitzung der neuen bvse-Arbeitsgruppe, die im Rahmen des 15. Internationalen Altkunststofftags am Dienstag, den 12. Juni, von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr in Bad Neuenahr stattfindet, lädt der bvse alle interessierten Aufbereiter und Verwerter von Mischkunststoffen zur Teilnahme ein.
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Ergebnis der von PlasticsEurope beauftragten Studie: Europaweit werden mehr Kunststoffe verwertet, aber erhebliche Unterschiede beim Ländervergleich
Der paneuropäische Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope beauftragte die Studie zur Verwertung von Kunststoffen aus dem Bausegment und legt damit erstmalig Zahlen zum Abfallmanagement des nach dem Verpackungsmarkt zweitgrößten Marktsegments für Kunststoff vor. Untersucht wurden die 27 EU-Staaten zuzüglich Norwegen und der Schweiz.
Im Ergebnis macht die Studie auch in diesem Marktsegment beim Stand der Verwertung große Unterschiede in Europa deutlich. Insgesamt wurden 2010 in den 29 Ländern 56,2 Prozent der Altkunststoffe aus Bauanwendungen verwertet (2009: 51,9 Prozent), 20 Prozent stofflich und 36,2 Prozent energetisch. Während aber in Deutschland 96 Prozent den Weg in eine Verwertung fanden, landen in Ländern wie Italien, Spanien oder Polen noch mehr als 80 Prozent dieser Kunststoffabfälle auf der Deponie. In Großbritannien werden zwar 31,5 Prozent recycelt, dennoch wandern rund zwei Drittel auf Deponien, weil energetische Verwertungskapazitäten fehlen. Skandinavien wiederum hat davon reichlich und erreicht damit eine Verwertungsquote von über 80 Prozent.
Im gesamten Kunststoffabfallstrom machen die Kunststoffabfälle aus Bauanwendungen allerdings nur 5,5 Prozent aus, obwohl 20 Prozent der Kunststoffe im Baubereich verwendet werden. Der Grund liegt in der Langlebigkeit der Produkte aus dem noch recht "jungen" Material. Im Laufe der Zeit erwarten die Autoren hier zunehmende Mengen.
Der Verband PlasticsEurope weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nicht nur bei den Bauanwendungen, sondern insgesamt ein Trend zu einer sinkenden Deponiequote in Europa auszumachen sei. PlasticsEurope will bekanntermaßen erreichen, dass 2020 europaweit keinerlei Kunststoffabfälle mehr deponiert werden.
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Eine LCA-Metanalyse soll zeigen, dass biobasierte Kunststoffe ökologische Vorteile aufweisen
Vor dem Hintergrund der strittigen Frage, ob biobasierte Kunststoffe ökologische Vorteile bieten, beauftragte das Unternehmen Proganin GmbH & Co. KG , das biobasierte Kunststoffe vertreibt, eine umfassende Meta-Analyse zu den weit verbreiteten PLA und PHA/PHB. Auftragnehmer war das in Hürth ansässige nova-Institut, das in der Meta-LCA (LCA=Life Cycle Assessment) Polylactide (Polylactic acid, PLA) und Polyhydroxyfettsäuren (Polyhydroxyalkanoate, PHA, und speziell Polyhydroxybutyrate, PHB) untersuchte. Ergebnis: Die Herstellung der bio-basierten Polymere PLA und PHA/PHB biete ökologische Vorteile gegenüber der Herstellung petrochemischer Kunststoffe, da der Ausstoß an Treibhausgasen und ebenso der Verbrauch fossiler Ressourcen verringert würden. nova-Geschäftsführer Michael Carus zeigt sich vom Resultat überrascht, da er mit einem so klaren Ergebnis nicht gerechnet habe, zumal die biobasierten Kunststoffe noch am Anfang ihrer Entwicklung stünden. Das Kunststoff-Magazin kommentiert: "Auftraggeber der Studie und das durchführende Institut sind sicher nicht unvoreingenommen hinsichtlich der Beurteilung von Bio-Werkstoffen und allem, was sich dahinter verbirgt. Trotzdem lohnt ein Blick auf die Argumente und Ergebnisse".
Die Studie steht hier zum Download bereit: www.bio-based.eu/ecology
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Ein neuer Resterechner der Verbraucherinitiative macht deutlich, wie viel Energie und Geld in der Tonne landen, wenn Lebensmittel weggeworfen werden
Fast ein Drittel aller in Deutschland eingekauften Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll. Die Verbraucher-Initiative hat nun einen mit Berechnungen vom Öko-Institut hinterlegten Resterechner ins Internet gestellt. Dieser zeigt auf eindrückliche Weise, wie viel Energie und auch wie viel Geld mit nicht verbrauchten Lebensmitteln in der Tonne landen. Mit der Energie, die für 300 Gramm Bananen verbraucht wurden, könnte man zum Beispiel 1,07 Kilometer mit dem Zug fahren oder 30 Stunden lang im Internet surfen. Der Resterechner funktioniert denkbar einfach: Ein Lebensmittel anklicken und in die Tonne ziehen.
Hier zum Ausprobieren: resterechner.de
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Im Dialog zwischen Umweltverbänden und Industrie wurden die Themen Meeresschutz und Abfallwirtschaft verknüpft und lösungsorientiert diskutiert.
Deutschlands mitgliedsstärkster Umweltverband NABU und die Duale System Deutschland GmbH (DSD) hatten am 29. Februar zum Dialogforum "Müllkippe Meer, mehr Verantwortung für Produzenten" nach Berlin eingeladen. Über 70 Teilnehmer aus Industrie, Politik und Umweltverbänden erlebten ein dichtes Programm an Fachvorträgen und Diskussionen von Biologen, Juristen, Naturschützern sowie Chemikern, Politikern und Vertretern aus Fachbehörden und Industrieverbänden. Der Dialogansatz wurde von allen Beteiligten sehr begrüßt, denn "nur so können wir diesem gesellschaftlichen Problem der vermüllten Ozeane entgegentreten", wie NABU-Präsident Olaf Tschimpke zur Begrüßung betonte. Deutlich wurden aber auch gegensätzliche Einschätzungen etwa zu den Ansätzen, Abfälle aus küstennahen Gewässern herauszufischen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass es insbesondere technischer Lösungen an Land bedarf, um Einträge ins Meer zu verhindern. Bessere Erfassungssysteme und mehr Recycling bzw. Verwertung seien notwendig. Der NABU forderte darüber hinaus die Entwicklung von Rohstoffen und Produkten, die für die Natur unschädlich und gut wiederverwertbar seien.
Im Rahmen der Fachvorträge stellte Georg Mehlhardt vom Öko-Institut die Ergebnisse der im Auftrag von BKV, IK, KVS und FCIO erstellten Studie "Land-Sourced Litter in the Marine Environment" vor. Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.
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BMU Staatssekretärin Reiche stellte die Informationskampagne des BMU und des VDI-Zentrums "Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz" vor
BMU-Staatssekretärin Katherina Reiche und Sascha Hermann, Geschäftsführer des VDI-Zentrums Ressourceneffizienz GmbH präsentierten in Berlin einen Neuen Management-Leitfaden und eine Wanderausstellung, die beide Teil der BMU-Informationskampagne "Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz" sind. Der in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin entwickelte Management-Leitfaden richte sich als "praxisnahe Gebrauchsanweisung" insbesondere an mittelständische Entscheider, die Vorreiter der Ressourceneffizienz sein und damit ihre Wettbewerbsposition verbessern könnten, sagte Reiche. Nach Erhebungen des VDI-Zentrums seien die Einsparpotenziale bei Material und Energie bei vielen Unternehmen noch nicht ausgeschöpft, erläuterte Hermann. Da laut Statistischem Bundesamt die Kosten für Material bei 43 Prozent der Gesamtkosten lägen, könnten sie durch effizienteren Ressourceneinsatz spürbar gesenkt werden. Die Wanderausstellung, die Inhalte aus dem Leitfaden aufgreife, kann laut BMU deutschlandweit von IHK, Handwerkskammern und Verbänden gebucht werden.
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Mit der Eröffnung der CFK-Produktion im Werk Landshut starten die Autobauer den serienmäßigen Karosseriebau aus Carbon
Einen Technologiesprung ähnlich dem Übergang vom Pferd zum Auto verbindet BMW mit dem ultraleichten Material, den kohlefaser-verstärkten Kunststoffen. Kürzlich wurde in die CFK-Produktion im Werk Landshut eröffnet. "Wir werden heute Zeugen einer technischen Revolution", meinte auch Hans Schleicher, Ministerialdirektor im Bayerischen Wirtschaftsministerium, der zur Eröffnung in Vertretung seines Ministers kam. Unter aufmerksamer Beobachtung der Konkurrenz ist BMW angetreten zu beweisen, dass Karosserien aus Carbon in einer Großserie wirtschaftlich und in geforderter Geschwindigkeit darstellbar ist. Für die Herstellung einer Carbonkarosserie für den i3 sollen weniger als 10 Minuten nötig sein. Laut der Mittelbayerischen Zeitung 50 Karosserien pro Tag sollen derzeit in Landshut entstehen. In Leipzig, wo die Endfertigung des Elektroautos erfolgt, soll zusätzlich eine doppelt so große Carbon-Fertigungslinie gebaut werden, so dass dann 150 Fahrzeuge pro Tag das Band verlassen können. Das entspräche einer Jahresproduktion von 40.000 bis 45.000 Autos, rechnet die Mittelbayerische Zeitung vor.
Da eine Carbonkarosserie nur 150 Kilogramm wiege, könnten damit die Elektroautos trotz des schweren Batteriepacks am Ende ein ähnliches Gewicht wie konventionell betriebene Fahrzeuge aufweisen. Doch neben des greingen Gewichts weise das Material weitere Vorteile auf wie die thermische Belastbarkeit oder die Tasache, dass Rost kein Thema mehr sei.
Das Deutsche Ressourceneffizienz-Programm (ProgRess) beinhaltet ein umfassendes Programm zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen.
Mit dem am 29. Februar im Bundeskabinett verabschiedeten Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) legt die Bundesregierung erstmalig ein umfassendes Programm zur nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen vor. Bundesumweltminister Röttgen nennt es einen "Masterplan" für nachhaltiges Wachstum". Die effiziente Nutzung endlicher Ressourcen sei "eine der größten ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit" und eine "Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften", so Röttgen.
Im Kern beschreibe ProgRess neue Handlungsansätze, Maßnahmen und Beispiele zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Entlang der gesamten Wertschöpfungskete gehe es um eine nachhaltige Rohsrtoffsicherung, eine Steigerung der Effizienz, einen nachhaltigeren Konsum und schließlich um den Ausbau einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft, erläuterte der Minister. Dabei setze man auch auf freiwillige Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft.
VinyLoop-Ökobilanz vergleicht PVC-Recycling mit herkömmlicher PVC-Herstellung
Eine neu erstellte Ökobilanz untersucht das im VinyLoop-Prozess rezyklierte PVC im Vergleich mit konventionellem PVC. Demnach ist der Primärenergiebedarf für rezykliertes PVC 46 Prozent niedriger, das Treibhauspotenzial wird um 39 Prozent verringert. Die Annahmen und Berechnungen der Studie sowie die Einhaltung der Qualitätssicherung wurden gemäß ISO 14040-44 überprüft.
Die im Auftrag von VinyLoop erstellte LCA untersuchte den Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung eines reinen PVC-Compounds und vergleicht diese mit den Verbräuchen beim Recycling. „Gartenschläuche mit einer inneren Schicht aus VinyLoop sparen durchschnittlich 20 Prozent an Treibhauspotential und 20 Prozent des Primärenergiebedarfs“, gibt Pailo Groppi, General Manager VinyLoop ein praktisches Beispiel. VinyLoop versteht sich als eine der führenden Technologien für das Recycling von PVC-Verbund-Abfällen. Im Werk in Ferrara, Italien, werden nach eigenen Angaben seit 2002 jährlich mehr als 10.000 Tonnen PVC Abfälle verarbeitet.
Im November startet die neue Messe "Recycling-Technik parallel zur "Schüttgut" in Dortmund
Die Recyclingbranche bekommt eine neue Messe, wie das Recyclingmagazin in seiner aktuellen Ausgabe meldet. Am 7. und 8. November wird erstmalig die "Recycling-Technik" in Dortmund stattfinden. Laut Veranstalter Easyfairs werden Verbesserungsoptionen der Recyclingtechnik und -prozesse im Mittelpunkt der Fachausstellung, die von einem Vortragsforum begleitet werden soll, stehen. Die Veranstalter rechnen wegen der parallel stattfindenden "Schüttgut" mit etwa 5.000 Besuchern. Die "Schüttgut" sei mit knapp 300 Ausstellern fast ausgebucht. Zur ersten "Recycling-Technik" sollen es 50 Aussteller werden.
Weitere Informationen: www.easyfairs.com
Quelle: Recyclingmagazin 4/2012 (27.2.2012)
Bild: Easyfairs
GKV-Präsident Kruse erwartet auch für das laufenden Jahr eine stabile Entwicklung
Die Geschäfte in der Kunststoffverarbeitungsbranche liefen gut im vergangenen Jahr. Das bestätigen die Zahlen, die der Präsident des GKV-Gesamtverbands kunststoffverarbeitende Industrie, Dr. Bernd-O. Kruse, am 22. Februar bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Frankfurt vorstellte. Nach diesen vorläufigen Zahlen hat die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland im zurückliegenden Jahr Waren im Wert von insgesamt 55,9 Milliarden Euro hergestellt, wie das Kunststoff Magazin und Kunststoffe.de berichten. Das Ergebnis bedeute einen Zuwachs von 8,8 Prozent im Vergleich zum ebenfalls wachstumsstarken Vorjahr. Die Branche liege damit auch über dem bisherigen Umsatzrekordjahr 2007. Die Krise sei damit endgültig Geschichte, so der GKV-Präsident: „2011 war ein Spitzenjahr“. Die Steigerungen, sagte Kruse, lägen im Inland höher (plus 10 Prozent) als im Ausland (plus 7,1 Prozent). Diese Entwicklung sei vor allem den "schwächelnden südeuropäischen Ländern" geschuldet. Auch die Zahl der Beschäftigten sei im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent auf 292.000 Mitarbeiter gestiegen. „Damit wurde erstmals wieder die Größenordnung von Anfang der 90er Jahre erreicht, allerdings bei etwa dem halben Branchenumsatz.“ In der Verdopplung der Produktivität in 20 Jahren spiegelt sich für Kruse die ungebrochene Innovationskraft der Unternehmen wider.
Gut aufgestellt sei die deutsche Kunststoffverarbeitung auch für das laufende Jahr. Man erwarte, so Kruse, eine stabile Entwicklung mit weiter steigenden Beschäftigtenzahlen, auch wenn die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig seien. "Das ist nach einem derartigen Boom wie in den beiden letzten Jahren völlig normal. Ich sehe hier weder einen Rückgang der Geschäfte, nicht einmal eine Delle in der Entwicklung." Einzig die hohen Rohstoff- und Energiekosten erzeugten Druck bei den Unternehmen der Branche. Auch beobachte man derzeit eine erneute Steigerung der Kunststoffpreise.
Weitere Informationen: www.gkv.de
Quellen:
Bild: GKV
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Kommunen, die im Wettbewerb mit privaten Anbietern Leistungen erbringen, steuerpflichtig sind
Mitte Februar hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Kommunen, die im Wettbewerb mit privaten Anbietern Leistungen erbringen, dafür künftig steuerpflichtig sein müssen. Mit dieser Ausweitung der Umsatzsteuerpflicht solle eine Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten der öffentlichen Hand verhindert werden. Wie das Recyclingmagazin in zwei Meldungen berichtet, wird diese Entscheidung von der privaten Wirtschaft begrüßt. Für Thorsten Grenz, CEO der Veolia Umweltservice, war „das Umsatzsteuerprivileg bisher ein Ineffizienz-Puffer für kommunale Entsorger“. Das BFH-Urteil werde zu mehr Fairness im Wettbewerb mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern führen. Dazu müsste allerdings auch das wettbewerbsfeindliche Kreislaufwirtschaftsgesetz geändert werden – notfalls durch ein Vertragsverletzungsverfahren durch die EU-Kommission, so Grenz.
Auch der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) begrüßte ausdrücklich die Entscheidung des Bundesfinanzhofes. BDE-Präsident Peter Kurth: „Das oberste deutsche Finanzgericht hat ein Urteil gefällt, das sich positiv auf die Schaffung fairer und gleichberechtigter Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer auswirken wird.“ Der Verband erwarte, so Kurth, dass der Richterspruch Signalwirkung hinsichtlich der steuerlichen Gleichstellung kommunaler und privater Unternehmen in diversen Wirtschaftsbereichen haben werde.
Quelle: Recyclingmagazin online (27.2.2012, 17.2.2012)
Der Bericht der Bundesregierung gibt Stand und Trends der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland wieder.
Der jüngste Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den die Bundesregierung Mitte Februar verabschiedet hat, dokumentiert den Stand und die Trends nachhaltiger Entwicklung in Deutschland. Er benennt neue Schwerpunkte der Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung und geht in einem kurzen Kapitel auf die Beiträge der Abfallwirtschaft ein.
Die Bundesregierung nennt die Abfallbranche in ihrem Bericht ein Beispiel für einen erfolgreichen nachhaltigen Wirtschaftssektor. „Es werden nicht nur wertvolle Rohstoffe im Kreislauf geführt sondern auch klimarelevante Gase eingespart (seit 2006 jährlich mehr als 56 Mio. Tonnen gegenüber 1990), dies entspricht ca. 10 Prozent der Kyoto-Ziele“, ist im Kapitel „Kreislaufwirtschaft und Recycling“ zu lesen. Die Verwertungsquote für Abfälle habe sich seit 2005 deutlich erhöht und ein sehr hoher Anteil von Rohstoffen gelange zurück in den Wirtschaftskreislauf: „Beispielsweise stieg die Verwertungsquote bei Siedlungsabfällen von 58 Prozent (2003) auf 77 Prozent (2008). Bei Papier sowie Pappe und Kartonagen lag die Rücklaufquote bei 83 Prozent (2009), Verpackungsabfälle wurden zu fast 82 Prozent (2008) verwertet.“ Aus Gründen des Ressourcenschutzes seien die Potenziale zur Abfallvermeidung und -verwertung in Zukunft jedoch noch stärker zu nutzen.
Weitere Informationen: Download des Fortschrittsberichtes
Quelle: Recyclingportal (27.2.2012)
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RE|PLA Cycle GmbH bietet im ersten Schritt einen PLA-Wertstoffkreislauf für Produktionsabfälle an
Die RE|PLA Cycle GmbH ist eine neue Tochter der Kölner Reclay Group. Das Unternehmen geht mit Lösungen für das Recycling des Biokunststoffs Polymilchsäure (PLA) an den Start. Die Geschäftsführung übernehmen Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group, und Edmund Stassen, Geschäftsführer für den Bereich Entsorgung der Reclay Group. Als erster Anbieter habe die RE|PLA Cycle GmbH einen geschlossenen PLA-Wertstoffkreislauf im Post-Industrial-Bereich aufgebaut. Dies betreffe beispielsweise Produktionsabfälle von Herstellern, Verarbeitern und Abfüllern. Dazu wurden laut Reclay Group in Sortier- und Verwertungsanlagen verschiedene Pilotprojekte durchgeführt, Verfahren optimiert sowie die nötigen Logistikstrukturen etabliert. Raffael A. Fruscio erklärt: „Es lag auf der Hand, dass parallel zur Einführung und dem wachsenden Einsatz von PLA die entsprechenden innovativen Recyclingmöglichkeiten geschaffen werden mussten. Aufgrund der besonderen Eigenschaften dieses Biokunststoffes hat sich das bislang schwierig gestaltet.“ Um einen wichtigen Kritikpunkt am Einsatz von PLA-Produkten zu beseitigen, arbeite die RE|PLA Cycle darüber hinaus an Lösungen, wie in Zukunft PLA-Produkte aus dem Post-Consumer-Bereich, die im Gelben Sack gesammelt werden, einem geschlossenen Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. „Wir erzielen bereits hochwertige Recyclingergebnisse im Post-Industrial-Bereich und möchten dies auch für den Post-Consumer-Bereich erreichen“, so Edmund Stassen. Die Angebotspallette der RE|PLA Cycle umfasst neben dem Aufbau von PLA-Gesamtsystemen die Realisierung von Einzelprojekten sowie Unterstützung bei allen Aspekten rund um PLA.
Quellen:
Bild: Reclay Group
Die fundierte Lebensweg-Studie zu Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland geht bereits in die achte Auflage.
Belastbare Daten rund um die Erzeugung von Kunststoff und die Herstellung von Kunststoffprodukten bis hin zur Verwertung am Lebensende liefert die im Zweijahresrhytmus erscheinende „Consultic“-Studie. Kaum ein anderer Werkstoff in Deutschland kann solch fundierte und detaillierte Lebensweg-Daten vorweisen. Entsprechend genießt die umfangreiche Studie, die nun bereits zum achten Mal durchgeführt wird, hohes Ansehen bei Politik, Behörden und Fachöffentlichkeit. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, die Diskussion über Kunststoff auf eine solide Basis zu stellen.
Die Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH befragt wieder mehr als 2.000 Unternehmen aus Kunststofferzeugung, -verarbeitung und -verwertung in Deutschland. Durchgeführt wird die Studie im Auftrag von BKV, PlasticsEurope Deutschland, des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, der RIGK und des bvse in enger Kooperation mit dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie.
Die wesentlichen Ergebnisse sollen noch im laufenden Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die ab 1.1.2013 greifende Regelung zielt vor allem auf die Kunststofftragetaschen ab.
Ab dem 1. Januar 2013 sollen nicht abbaubare kurzlebige Kunststoffprodukte in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verboten werden. Eine entsprechende Verordnung hat der Öl- und Gas-reiche Golfstaat vor Kurzem erlassen, wie Kunststoff Information meldet. Dabei gehe es vor allem um die Kunststofftragetaschen, die laut Berichten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Verbindung mit der Meeresvermüllung und sich häufenden Todesfällen von Tieren gebracht werden. Vor allem Kamele sollen daran verenden, dass sie weggeworfene Kunststofftüten mit Lebensmittelresten fressen. Doch könnten auch andere Kunststoffverpackungen von dem Verbot betroffenen sein, wenn sie nicht ein Registrierungszertifikat der Emirates Authority for Standardisation and Metrology (ESMA) erhalten, das ihnen die Abbaubarkeit bestätige. Dies betreffe auch importierte Produkte.
Quelle: KI (21.2.2012)
Beirat dankt Vorgänger Christian Bruhn für sein Engagement.
Der Beirat der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung hat einen neuen Vorsitzenden. In der Beiratssitzung vom 20. Februar wurde Rüdiger Klein (49), Director Sales Polyolefins Central bei der Lyondellbasell und Geschäftsführer der Basell Deutschland GmbH, in das Amt gewählt. Er folgt auf Christian Bruhn, der gleichfalls von der Lyondellbasell kam. Ihm dankte der Beirat ausdrücklich für sein Engagement und seine wertvollen Impulse während seiner mehrjährigen Amtszeit.
Klein startete seine berufliche Karriere im Jahr 1982 bei der BASF, wechselte 1998 zum Joint Venture von BASF und Shell, der Elenac, aus der 2000 die Basell hervorging. Dort übernahm Klein seit 2001 Führungsverantwortung in verschiedenen Bereichen, bis er 2011 die Position des Director Sales Polyolefin übernahm. Seit 2011 ist er auch Mitglied im Verwaltungsrat der RIGK (Wiesbaden), die Industrie und Gewerbe Rücknahmesysteme und Recyclinglösungen für Kunststoffverpackungen anbietet. Die BKV ist an der RIGK als Mehrheitsgesellschafterin beteiligt.
Der BKV-Beirat besteht aus acht Mitgliedern und ist das Kontrollorgan der Gesellschaft zur Überwachung der Geschäftsführung. Neben dem neuen Vorsitzenden Rüdiger Klein (Lyondellbasell) sind das: Bernhard Borgardt (RPC Packaging Holding), John Ballantyne (DOW), Dr. Willy Hoven-Nievelstein (BASF), Rainer Kolar (Bischof + Klein), Michael Rathje (GKV), Christian Rieß (Borealis) und der GKV-Ehrenpräsident Günter Schwank.
Frischer, klarer und aktueller ist der neue Webauftritt der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung.
Ein Klick auf www.bkv-gmbh.de zeigt auf den ersten Blick die Veränderungen auf der Website der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung: Eine klare Struktur in frischer Optik. Im Vordergrund der überarbeiten Seite stehen die Projekte, die aktuell im Zentrum der BKV-Aktivitäten stehen, sowie aktuelle Meldungen, Meinungen und Berichte zum Themenbereich Kunststoff und Nachhaltigkeit.
Die Themen Wertstofftonne, Marine Litter und Marktforschung sind im laufenden Jahr die Schwerpunkte der BKV-Projektarbeit. Informationen dazu lassen sich in der Navigation des runderneuerten Webauftritts direkt aufrufen.
Quelle: BKV (20.2.2012)
Der Verkauf des in Insolvenz gegangenen Unternehmens wird als Fortführungslösung ins Auge gefasst.
Laut Euwid wird für den in Insolvenz gegangen Kunststoffrecycler LSR AG Recycling-Zentrum in Dingelstädt nach einem Investor gesucht. Das Unternehmen mit derzeit rund 80 Mitarbeitern hatte Ende Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Seitdem bemüht sich Insolvenzverwalter Thomas Dithmar von der Kanzlei Schulze & Braun gemeinsam mit dem LSR-Management um eine Lösung zur Fortführung, die auch in einem Verkauf des Unternehmens bestehen könne.
Am Kauf Interessierte können sich nach Angaben von LSR an das beauftragte Beratungsunternehmen Mentor AG in Trier wenden.
Quelle: Euwid Recycling und Entsorgung 7/2012 (14.2.2012)
Die Abfall- und Recyclingtechnik ist im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) seit vielen Jahren organisiert.
Nun wurde ein eigenständiger Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik gegründet. Das stark politisch geprägte Umfeld der Abfallwirtschaft nannte der Verband als Grund für die Umstrukturierung. Die Neugründung sei wichtig für die Branche, da sie den Unternehmen zu einem höheren Gewicht in der Investitionsgüterindustrie verhelfe, erläutert Michael Ludden, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes und Geschäftsführer der Sutco GmbH, Bergisch Gladbach. Dem Fachverband gehören momentan rund 50 Unternehmen an, heißt es weiter. "Wir bieten den Mitgliedern ein gut aufgestelltes Netzwerk untereinander aber auch mit den wichtigen Betreiberverbänden. Das breite Informationsangebot zu allen Themen des Maschinen- und Anlagenbaus wie Finanzierungsfragen, Auslandsmärkten, Vertragsfragen oder umweltrechtlichen Regelungen machen eine Mitgliedschaft im Fachverband zusätzlich attraktiv", ergänzt Naemi Denz, Geschäftsführerin des VDMA Abfall- und Recyclingtechnik.
In den kommenden Monaten startet der Verband bereits mit ambitionierten Aktivitäten. Dazu gehört die Organisation der Demonstrationsmesse VDMA Praxistage während der IFAT Entsorga, die vom 7. bis 11. Mai 2012 in München stattfindet. Thematischer Schwerpunkt ist die Aufbereitungstechnik für Biomasse.
Um den Einsatz von Sekundärrohstoffen wie Kunststoff, Papier und NE-Metalle zu erhöhen, müssen aus Sicht der europäischen Recycling-Industrie in Europa noch etliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.
Vor welche Herausforderungen sich die Vereinigung "European Recycling Industries" gestellt sieht und welche politischen Weichenstellungen sie zur Steigerung der Ressourcen-Effizienz für nötig hält, legen ihre Mitgliedsorganisationen in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier dar. Die European Recycling Industries beschreibt in ihrer Stellungnahme eine ganze Reihe von Hindernissen, die aus ihrer Sicht zur Steigerung der Ressourceneffizienz überwunden werden müssten: angefangen von unzureichender und widersprüchlicher politischer Unterstützung über suboptimale End-of-Life-Sammelsysteme bis hin zu Ungereimtheiten in der Rechtsprechung bezüglich Abfall, Produkt und Material. Unter anderem werden zudem konkrete politische Vorschläge erläutert.
Mitunterzeichner des Positionspapiers der European Recycling Industries sind die Confederation of European Paper Industries (CEPI), European Man-made Fibres Association (CIRFS), Eurometaux, European Plastics Recyclers (EuPR), Eurofer und die European Plastics Converters Association (EUPC).
Der britische Verpackungshersteller Petainer (Peterborough, Großbritannien) hat nach eigenen Angaben eine wiederbefüllbare PET-Flasche entwickelt, die zu mehr als 25 Prozent aus recyceltem Einweg-PET besteht und dieselben Eigenschaften besitzen soll wie Mehrwegflaschen, die komplett aus Neuware hergestellt sind.
Das Unternehmen arbeite mit Abfüllern von Mineralwässern, Brauereien und Anbietern von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken in ganz Europa zusammen, um die neue Flasche einzuführen. Wie Nigel Pritchard, Hauptgeschäftsführer der Gruppe, erklärt, sind die neuen Flaschen umweltfreundlich, weil die Gesamtmenge des verwendeten PET pro Abfüllung bei den wiederbefüllbaren Behältern um 90 Prozent niedriger als bei Einweg liegt. Ein Unternehmen, das Einwegflaschen verwendet, muss laut Pritchard vier- bis fünfmal so viel für Verpackung ausgeben wie ein Unternehmen, das dieselbe Menge an Getränken in Mehrwegflaschen abfüllt, die nur einmal jede zwanzigste Abfüllung erneuert werden müssen. Diese Effizienz werde durch die Verwendung von r-PET noch erhöht, das eine Verringerung der zur Herstellung der Flaschen benötigten Energie und anderer Ressourcen zur Folge habe.
Händler, Online-Shopbetreiber und kleinere Hersteller müssen laut Verpackungsverordnung Ihre Mengenmeldungen zu Verkaufs- und Versandverpackungen für das vergangene Jahr bis spätestens Ende Februar abgeben.
Die tatsächlich im Jahr 2011 an private Endverbraucher abgegebene Verpackungsmenge wird darüber dokumentiert. Kunden der Landbell-AG steht dazu das Online-Rücknahmesystem "Landbell-EASy-Shop" zur Verfügung, das nach Angaben des Unternehmens eine sehr einfache Meldung ermöglicht. In dem Online-Portal fänden sich alle wichtigen Informationen sowie ein Preiskalkulator. Wie Jan Patrick Schulz, Vorstandsvorsitzender der Landbell AG, betont, handle es sich bei dem EASy-Shop um "das erste und größte Online-Rücknahmesystem, das die Anmeldung und Mengenmeldung für die Kunden so einfach wie möglich macht."
Die Landbell AG betreibt ein behördlich genehmigtes System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen. Im Jahr 2011 beteiligten sich nach Unternehmensangaben bereits 23.000 Kunden am Online-System.
Angesichts der Verknappung und steigender Preise bei bestimmten Ressourcen, die einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt sind, sucht die Kommission nach Wegen, die Ressourcennutzung von der Rohstoffgewinnung über Transport, Umwandlung und Verbrauch bis zur Abfallentsorgung effizienter zu gestalten.
Dazu hat sie nun eine öffentliche Befragung gestartet. Bis zum 3. April 2012 können interessierte Kreise Vorschläge und Stellungnahmen einreichen, wie die Nachhaltigkeit in Verbrauch und Produktion etwa bei der Produktgestaltung oder beim Recycling verbessert werden kann. http://ec.europa.eu/environment/consultations_en.htm
Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) bietet für Endverbraucher eine neue App an.
Wird der Barcode einer Verkaufsverpackung gescannt, erhalten sie Informationen rund um die Verpackung sowie die richtige Entsorgung. Als besonderes Highlight berechnet der RecyclingScanner, wie viel CO2 durch die korrekte Trennung und das anschließende Recycling der Verpackung eingespart werden kann. Konkret gibt die App Auskunft, was ins Altpapier und was in den Gelben Sack gehört. Auch die Frage, was nach dem Einwerfen mit den Verpackungen geschieht, beantwortet die neue App des Grünen Punkts.
Die Informationen gibt es für alle Produkte, deren Hersteller ihre Daten zur Verfügung stellen. Weitere Updates und Funktionen, wie die Suche von Glascontainerstandplätzen via GPS, sind laut DSD in Planung. Ebenso soll es künftig eine Android-Version geben.
Unter www.gruener-punkt.de ist ein QR-Code erhältlich, der direkt zum RecyclingScanner im AppStore führt.
mtm plastics GmbH, Mischkunststoffverwerter aus Niedergebra, bietet Kommunen eine Vergütung für aussortierte Kunststoffe aus dem Sperrmüll an, sofern sie bestimmten Qualitätsansprüchen entsprechen.
Gemeinsam mit dem kommunalen Unternehmen AWIGO, Landkreis Osnabrück, entwickelte und nutzt mtm ein Verwertungskonzept für vermischte Kunststoffe, das auf einem einfachen Sortierprinzip basiert (s. Schautafel). Damit werden Kunststoffteile mit hohen Anteilen an den Massenkunststoffen Polyethylen und Polyproylen vom restlichen Sperrmüll getrennt und mtm für eine werkstoffliche Verwertung zu neuen Rohstoffen für die Kunststoff verarbeitende Industrie zur Verfügung gestellt. Mtm-Geschäftsführer Michael Scriba schätzt, dass aus dem Sperrmüll bundesweit etwa zwei Kilogramm pro Einwohner und Jahr nutzbar gemacht werden könnten.
Quellen:
Der bundesweite Wettbewerb "Umweltgerechte Modernisierung" geht nun bereits in die zweite Runde.
Veranstalter Rewindo Fenster-Recycling-Service will damit beispielhafte Projekte der energetischen Sanierung ermitteln, die nicht nur der Energieeinsparung, sondern auch der Nachhaltigkeit dienen, indem PVC-Altfenster einem werkstofflichen Recycling zugeführt werden. Der Wettbewerb richtet sich nicht nur an die Wohnungsbauwirtschaft, sondern in diesem Jahr auch an Träger öffentlicher Einrichtungen, für die eine Sanierung ansteht. Voraussetzung für eine Beteiligung am Wettbewerb, der bis zum 15. November 2013 läuft, ist, dass die Wohnungsunternehmen oder Besitzer öffentlicher Gebäude auszutauschende PVC-Altfenster über das Rewindo-Recyclingsystem dem werkstofflichen Recycling zur Verfügung stellen. Schirmherr des Wettbewerbs ist Harald Herrmann, Leiter und Direktor des Bauinstituts für Bau-, Stadt - und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.
Darüber hinaus können sich die ausführenden Fensterbauer direkt für einen erstmalig ausgelobten Sonderpreis bewerben.
Interessierte wenden sich "möglichst frühzeitig", wie die Veranstalter raten, an Rewindo oder die AGPU, um von dort eine Bewerbungsmappe zu erhalten.